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Going Public - Eine kritische Beurteilung der Eigenkapitalbeschaffung österreichischer Unternehmen über die Börse

Scholary Paper (Seminar), 2003, 34 Pages
Author: Markus Slamanig
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 34
Grade: 1 (Sehr Gut)
Language: German
Archive No.: V26251
ISBN (E-book): 978-3-638-28649-7
ISBN (Book): 978-3-640-42924-0
File size: 309 KB

Abstract

Angesichts der derzeit vorherrschenden Wirtschaftslage sind Unternehmungen stets mit neuen Herausforderungen und Problemen konfrontiert. Fundamentale Veränderungen in technologischer, gesetzlicher, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht schufen vollkommen veränderte Rahmenbedingungen für Unternehmen. Globale, international konvergierende Märkte, geprägt von Liberalismus und Deregulierung, eröffneten nicht nur neue Chancen, sondern auch Gefahren. Auch aus finanzwirtschaftlicher Sicht erhob sich die Forderung nach neuen Finanzinnovationen. Zudem Existenz und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens merklich durch dessen Kapitalausstattung determiniert werden, ein Mangel hinsichtlich des Kapitals, sei dies nun Fremd- oder Eigenkapital, enormen Einfluss auf die Strategie und eventueller Expansionspläne von Unternehmen ausübt, ist somit mit besonderer Sorgfalt auf eine adäquate Unternehmensfinanzierung Bedacht zu nehmen. In Anbetracht international dominierender Unternehmen, die in Bereichen wie F&E, Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Innovationsfähigkeit allen voran sind, fällt auf, dass die meisten durch Börsengänge finanziert sind. Vor dem Hintergrund der eben angeführten Faktoren, wird im Rahmen dieser Arbeit der Aspekt der Publikumsfinanzierung näher betrachtet. Nach einer allgemeinen Begriffsklärung und Abgrenzung von anderen Finanzierungsinstrumenten, werden mögliche Gründe und Erfolgsfaktoren des Going Public erläutert. Im weiteren Verlauf wird ein Überblick über die wesentlichsten Voraussetzungen einer Going Public Finanzierung gegeben, bis letztlich das Augenmerk auf aktuelle Entwicklungen gelenkt wird und die Arbeit mit einem Resümee abschließt.


Excerpt (computer-generated)

Going Public

von: Markus Slamanig

5. Semester

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 1

2 Going Public im Kontext der Unternehmensfinanzierung  1

2.1 Systematische Einordnung ins Finanzierungsspektrum 1
2.2 Zum Begriff des Going Public  2

3 Grundsätzliche Vorüberlegungen im Rahmen des Going Public 3

3.1 Argumente für einen Börsengang  3

3.1.1 Eigenkapitalstärkung und Wachstumsfinanzierung  3
3.1.2 Erschließung neuer Finanzierungsquellen 4
3.1.3 Zukunftssicherung des Unternehmens  5
3.1.4 Positive Publizitätswirkung 6
3.1.5 Weitere Motive 6

3.2 Argumente gegen einen Börsengang  8

3.2.1 Negative Publizitätswirkung  8
3.2.2 Kostenfaktor  9
3.2.3 Zeitfaktor und Koordinationsaufwand  9
3.2.4 Gefahr der Überfremdung  10
3.2.5 Weitere Nachteile  11

4 Voraussetzungen für ein erfolgreiches Going Public 11

4.1 Wirtschaftliche Börsenreife  12
4.2 Technische Börsenreife 13

5 Relevanz der Wahl des Börsenplatzes und des Börsensegments 15

5.1 Vorteilhaftigkeitsvergleich verschiedener Börsenplätze 15
5.2 Marktsegmente der Wiener Börse 16

6 Aktuelle Entwicklung  19

7 Kritische Würdigung  20

Verzeichnisse III
 


 

 

1 Einleitung

Angesichts der derzeit vorherrschenden Wirtschaftslage sind Unternehmungen stets mit neuen Herausforderungen und Problemen konfrontiert. Fundamentale Veränderungen in technologischer, gesetzlicher, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht schufen vollkommen veränderte Rahmenbedingungen für Unternehmen. Globale, international konvergierende Märkte, geprägt von Liberalismus und Deregulierung, eröffneten nicht nur neue Chancen, sondern auch Gefahren. Auch aus finanzwirtschaftlicher Sicht erhob sich die Forderung nach neuen Finanzinnovationen.1

Zudem Existenz und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens merklich durch dessen Kapitalausstattung determiniert werden, ein Mangel hinsichtlich des Kapitals, sei dies nun Fremd- oder Eigenkapital, enormen Einfluss auf die Strategie und eventueller Expansionspläne von Unternehmen ausübt, ist somit mit besonderer Sorgfalt auf eine adäquate Unternehmensfinanzierung Bedacht zu nehmen.2 In Anbetracht international dominierender Unternehmen, die in Bereichen wie F&E, Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Innovationsfähigkeit allen voran sind, fällt auf, dass die meisten durch Börsengänge finanziert sind.3 Vor dem Hintergrund der eben angeführten Faktoren, wird im Rahmen dieser Arbeit der Aspekt der Publikumsfinanzierung näher betrachtet. Nach einer allgemeinen Begriffsklärung und Abgrenzung von anderen Finanzierungsinstrumenten, werden mögliche Gründe und Erfolgsfaktoren des Going Public erläutert. Im weiteren Verlauf wird ein Überblick über die wesentlichsten Voraussetzungen einer Going Public Finanzierung gegeben, bis letztlich das Augenmerk auf aktuelle Entwicklungen gelenkt wird und die Arbeit mit einem Resümee abschließt.

