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Forschungsarbeit, 2004, 8 Seiten
Autoren: Dr. Johann Sebastian Kann, Sascha Mundstein
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre
Details
Institut: Gesellschaft für Management Grundlagenforschung
Tags: Bank, Based, Finanzstabilität, Round, Tables, Austrian, Management, Research, Institute
Jahr: 2004
Seiten: 8
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-28531-5
Dateigröße: 207 KB
Die Arbeit wurde an der Gesellschaft für Management Grundlagenforschung (Austrian Management Research Institute) in Wien als Forschungsarbeit publiziert.
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Textauszug (computergeneriert)
Bank Based Finanzstabilität
von: Johann Sebastian Kann
1. Einführung in die moderne Finanzintermediationstheorie 2
2. Banken werden in Finanzsystemen eine immer größere Rolle spielen 6
3. Das Finanzsystems befindet sich in einem dynamischen Transformationsprozess 7
4. Zusammenfassung und Erkenntnisse für die Praxis 8
Literaturverzeichnis: 9
1. Einführung in die moderne Finanzintermediationstheorie
Ein spezieller Forschungszweig in der modernen Finanzmarkttheorie beschäftigt sich mit den komplizierten Zusammenhängen zwischen Finanzinstitutionen, Finanz- und Kapitalmarktrecht und Wirtschaftswachstum bzw. zwischen institutionell unterschiedlich ausgestalteten Finanzmarktsystemen und ihrer Bedeutung für den wirtschaftlichen Wachstumsprozess. Im Zentrum dieser Diskussion steht u. a. die Frage, ob bank-orientierte (relationship-based) oder markt-orientierte (arm′s-length) Finanzmarktsysteme die stärkere wachstumsfördernde Wirkung entfalten. Die bisher verfügbare empirische Evidenz lässt in dieser Hinsicht keine eindeutige Wertung zu; sie deutet mehrheitlich eher darauf hin, dass für die Wachstumswirksamkeit des jeweiligen Finanzmarktsystems vor allem die „Qualität des Rechtssystems“ und des „Rechtsvollzugs“ (unabhängige und effiziente Gerichtsbarkeit) entscheidend ist. Einen guten Überblick über die neueren Erkenntnisse zu diesem Themenbereich geben die wissenschaftlichen Arbeiten von Rajan – Zingales (1999).12 Trotz New Economy Bubble und diverser Bilanzskandale in den USA oder Grossbritannien lässt sich aktuell dennoch eine immer wichtiger werdende Rolle von kapitalmarktorientierten Märkten im Finanzsystem zu erkennen. Im folgenden analysiert der Autor, dem aktuellen Trend entgegen, die These, dass bankorientierte Finanzsysteme marktorientierten Finanzsystemen zu bevorzugen sind, wenn der Aspekt der „Finanzmarktstabilität“ im Vordergrund der Analyse steht. Grundlage zur Überprüfung seiner These ist das IMF Article IV Konsultationspapier 2004 für Österreich. Dieses überprüfte das österreichische Finanzsystem hinlänglich seiner Anfälligkeit für Finanzmarktinstabilitäten, gegenüber exogenen Finanzmarktschocks. Stresstests untersuchten, ob in Österreich ausreichende Absicherungen in diesem Zusammenhang zu finden sind. „Finanzmarktstabilität“ wird, parallel zum einhergehenden Volumenswachstum der Finanzmärkte, für nationale Volkswirtschaften immer wichtiger, denn ein effizient funktionierendes Finanzsystem leistet einen elementaren Beitrag für Wirtschaftswachstum, Produktivität und Beschäftigung. Nicht zuletzt ist ein stabiles Finanzsystem als Voraussetzung für eine verbesserte Kapitalallokation zu sehen, es trägt dazu bei, die Kosten von Finanzdienstleistungen niedrig zu halten, es erleichtert den Ausgleich der unterschiedlichen Präferenzen zwischen Anlegern und Kreditnehmern, und es bietet mehr Möglichkeiten der Risikoabsicherung. determiniert wird (z. B. durch die Sparquote), ist in diesem konkreten Kontext der empirischen Wachstumsforschung nur sehr schwer zu entkräften: "In the absence of a well-accepted theory of growth, the list of potential omitted variables that financial-sector development might be a proxy for is large, and the explanatory variables to include a matter of conjecture". Die Lösung des Kausalitätsproblems wird dadurch erschwert, dass die in den meisten bisherigen empirischen Studien zur Erfassung der Finanzmarktentwicklung verwendeten Variablen (z. B. Anteil der Börsenkapitalisierung am Bruttoinlandsprodukt, Anteil der Bankdirektkredite an den privaten Sektor am Bruttoinlandsprodukt) eher das Antizipationspotential von Finanzmärkten abbildeten und damit sogenannten „leading indicators“ näher waren, als einem kausalen Faktor von realwirtschaftlichem Wachstum. Rajan – Zingales, machten bereits 1998 erste Versuche, das Problem von "reverse causality" zu entschärfen.
Die Ergebnisse des Financial Sector Assessment Program des IWF zu Österreich
[...]
1 Rajan, Raghuram G.; Zingales, Luigi (1999): Financial systems, industrial structure, and growth, University of Chicago, Mimeo.
2 Empririschen Wachstumsanalysen leiden generell aufgrund des Fehlens eines wachstumstheoretischen Referenzmodells in einem besonders hohen Maß am Problem der "common omitted variable". Das Argument, dass das Pro-Kopf- Einkommenswachstum und die Entwicklung des Finanzmarktsystems von einem gemeinsamen, in den Analysen unberücksichtigt gebliebenen Faktor
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