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Seminararbeit, 2004, 33 Seiten
Autor: Anita Mester
Fach: Germanistik - Linguistik
Details
Tags: Höflichkeitsformen, Deutschen, Japanischen
Jahr: 2004
Seiten: 33
Note: 1
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-28207-9
ISBN (Buch): 978-3-638-70218-8
Dateigröße: 322 KB
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Zusammenfassung / Abstract
I. Einführung In meiner Diplomarbeit möchte ich einen kurzen Blick in die Welt der Höflichkeitsformen werfen. Zuerst habe ich vor, das Grundproblem, das Untersuchungsmaterial und die bei der Forschung verwendete Methode darzustellen. Im zweiten Kapitel werde ich dann eine Definition von Sprechakten einführen, und im Allgemeinen skizzieren, wo sich Sprechakte und Höflichkeitsformen innerhalb des Sprachsystems und der linguistischen Forschung befinden. Am Ende des zweiten Kapitels werde ich die für meine Untersuchung relevanten Sprechakte taxonomisch darstellen. Ab dem dritten Kapitel behandele ich die konkreten Ergebnisse, die meine Untersuchung sowohl der deutschen als auch der japanischen Sprache ergeben hat. Die Ergebnisse gebe ich Schritt für Schritt an, von einem Sprechakt zum anderen, nach einer möglichen Definition des jeweiligen Sprechaktes. Anschließend möchte ich die Teillösungen zusammenfassen und eine Lösung auf das Grundproblem finden. Ich werde nach klaren Tendenzen suchen, und die grundsätzlichen Unterschiede zwischen den Ausdrucksformen der Sprechakte im Deutschen und im Japanischen erläutern. Im vorletzten Kapitel möchte ich dann eventuelle Konklusionen ziehen und weitere mögliche Fragenstellungen auflisten, die noch in diesem Bereich auftauchen und weiter erforscht werden können. Das letzte Kapitel enthält eine ungarische Zusammenfassung der Diplomarbeit. Die Motivation zu meiner Themenwahl kam während meines einjährigen Studiums an der Universität Chiba in Japan im Jahre 2001-2002. In allen japanischen Klassen habe ich gemerkt, wie schwer es Ausländern fällt, sich mit japanischen Höflichkeitsformen vertraut zu machen, und sie in alltäglichen Situationen richtig zu verwenden. Ich nahm an, dass diese Schwierigkeit größtenteils dem Unterschied zwischen den zahlreichen Kulturen und dem der Ausdrucksweisen der für nötig gehaltenen Höflichkeit in bestimmten Situationen zuzuschreiben war. Hoffentlich kann diese Diplomarbeit einen Ansatz zur Beantwortung dieser Problematik darbieten.
Textauszug (computergeneriert)
Höflichkeitsformen im Deutschen und Japanischen
von: Anita Mester
INHALT
I. Einführung 4
I.1 Das Grundproblem 5
I.2 Die Untersuchungsmethode 5
I.3 Das Untersuchungsmaterial 6
II. Sprechakte 7
II.1 Was sind Sprechakte? 7
II.2 Was für Sprechakttypen gibt es? 10
II.3 Welche Sprechakten werde ich unter die Lupe nehmen? 10
II.4 Höflichkeitsformen 11
II.4.1 Was sind Höflichkeitsformen? 11
II.4.2 Welche Arten von Höflichkeitsformen gibt es? 11
II.4.3 Wie werden Höflichkeitsformen im Deutschen ausgedrückt? 12
II.4.4 Wie werden Höflichkeitsformen im Japanischen ausgedrückt? 13
III. Untersuchungsergebnisse 16
III.1 Teilproblem 1 – Mitteilung 16
III.1.1 Japanische Beispiele 17
III.1.2 Deutsche Beispiele 18
III.1.3 Lösung des Teilproblems 1, Teilkonklusion 19
III.2 Teilproblem 2 – Kommentierung/Überzeugung 19
III.2.1 Japanische Beispiele 20
III.2.2 Deutsche Beispiele 21
III.2.3 Lösung des Teilproblems 2, Teilkonklusion 22
III.3 Teilproblem 3 – Dank 22
III.3.1 Japanische Beispiele 22
III.3.2 Deutsche Beispiele 23
III.3.3 Lösung des Teilproblems 3, Teilkonklusion 24
III.4 Teilproblem 4 – Aufforderung 24
III.4.1 Japanische Beispiele 25
III.4.2 Deutsche Beispiele 26
III.4.3 Lösung des Teilproblems 4, Teilkonklusion 27
IV.1 Zusammenfassung der Ergebnisse 27
IV.2 Lösungsansatz, welche Tendenzen sind nachvollzuziehen? 29
V. Konklusion, weitere zu behandelnde Themen 29
VI. Bibliographie 31
I. Einführung
In meiner Jahresarbeit möchte ich einen kurzen Blick in die Welt der Höflichkeitsformen werfen. Zuerst habe ich vor, das Grundproblem, das Untersuchungsmaterial und die bei der Forschung verwendete Methode darzustellen. Im zweiten Kapitel werde ich dann eine Definition von Sprechakten einführen, und im Allgemeinen skizzieren, wo sich Sprechakte und Höflichkeitsformen innerhalb des Sprachsystems und der linguistischen Forschung befinden. Am Ende des zweiten Kapitels werde ich die für meine Untersuchung relevanten Sprechakte taxonomisch darstellen.
