Autor: Diplom-Betriebswirt (FH) Matthias Koston
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik
Details
Jahr: 2004
Seiten: 17
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 463 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-28305-2
Textauszug (computergeneriert)
FH Ingolstadt
Referat SAP R3
Supply Chain Management
14. Juni 2003
Matthias Koston
INHALTSÜBERSICHT 1
1. VORWORT 2
2. HISTORIE DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENT 2
3. DEFINITION DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENT 3
4. WARUM SUPPLY CHAIN MANAGEMENT? – EIN BEISPIEL 3
5. FAKTOREN, DIE DAS SUPPLY CHAIN MANAGEMENT BEGÜNSTIGEN 7
6. IMPLEMENTIERUNG VON SUPPLY CHAIN MANAGEMENT 9
6.1 Positionierung 9
6.2 Postponement 10
6.3 Planung 10
6.4 Pull-Prinzip 11
6.5 Partnerschaft 12
7. ZU BEACHTENDE RANDBEDINGUNGEN BEI DER IMPLEMENTIERUNG 12
8. NUTZENPOTENZIALE DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENTS 13
9. NACHTEILE & PROBLEME BEI DER EINFÜHRUNG EINES SUPPLYCHAIN MANAGEMENTS 14
10. FAZIT 15
11. LITERATURVERZEICHNIS 16
1. Vorwort
Auch wenn es der eine oder andere schon nicht mehr hören mag: das Handlungsumfeld der meisten Unternehmen hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Es ist dynamischer, unvorhersehbarer und turbulenter geworden. Der Wettbewerbsdruck ist enorm gestiegen, nicht zuletzt durch die Internationalisierung der Märkte. Eine Vielzahl in- und ausländischer Unternehmen kämpft mit ihren Produkten um die Konsumenten und bietet ihnen ein immer größer werdendes, fast unüberschaubares Angebot an. Das Ziel, möglichst als Erster die Bedürfnisse der Konsumenten zu befriedigen, führte in den letzten Jahren zu einem Wettlauf, der in immer kürzer werdende Produktlebenszyklen mündete. Diese Entwicklungstendenzen führen dazu, dass die Produkte und die dahinter stehenden Wertschöpfungsketten mehr und mehr von den Konsumentenwünschen gesteuert werden. Der wettbewerbsentscheidende Faktor, dem Käufer sein individuelles Produkt so schnell als möglich zu liefern, kann aber nicht mehr alleine von den letzten Gliedern der Kette, den Endproduzenten oder dem Handel umgesetzt werden. Die Unternehmen der gesamten Wertschöpfungsketten müssen Hand in Hand arbeiten, um den Kundenbedarf hinsichtlich Produktauswahl, Verfügbarkeit und Preis bei gleichzeitig rationellem Ressourceneinsatz und möglichst geringen Beständen zu befriedigen.
Die gesamte Wertschöpfungskette mitsamt den darin stattfindenden Produktions- und Logistikprozesse zu betrachten, wird im Supply Chain Management (SCM) propagiert, das auch in Deutschland in letzter Zeit vermehrt Aufmerksamkeit erhält.1
2. Historie des Supply Chain Management
Die Wurzeln des Supply Chain Managements liegen in den USA. Anfang der 80er Jahre prägten angloamerikanische Consulting-Gesellschaften den Begriff. Die Theorie nahm sich dem Supply Chain Management in den späteren 80er Jahren, wiederum zunächst in den USA, an. Zu den Wegbereitern einer theoretischen Festigung des Begriffs zählen Bothe, Christopher, Davis, Ellram / Cooper und Macbeth / Ferguson. Mittlerweile existiert im angloamerikanischen Sprachraum eine Fachzeitschrift unter gleichem Namen. In Deutschland etablierte sich das Supply Chain Management in Theorie und Praxis Mitte der 90er Jahre, wobei die wissenschaftlichen Arbeiten auf diesem Gebiet hierzulande noch recht dürftig sind.2
3. Definition des Supply Chain Management
Dem interessierten Leser stellt sich natürlich nun die Frage, Was ist Supply Chain Management? Und was bedeutet es?
Schlägt man in einem Wörterbuch die einzelnen Wörter, Supply, Chain und Management nach, so findet man folgende Übersetzungen:
Supply: das Angebot, der Bedarf, die Bedarfsbefriedigung, die Belieferung, die Bereitstellung, der Vorrat
Chain: der Ablauf, die Kette, die Verkettung
Management: die Führung, die Handhabung, die Leitung, die Verwaltung
Für eine begriffliche Klärung bietet sich also die direkte Übersetzung der drei Anglizismen zum „Management der Angebotskette“ nicht an.
Was ist also nun Supply Chain Management?
Kuhn / Hellingrath definieren Supply Chain Management folgendermaßen:3
Supply Chain Management umfasst die Optimierung von Güterströmen durch eine ganzheitliche Betrachtung der Transportkette (Wegekette und Wertschöpfungskette) vom Zulieferer über den Produzenten bis zum Kunden unter Einbeziehung von Zwischenhändlern, Speditionen, Verteilzentren und Logistik-Dienstleister mit den Zielen:
- Verbesserung der Kundenorientierung
- Synchronisation der Versorgung mit dem Bedarf
- Flexibilisierung und bedarfsgerechte Produktion
- Abbau der Bestände entlang der Wertschöpfungskette
4. Warum Supply Chain Management? – Ein Beispiel
Ein Beispiel soll verdeutlichen, wie der Logistikprozess normalerweise in einem Unternehmen ohne Supply Chain Management aussieht und was sich bei der Einführung von Supply Chain Management ändert.
[....]
1 A. Kuhn / H. Hellingrath, Supply Chain Management, Vorwort
2 H. Werner, Supply Chain Management, S. 4
3 A. Kuhn / H. Hellingrath, Supply Chain Management, S. 10
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: