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Termpaper, 1999, 15 Pages
Author: Diplom-Pädagogin Eyleen Böttger
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Tags: Sexueller, Mädchenmißbrauch, Familie
Year: 1999
Pages: 15
Grade: gut
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-28242-0
File size: 215 KB
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Excerpt (computer-generated)
Sexueller Mädchenmißbrauch innerhalb der Familie
von: Eyleen Böttger
Semester: 3
Gliederung
1.Was bedeutet sexueller Mißbrauch? 3
2. Deutungsansätze zur Erklärung des sexuellen Mißbrauches 5
3. Beginn und Ursachen des sexuellen Mißbrauch 8
4. Das Problem des Erkennens von sexuellen Übergriffen, die Signale der Mädchen und Gründe für das Schweigen 10
5. Auswirkungen und Folgen 12
Literaturverzeichnis 16
Sexueller Mißbrauch war sogar auch für lange Zeit ein Tabuthema in der Frauenbewegung. Die erste Selbsthilfegruppe entstand durch eine Initiative einiger betroffenen Frauen. Sie hatten Erfahrungen mit anderen Selbsthilfegruppen in den USA gesammelt. Dieses Beispiel half auch anderen Betroffenen ihr Schweigen zu brechen und mit ihren traumatischen Erlebnissen an die Öffentlichkeit zu gehen. Durch die Selbsthilfegruppen sehen die Betroffenen, daß auch andere damit Erfahrungen gemacht haben und können somit Unterstützung und Hilfe zur Bearbeitung der Probleme geben, die durch die sexuellen Übergriffe entstanden sind.
1.Was bedeutet sexueller Mißbrauch?
„Sexueller Mißbrauch von Kindern läßt sich definieren als Ausbeutung eines Kin-des durch einen Erwachsenen, indem der Erwachsene das Kind als Objekt zur Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse benutzt. Dabei nützt der Ältere seine Macht und Autorität aus, um seine eigenen Interessen durchzusetzen“ (vgl. Petra Knödel- Koch, S.10). Hierzu zählt nicht nur der vollendete Geschlechtsverkehr, sondern jede sexuell motivierende Handlung. „Darunter fallen heimliche, vorsichtige Berührungen, Exhibitionismus, Beobachtungen von Mädchen beim Waschen, Baden oder auf der Toilette, Manipulationen an den Genitalien der Mädchen, Oralverkehr und Penetration durch Vergewaltigung“ (Gutjahr/Schrader, S.23). Aus medizinischer Sicht ist es ein traumatisches Erlebnis, das verbunden ist mit konkreten körperlichen Traumata und das zu psychische Sofort -, Früh - oder Spätfolgen führen kann. Der sexuelle Mißbrauch umfaßt alles, was die sexuelle Selbstbestimmung des Mädchen verletzt und zerstört. Es ist kein Problem bestimmter Randgruppen, sondern kommt in allen gesellschaftlichen Schichten vor. Eine Untersuchung von 1981 ergab, daß 47,5% der Familien aus der Arbeiterschicht und 52,5% aus der Mittelschicht stammen. Nicht der soziale Status, sondern die innerfamiliäre Situation spielt eine Rolle. Zu fast 100% sind Männer die Täter. In 50- 70% aller Fälle ist der Vater der Täter. Der Rest sind enge Verwandte, gute Bekannte, Freunde und Nachbarn. Es sind Männer jeder Altersklasse. 70 bis 90 % der Sexualopfer waren Mädchen und Frauen.
Mit der Berücksichtigung der Dunkelziffer werden 150.000 bis 300.000 Kinder pro Jahr in Deutschland sexuell mißbraucht. In einigen Fällen sind sogar die Mütter der Mädchen während des Mißbrauchs anwesend, und versuchen ihn noch nicht einmal zu verhindern. Auch sie wollen häufig das „Geheimnis“ verbergen aus ihren eigenen Interessen. Der Mißbrauch außerhalb der Familie wird häufiger und schneller angezeigt und wird auch härter bestraft. Ein sicheres Indiz für sexuellen Mißbrauch innerhalb der Familie ist die Geheimhaltung, auch innerhalb der Familie, besonders der Mutter gegenüber und wird vom Täter als „kleines Geheimnis“ zwischen ihm und der Tochter betrachtet. Der innerfamiliäre Mißbrauch findet nur selten einmalig statt. Hat der Täter nur einmal seine Hemmungen überschritten, wird er die Tat immer wieder versuchen zu wiederholen. In der Regel dauern die sexuellen Übergriffe mehrere Jahre an und sind Ausdruck von extremen Konflikten innerhalb des Familiensystems. Das Mädchen wird meist nicht nur als „Sexualpartner“ betrachtet, sondern muß auch die Haushaltsführung und die Verantwortung für die jüngeren Geschwister übernehmen. Es fühlt sich verantwortlich für den Familienerhalt, da die Eltern ihre Ehepartner- Rolle und ihre Elternrolle nicht richtig erfüllen können.
2. Deutungsansätze zur Erklärung des sexuellen Mißbrauches
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