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Scholary Paper (Seminar), 2003, 44 Pages
Author: Karin Surger
Subject: Economics / Business: Industrial Management
Details
Institution/College: Nürtingen University
Tags: Produktionsverlagerung, Ausland, Oberseminar
Year: 2003
Pages: 44
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-28863-7
File size: 215 KB
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Excerpt (computer-generated)
Produktionsverlagerung ins Ausland
von: Karin Surger
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Begriffe und theoretische Ansätze zur Produktionsverlagerung 3
2.1 Begriffsdefinitionen 3
2.1.1 Produktions- bzw. Standortverlagerung 3
2.1.2 Betriebliche Standortwahl 4
2.1.3 Direktinvestitionen 5
2.2 Theoretische Ansätze zur Erklärung der Verlagerungsentscheidung 5
2.2.1 Konzept des Standortwettbewerbs 5
2.2.2 Theorien zu Direktinvestitionen 6
2.2.3 Ansatz von Hirschmann (mikroökonomische Theorie) 7
2.2.4 Theorien räumlicher Mobilität 8
2.2.5 Situativer Ansatz der Organisationslehre 9
3 Einflussfaktoren bei der Entscheidung über eine Produktionsverlagerung 10
3.1 Standortfaktoren 10
3.1.1 Standortfaktoren nach Weber 10
3.1.2 Standortfaktoren nach Behrens 11
3.1.3 Standortfaktoren nach Hansmann 12
3.2 Motive für die Verlagerung der Produktion ins Ausland 12
3.2.1 Ökonomische Motive 13
3.2.2 Regulative Motive 14
3.2.3 Beschaffungsmotive 15
3.2.4 Absatz- und Wettbewerbsmotive 15
3.2.5 sonstige Motive 16
3.2.6 Graphische Übersicht über häufig genannte Verlagerungsmotive 17
3.3 Risiken bei einer Verlagerung der Produktion ins Ausland 18
3.3.1 Hemmnisse nach Jansen 19
3.3.2 Kostenaufkommen und organisatorische Hemmnisse 19
3.3.3 Kritische Umfeldbegebenheiten im Ausland 20
3.3.4 Sonstige Barrieren 21
3.4 Methoden zur Produktionsstandortwahl 21
3.4.1 Makrostandortwahl 21
3.4.2 Mikrostandortwahl 22
3.5 Unternehmensspezifische Einflussgrößen auf eine Produktionsverlagerung 23
4 Gestaltungsfelder bei der Produktionsverlagerung ins Ausland 26
4.1 Produktionsprogrammplanung im Rahmen einer Produktionsverlagerung 26
4.1.1 Produktauswahl bei der Produktionsverlagerung ins Ausland 27
4.1.2 Prozessauswahl bei der Produktionsverlagerung ins Ausland 27
4.2 Zwischenbetriebliche Logistik und Informationsfluss 28
4.3 Bevorzugte Zielregionen bei einer Produktionsverlagerung 29
4.4 Formen einer Produktionsverlagerung 31
4.4.1 Eigentumsformen bei einer Produktionsverlagerung 31
4.4.2 Beteiligungsformen und Kooperationen bei einer Produktionsverlagerung 31
5 Bedeutung von Produktionsverlagerungen für den Standort Deutschland 33
5.1 Auswirkungen von Auslandsverlagerungen auf Deutschland 33
5.2 Handlungsansätze für den Standort Deutschland 34
6 Schlussbetrachtung 36
Quellenverzeichnis 37
1 Einleitung
Das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Anfang diesen Jahres lautete: „Alarmierend viele Firmen planen Produktionsverlagerungen ins Ausland“1. Fast jedes vierte Industrieunternehmen plant laut dieser Umfrage eine Produktionsverlagerung ins Ausland, 1999 war es nur jedes fünfte. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen gewinnt diese Alternative zunehmend an Attraktivität. Bei einer Produktionsverlagerung ins Ausland verlegen Unternehmen ganze Betriebsstätten oder Teile davon in ein anderes Land. Den Hauptgrund stellen nach wie vor die häufig diskutierten hohen Arbeitskosten am Standort Deutschland dar. Darüber hinaus existieren noch zahlreiche weitere Aspekte, die für eine Auslandsproduktion sprechen.