Ab dem dritten Kapitel behandele ich die konkreten Ergebnisse, die meine Untersuchung sowohl der deutschen als auch der japanischen Sprache ergeben hat. Die Ergebnisse gebe ich Schritt für Schritt an, von einem Sprechakt zum anderen, nach einer möglichen Definition des jeweiligen Sprechaktes. Anschließend möchte ich die Teillösungen zusammenfassen und eine Lösung auf das Grundproblem finden. Ich werde nach klaren Tendenzen suchen, und die grundsätzlichen Unterschiede zwischen den Ausdrucksformen der Sprechakte im Deutschen und im Japanischen erläutern. Im vorletzten Kapitel möchte ich dann eventuelle Konklusionen ziehen und weitere mögliche Fragenstellungen auflisten, die noch in diesem Bereich auftauchen und weiter erforscht werden können. Das letzte Kapitel enthält eine ungarische Zusammenfassung der Diplomarbeit. Die Motivation zu meiner Themenwahl kam während meines einjährigen Studiums an der Universität Chiba in Japan im Jahre 2001-2002. In allen japanischen Klassen habe ich gemerkt, wie schwer es Ausländern fällt, sich mit japanischen Höflichkeitsformen vertraut zu machen, und sie in alltäglichen Situationen richtig zu verwenden. Ich nahm an, dass diese Schwierigkeit größtenteils dem Unterschied zwischen den zahlreichen Kulturen und dem der Ausdrucksweisen der für nötig gehaltenen Höflichkeit in bestimmten Situationen zuzuschreiben war. Hoffentlich kann diese Diplomarbeit einen Ansatz zur Beantwortung dieser Problematik darbieten.
I.1 Das Grundproblem
In meinem Essay suche ich die Antwort auf die Frage, bzw. das Grundproblem, welche Höflichkeitsformen man bei der Realisierung von konkreten Sprechakten im Deutschen und im Japanischen verwendet (siehe dazu II.3). Dabei ist mein Ziel, diese Sprechakten möglichst kontrastiv darzustellen, obwohl ich mir davon bewusst bin, dass das nicht bei allen Sprechakten realisierbar sein wird. In den Fällen muss ich mich damit zufriedengeben, die jeweiligen sprachlichen Handlungen parallel untersuchen zu können. Das Grundproblem werde ich in kleinere Teilprobleme aufteilen, damit ich ein konkretes, überprüfbares Resultat erhalte und nicht etwa eine allgemeine Antwort, die nur unter Umständen gilt.
I.2 Die Untersuchungsmethode
Ursprünglich war ich vom Plan, dieses Thema mit einer Menge von Umfragen oder Fragebogen unter Muttersprachlern zu untersuchen, aber ich musste darauf aus Zeitgründen und wegen des Mangels an vorhandenen Muttersprachlern verzichten. Ich bin nun gezwungen, zunächst relevantes Material zu sammeln, um daraus Konklusionen ableiten zu können. Das Material wird aus deutschen und japanischen Talkshows bestehen. Ich verfahre in dem Sinne zum größten Teil induktiv, weil ich anhand der vorhandenen Literatur – ich habe kein kontrastives deutsch-japanisches Werk in diesem Thema gefunden – nur sehr schwer Hypothesen aufstellen könnte, die bei einer deduktiven Untersuchung unbedingt nötig wären. Die einzige Hypothese, die sich eher auf den kulturellen Unterschieden zwischen Deutschland und Japan stützt, ist folgendes: Es ist anzunehmen, dass Japaner sich in jeder Situation höflicher ausdrücken, als Deutsche. Das eine Problem mit so einer Hypothese ist, neben ihrer Voreingenommenheit, dass man „Höflichkeit“ als solches nicht messen kann. Ich werde also nicht versuchen, diese Hypothese zu beweisen.
I.3 Das Untersuchungsmaterial
[...]
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