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Historische Entwicklung der Pressefreiheit

Termpaper, 2003, 14 Pages
Author: Snejana Iovtcheva
Subject: Communications - Media History

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 14
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 2  Entries
Language: German
Archive No.: V26356
ISBN (E-book): 978-3-638-28715-9

File size: 221 KB
Notes :



Abstract

Die folgende Arbeit stützt sich primär auf das Buch von Löffler, Martin: „Pressrecht“. 2 Auflage, 1969. Ziel der Arbeit ist es die Ursprünge der Pressefreiheit von der Antike, bis hin zur heutigen Entwicklung der Presse in der Bundesrepublik zu verfolgen. Orientiert an die historischen Entwicklungen, soll die wechselhafte Geschichte der Presse und der Freiheit der Presse geschildert werden. Verstanden in erster Linie als Abwehrrecht gegen den Staat, musste das Recht zur Pressefreiheit einen langen und steinigen Weg gehen und sich gegen viele einschränkende Maßnahmen wie Zensur, Lizenzzwang und Sonderbesteuerungen durchschlagen, bis die Pressefreiheit erst 1949 in Art 5, Abs.1 des Grundgesetzes verankert wurde und damit durch die Verfassung garantiert ist.


Excerpt (computer-generated)

Historische Entwicklung der Pressefreiheit

von: Snejana Iovtcheva

 


INHALTSVERZEICHNIS

1. Einführung S. 3

2. Die Anfängen in der Antike S.3

3. Das kirchliche Mittelalter S.4

4. Die Erfindung Gutenbergs S.5

5. Die Aufklärung S.6

6. Die Presse im Bismarckschen Kaiserreich S.9

7. Pressefreiheit in der Weimarer Republik S.10

8. Die Presse während des Nationalsozialismus S.11

9. Das Lizenzierungs-System der Besatzungsmacht S.12

10. Die Entwicklung der Presse in der BRD S.13

11. Literaturverzeichnis S.15





1. Einführung

Die folgende Arbeit stützt sich primär auf das Buch von Löffler, Martin: „Pressrecht“. 2 Auflage, 1969. Ziel der Arbeit ist es die Ursprünge der Pressefreiheit von der Antike, bis hin zur heutigen Entwicklung der Presse in der Bundesrepublik zu verfolgen. Orientiert an die historischen Entwicklungen, soll die wechselhafte Geschichte der Presse und der Freiheit der Presse geschildert werden. Das Presserecht unterlag über die Jahrhunderte einen ständigen Wandel. Verstanden in erster Linie als Abwehrrecht gegen den Staat, musste das Recht zur Pressefreiheit einen langen und steinigen Weg gehen und sich gegen viele einschränkende Maßnahmen wie Zensur, Lizenzzwang und Sonderbesteuerungen durchschlagen, bis die Pressefreiheit erst 1949 in Art 5, Abs.1 des Grundgesetzes verankert wurde und damit durch die Verfassung garantiert ist.

2. Die Anfänge in der Antike

In der Antike bestand bereits ein blühender Buchhandel mit den Zentren Athen, Alexandria und Rom. Vervielfältigungsfirmen ermöglichten durch gleichzeitiges Diktieren an zahlreiche Schreiber die Herstellung größerer Buchauflagen, die in der ganzen damaligen Welt verbreitet wurden. Bereits Alexander der Große ließ die neuesten Nachrichten sammeln und auf Papyrusrollen niederschreiben. Diesem Vorbild folgten auch die Römer. Nach Vorbild von Alexandria wurde in Rom die erste Staatsbibliothek errichtet. In eine „römische Staatszeitung“, die im ganzen Imperium verbreitet wurde, erschienen regelmäßig amtliche Bekanntmachungen. Die antiken Autoren kannten keinen Urheberechtschutz. Ihre Werke waren ungeschützt. Ein Presserecht wurde auch nicht entwickelt. Die Redefreiheit wurde als das Recht des freien Bürgers verstanden. Das Recht auf Meinungsfreiheit wurde nach griechischem Vorbild in der römischen Republik sogar gesetzlich Anerkannt. Lediglich in Bestimmungen zum Schutze des römischen Ehrgefühls, hatte der Beleidigte einen Anspruch auf Bußgeld. Im Jahre 411 v. Chr. fand in Athen eine erste bekannte Verbrennung von Büchern des Philosophen Protagoras, der sich kritisch gegen die etablierten Vorstellungen von den Göttern geäußert hatte. Dieses Akt soll aber nur zur Protest gedient haben und blieb eine Ausnahme. Die antike Freiheit fand ihren Ende, als das Christentum unter Konstantin 324 n. Chr. zur Staatsreligion erhoben wurde. Seitdem wurden alle nichtchristlichen Schriften einer harten Verfolgung ausgesetzt.

3. Das kirchliche Mittelalter

Die christliche Freiheitsgedanke unterschied sich grundlegend vom Freiheitsbegriff der Antike. Freiheit bedeutete nach christlichem Verständnis die Befreiung der Seele von der Sünde. Demzufolge war das christliche Freiheitsbegriff mit sozialer und politischer Unfreiheit durchaus vereinbart. Jede Abweichende religiöse oder wissenschaftliche Anschauung wurde durch die Kirche überwacht und verfolgt. Diese Intoleranz gegenüber Andersdenkenden führte zu einer jahrhundertelanger Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Durch die Einführung der Inquisition durch Papst Lucius III in 1184 n. Chr. wurden alle als „ketzerisch“ erklärten Schriften vernichtet und die Autoren zum Feuertod verurteilt. Man ging viel weiter, indem man mittels Folter sogar die geheimen Gedanken erzwungen wollte und somit nicht nur die freie Meinungsäußerung, sondern auch die Denkfreiheit einzuschränken versuchte. Zur Zeiten der Reformation richtete sich die Hauptaufmerksamkeit der Inquisitoren auf die Anhänger der Lehre Martin Luthers. Seine vor allem vom Papst und vom römisch-deutschen Kaiser als ketzerisch verstandenen Schriften sowie später auch seine in Eisenach entstandene Bibel-Übersetzung sollten vernichtet werden. Die von der Inquisition ausgeübte Nachzensur reichte zu dieser Zeit völlig aus, um die wenigen handschriftlich hergestellten Werke kontrollieren zu können.

4. Die Erfindung Gutenbergs

[...]


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