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Termpaper, 2001, 14 Pages
Author: M.A. Thomas Kuta
Subject: Philosophy - Philosophy of the Present
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Excerpt (computer-generated)
Die Erotik der Kunst. Die ästhetische
Erfahrung bei Susan Sontag
von: Thomas Kuta
2. Semester
Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkung 3
1. Historische und kulturelle Einordnung 4
2. Susan Sontag – Zur Person 6
3. Trennung von Form und Inhalt in der Kunst 7
4. Der Inhalt und seine Interpretation 8
4.1 Der Interpretationsbegriff bei Susan Sontag 8
4.2 Die Kritik der Interpretation als eine Kritik der zeitgenössischen Rezeption 9
5. Sontags Idee einer neuen ästhetischen Erfahrung 11
6. Schlussbemerkung 13
Literatur- und Abbildungsverzeichnis 14
Vorbemerkung
Für eine Hausarbeit über die Erotik der Kunst bzw. die ästhetische Rezeption bei Susan Sontag entschied ich mich aus folgendem Grund: Zum einen las ich im Herbst des letzten Jahres einen Artikel von der Berliner Kulturwissenschaftlerin Claudia Benthien in der Wochenzeitung Die Zeit über ihr Forschen der von Susan Sontags entworfenen Ästhetik des Schweigens. Dies machte mich neugierig und so stieß ich, ohne einen Originaltext von ihr gelesen zu haben, auf die Darstellung Sontags von Axel Spree in Ästhetik und Kunstphilosophie1. Da mich ihre anti-hermeneutisch ästhetische Position interessierte, und dies vor einem umfassenden Hintergrund verschiedener Kunstgattungen, entschied ich mich, im Rahmen der Veranstaltung Einführung in die Ästhetik von Herrn Prof. Dr. Werner Strube, eine schriftliche Hausarbeit darüber zu verfassen. Als Grundlage meiner Arbeit benutze ich die Originaltexte von Susan Sontag, zusammengefasst in einem Reader (hier vor allem den Essay Against Interpretation), die deutsche Übersetzung des Essays von Mark W. Rien und die Dissertation von Axel Spree Kritik der Interpretation (siehe Literaturverzeichnis).
Ich beginne meine Hausarbeit mit einer kurzen historischen und kulturellen Einordnung der 60er Jahre, da sowohl die Position als auch die Motivation Sontags vor diesem entsprechenden Hintergrund verstanden werden kann. Nach kurzen biographischen Angaben zu Leben und Werken, fahre ich im Anschluss mit der Erläuterung von Sontags Kritik der herrschenden Kunstrezeption fort, welche die Voraussetzung ihres neuen ästhetischen Entwurfes ist. Dabei gehe ich zunächst auf die Trennung von Form und Inhalt in der Kunst ein, dann auf die Art und Weise, wie ein Inhalt verstanden bzw. rezipiert wird. Die Interpretation, welche Sontag als Mittel der Kunstauffassung und -kritik am vehementesten angreift, steht dabei u.a. im Vordergrund. Nach dieser Kritik der herrschenden zeitgenössischen Rezeption führe ich die von Sontag angebotene Alternative zur Interpretation aus. Längere Zitate des Essays werde ich bezüglich der Authentizität im Original zitieren, in Sätzen eingebaute Zitate nach der oben angegebenen Übersetzung.
1 Historische und kulturelle Einordnung
Susan Sontags Essays zur Interpretationskritik entstanden in den sechziger Jahren als eine „[...] Reaktion auf die Veränderungen der künstlerischen Praxis seit den fünfziger Jahren [...]“2 in Amerika. In der darstellenden Kunst resp. in der Malerei entstand auf der einen Seite der dem Surrealismus entstammende Abstrakte Expressionismus. Künstler, die diese Richtung prägten, stellten subjektive, vom Verstand befreite Empfindungen dar und benutzen die Leinwand als Aktionsfläche ihrer sehr expressiven Malweise. Ihr Hauptvertreter war u.a. Jackson Pollock und Willem de Kooning. Abb. 01: Jackson Pollock „Out of Action“ 1948 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden] Als Gegenbewegung zum Abstrakten Expressionismus entwickelte sich in den 50ern die Pop-Art, welche in den 60ern zu ihrer Blütezeit gelangte. Das Darstellen von subjektiven Befindlichkeiten wurde durch gegenständliches Abbilden zum Teil alltäglicher Objekte ersetzt. Farbe und Form stehen eindeutig dominant im Vordergrund dieser Schaffensperiode. Bekannt wurden mit ihren Werken in den USA unter anderen Andy Warhol, Roy Lichtenstein und Claes Oldenburg. Von einem übergeordneten Ideal in der Kunst verabschiedeten sich auch in der Literatur immer mehr Künstler. „Der offene Widerspruch zwischen dem Ideal moderner Kunst und den zeitgenössischen künstlerischen Äußerungen führte schließlich zum Bewusstsein vom Ende der klassischen Moderne [...]“3
[...]
1 Nida-Rümelin, Julian; Betzler, Monika (Hrsg.): „Ästhetik und Kunstphilosophie von der Antike bis zur Gegenwart“ Stuttgart 1998 (hier S. 762-765)
2 Spree, Axel: „Kritik der Interpretation“ Paderborn 1995, S.60
3 Spree „Kritik“ a.a.O., S. 62
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