2 Going Public im Kontext der Unternehmensfinanzierung

2.1 Systematische Einordnung ins Finanzierungsspektrum

Im Hinblick der reichhaltigen Variantenvielfalt differenzierender Finanzierungsformen lässt sich das Going Public sowohl dem Bereich der Außenfinanzierung, als auch der Eigenfinanzierung zuordnen. Demgemäß wird das Kapital von außen zugeführt und resultiert nicht aus dem betrieblichen Umsatzprozess.4 Zudem die Kapitalbeschaffung im Rahmen einer Beteiligungsfinanzierung mittels Ausgabe von Aktien erfolgt, ist das lukrierte Kapital als Eigenkapital5 zu typisieren.6 Der Kapitalgeber bzw. Aktionär ist direkt am Unternehmen und dessen Wertsteigerung beteiligt und hat nach Maßgabe der Höhe des Anteils entsprechende Mitsprache- und Kontrollrechte.7

2.2 Zum Begriff des Going Public

Das Going Public bedingt einer Börse. Darunter wird einerseits die Organisation und Institution verstanden, die notwendig ist, um einen vorschrifts- und börsenmäßigen Handel zu ermöglichen, andererseits auch der nach Gesetz von Angebot und Nachfrage funktionierende Markt.8 Going Public, als Synonym für Initial Public Offering (kurz: IPO), Börsengang oder Neuemission bezeichnet die Umgestaltung eines bis dato privaten Unternehmens in eine Publikumsgesellschaft9 und damit einhergehender Börseneinführung von Aktien.10 In diesem Sinne charakterisieren „Erstemissionen ... die erstmalige Veräußerung von Aktien als verbriefte Anteile an externe Kapitalgeber“11 an der Börse. Der Ausdruck Publikumsgesellschaft bzw. Publikumsaktiengesellschaft bezeichnet jenen Typus von Aktiengesellschaft, die Aktien emittiert.12 Dem gemäß erfolgt die Eigenmittelbeschaffung über den Markt für Neuemissionen, den sog. Primärmarkt,13 an dem sich Emittenten als Verkäufer und Investoren als Käufer, meist unter Zwischenschaltung von Kreditinstituten, gegenüberstehen.14 Im Zuge des Börsengangs wendet sich das Unternehmen an ein breit gestreutes Anlegerpublikum, das zwar höhere finanzielle Beteiligungen aufweist, jedoch i.d.R. keine Managementunterstützung zur Verfügung stellt. Das so von den Aktionären eingebrachte Eigenkapital wird auch als Public Equity bzw. Börsenkapital bezeichnet.15 Grundsätzlich können zwei Formen des IPO unterschieden werden: Einerseits die Ausgabe neuer Aktien in Form einer Kapitalerhöhung (Primary Offering) und andererseits der Verkauf alter Aktien von den bisherigen Aktionären (Secondary Offering). Da Zweitgenanntes den Eigentümern Kapital zuführt, sich jedoch nicht unmittelbar auf die Kapitalstruktur der AG auswirkt,16 wird der Fokus dieser Arbeit auf erstgenannten Aspekt gerichtet.

3 Grundsätzliche Vorüberlegungen im Rahmen des Going Public

3.1 Argumente für einen Börsengang

[...]


1 vgl. hierzu stellvertretend Seicht [Finanzierung 1997], S. 224ff; Küffer [mittelständisches Unternehmen 1992], S. 5

2 vgl. Pernsteiner [Publikumsfinanzierung 1996], S. 11; Schürmann [Familienunternehmen 1997], S. 1; Rödl [Going Public 2000], S. 15f

3 vgl. Leitinger [Venture Capital 2000], S. 304

4 vgl. Seicht [Finanzierung 1997], S. 171f; Lechner [Einführung 2001], S. 219ff

5 Eine Gegenüberstellung von EK und FK liefert Perridon [Finanzwirtschaft 2002], S. 354ff

6 vgl. Busse [Finanzwirtschaft 1996], S. 48ff; Thommen [Betriebswirtschaftslehre 2001], S. 469ff

7 vgl. Leitinger [Venture Capital 2000], S. 63f

8 vgl. Rödl [Going Public 2000], S. 31f; Schürmann [Familienunternehmen 1997], S. 8f; Lechner [Einführung 2001], S. 245

9 vgl. Thommen [Betriebswirtschaftslehre 2001], S. 500; Lechner [Einführung 2001], S. 244

10 vgl. Rödl [Going Public 2000], S. 17

11 Perridon [Finanzwirtschaft 2002], S. 371

12 vgl. Busse [Finanzwirtschaft 1996], S. 73

13 vgl. Schiltknecht [Eigenkapitalbeschaffung 1995], S.35

14 vgl. Perridon [Finanzwirtschaft 2002], S. 170

15 vgl. Leitinger [Venture Capital 2000], S. 290f, S. 89

16 vgl. Fiala [AGM 1999], S. 237


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