Bilanz: Weiterbildung zwischen ökonomischen und pädagogischen Ansprüchen

Autor: Marion Hacke
Fach: Pädagogik - Erwachsenenbildung

Lesen Sie im E-Book



Details

Veranstaltung: betriebliche Weiterbildung
Institution/Hochschule: Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Lehrstuhl für Andragogik)
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 21
Note: 2
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 226 KB
Archivnummer: V25821
ISBN (E-Book): 978-3-638-28341-0

Textauszug (computergeneriert)

Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Lehrstuhl für Andragogik
Seminar: Betriebliche Weiterbildung
Fachsemester 03

Bilanz: Weiterbildung zwischen ökonomischen
und pädagogischen Ansprüchen

von: Marion Hacke

 


1 Einleitung 3

2 Historischer Abriss des erwachsenenpädagogischen Weiterbildungsanspruchs 4

2.1 Die Weiterbildungssituation der 80er Jahre 4
2.2 Überwindung der Kluft zwischen allgemeiner, politischer und beruflicher/betrieblicher Bildung 5
2.3 Scheitern des neuen „humanisierenden“ Weiterbildungsgedanken 6

3 Der modifizierte Weiterbildungsanspruch 7

3.1 Rolle der Arbeitnehmer: selbstorganisierter Erwerb individueller Kompetenz 8
3.2 Auswirkungen auf die betriebliche Weiterbildung 10

3.2.1 Lernförderndes Klima 10
3.2.2 Individuelles Kosten-Nutzen-Verhältnis 10
3.2.3 Verwertbarkeit des Erlernten 11
3.2.4 Betriebliches Kosten-Nutzen-Verhältnis 12
3.2.5 Grundlegende Veränderung der Organisationskultur 13

3.3 Resümee: die „lernende Organisation“ 14

4 Weiterbildung zwischen pädagogischen und ökonomischen Ansprüchen 15

4.1 Weiterbildung aus pädagogischer Sicht 16
4.2 Weiterbildung aus ökonomischer Sicht 17
4.3 Verbindung der pädagogischen und ökonomischen Perspektive 18

5 Fazit 19

Literatur




1 Einleitung

Neue Forschungsergebnisse und Techniken beeinflussen zunehmend sämtliche Bereiche unseres Lebens. Die Einführung von Neuheiten und der daraus resultierende Adaptionsprozess begleitet seit jeher die Menschheit. Tradierte Ein- und Vorstellungen, Gewohnheiten und Systeme müssen zu Gunsten der Zukunft und des Fortschritts aufgegeben werden. Doch wird dieser Wandel mit dem Fortschreiten der technischen Möglichkeiten immer schneller. Somit wird den Menschen ein immer höheres Maß an Anpassungsfähigkeit und Lernbereitschaft abverlangt, was sich sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben niederschlägt, wobei der Adaptionsprozess in der Berufswelt eine weitaus größere und bedeutendere Rolle spielt, was eine Forcierung der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung bedeutet. Doch oftmals befindet sich die Weiterbildung in der aktuellen Diskussion zwischen zwei Stühlen. Zum Einen muss sie pädagogischen Ansprüchen gerecht werden, zum Anderen muss sie den ökonomisch rationalen Vorstellungen der Betriebe gerecht werden. Zu untersuchen, wie sich dies vollziehen kann, ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit.
Hierzu wird eingangs ein kurzer historischer Abriss des erwachsenenpädagogischen Weiterbildungsanspruchs gegeben, um eine Basis für nachstehende Erläuterungen zu schaffen. Auf der Grundlage dieses Wissens wird in Kapitel 3 der aktuelle Anspruch an die Weiterbildung diskutiert, wobei der Fokus auf die betrieblichen Weiterbildung gerichtet wird. Die Ausführungen des Kapitels 3 bilden die Voraussetzungen für das sich anschließende Kapitel, in dem die Weiterbildung sowohl unter pädagogischer als auch unter ökonomischer Perspektive beleuchtet wird.
Da die Arbeit die theoretische Aufarbeitung des Themas fokussiert, werden keine Angaben zur Verwertbarkeit und erfolgreichen Anwendung dieser Theorien in der Praxis gemacht. Dass sich Theorie und Praxis oftmals scheiden, ist bekannt. Somit ist es selbstverständlich und natürlich, dass nicht alle der erläuterten Gesichtspunkte in der Praxis anzutreffen sind.

2 Historischer Abriss des erwachsenenpädagogischen Weiterbildungsanspruchs

Zunächst soll ein grober Überblick über die Weiterbildungssituation der 80er gegeben werden, um die Ausgangslage für die anschließenden Ausführungen zu erläutern. Im Anschluss daran wird der erwachsenenpädagogischen Leitgedanke der 90er Jahre hinsichtlich Weiterbildung im Beruf und Betrieb dargestellt: Die Überwindung der Kluft zwischen allgemeiner, politischer und beruflicher/betrieblicher Bildung. Hierbei werden ohne Anspruch auf Vollständigkeit einige Argumente für diese These erläutert. Im letzten Kapitel wird aufgezeigt, welche Schwächen die zuvor diskutierte These enthält und woran sich letztendlich zerbrochen ist.

2.1 Die Weiterbildungssituation der 80er Jahre

Bis zu den frühern 80er Jahren wurde berufliche und betriebliche Weiterbildung als einliniges fach- und prozeßbezogenes Berufslernen gesehen. Die Weiterbildungsmaßnahmen der Betriebe wurden von ihrem eigenen Qualifikationsbedarf abgeleitet (vgl. Arnold zit. nach Ahlheim 1996, S. 94). Aus dieser einseitig orientierten Vermittlung von reinem funktionsbezogenen Fachwissen blieb die allgemeine und politische Bildung ausgeklammert (vgl. Strunk 1988, S. 27). Doch Anfang der 90er Jahre änderte sich das Kräfteverhältnis und „der Gegensatz zwischen ,Bildung’ und ,Qualifikation’, der noch bis in die 80er Jahre die erwachsenenpädagogische Diskussion mitgeprägt hat, löst sich auf“ (Sander zit. nach Ahlheim 1996, S. 85). Denn allgemeine und politische Bildung und Berufsbildung verschmelzen dann, wenn der Arbeitnehmer als Mensch, als Persönlichkeit im Mittelpunkt steht und nicht mehr als bloße Arbeitskraft respektive nur als ein Produktionsfaktor gesehen wird. (vgl. Sanders und Nuissl zit. nach Ahlheim 1996, S. 85f). Und in der Tat wurde zunehmend die Bedeutung der Persönlichkeit des Arbeitnehmers entdeckt (vgl. Ahlheim 1996, S. 89ff).

2.2 Überwindung der Kluft zwischen allgemeiner, politischer und beruflicher/betrieblicher Bildung

[...]

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/25821/