Die zunehmende Globalisierung fordert inzwischen weitgehend eine internationale Präsenz von Unternehmen, um den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden und so am Markt bestehen zu können. Dabei hat sich der Umfang der Verlagerungsfrage ausgeweitet. In der Diskussion stehen heute nicht mehr hauptsächlich lohnintensive Unternehmensteile, sondern zunehmend auch kapital- und wissensintensive Aktivitäten. Der Standort Deutschland scheint immer mehr an Attraktivität für die Unternehmen zu verlieren. Diese Entwicklung birgt Gefahren für den Standort Deutschland und stellt der Wirtschaftspolitik neue Aufgaben. Die wachsende Bedeutung dieser Produktionsalternative für Unternehmen sowie die daraus für den Standort Deutschland entstehende Problematik motivierten zur Verfassung dieser Seminararbeit. Zunächst werden wichtige Begriffe definiert und theoretische Erklärungsansätze zur Identifikation von Bestimmungsfaktoren der Produktionsverlagerungsentscheidung vorgestellt. Anschließend zeigt die Seminararbeit Entscheidungsgründe sowie mögliche Risiken für Unternehmen auf und beschreibt Methoden zur Produktionsverlagerung ins Ausland Seite 2 Entscheidungsfindung. Daneben wird auf den Einfluss unternehmensspezifischer Größen bei der Entscheidung für eine Produktionsverlagerung eingegangen. Mit der Ausgestaltung befasst sich der darauf folgende Abschnitt. Aspekte wie der Umfang der Verlagerung, die Zielregionen und die Eigentumsfrage werden hier näher betrachtet. Abschließend stehen die Auswirkungen einer Produktionsverlagerung ins Ausland auf den Standort Deutschland und diskutierte Handlungsansätze im Mittelpunkt der Betrachtung.
2 Begriffe und theoretische Ansätze zur Produktionsverlagerung
2.1 Begriffsdefinitionen
Zu Beginn dieser Arbeit werden wichtige Begriffe zu dieser Thematik definiert.
2.1.1 Produktions- bzw. Standortverlagerung
Zunächst soll geklärt werden, welche Sachverhalte unter den Begriff der Produktionsverlagerung fallen. Nach der Auffassung von Sälzer ist hierunter ‚die Stilllegung des bisherigen und die Konstituierung eines neuen Standortes’ zu verstehen. Bei dieser institutionsorientierten Betrachtungsweise bleibt allerdings die Verlegung nur einzelner Produktionsabschnitte unbeachtet. Aus funktionsorientierter Sichtweise zählt jedoch die Verlagerung nur einzelner Produktionsteile oder bestimmter betrieblicher Grundfunktionen ebenso zu dem Gebiet der Produktionsverlagerungen. Höweling versteht unter einer „Standortverlagerung eine ‚räumliche Umstrukturierung der Unternehmung durch Stillegung von Potentialfaktoren an einem betrieblichen Standort (alter Standort) und deren Übertragung auf einen außerbetrieblichen Ort (neuer Standort) zum Zweck des dauerhaften Wiedereinsatzes’“ 3. Diese Auffassung ist kritisch zu betrachten, da sie den Fokus auf einen Transfer von Potentialfaktoren legt, in der Praxis jedoch oft, anstatt zu verlagern, technisch neue Produktionsanlagen angeschafft werden.4 Die statische bzw. zeitpunktbezogene Perspektive setzt bei einer Produktionsverlagerung eine Ablösung der inländischen Fertigung durch die Auslandsfertigung voraus. Deuster definiert in diesem Zusammenhang die internationale Standortverlagerung als „‚die teilweise oder gänzliche Auflösung eines oder mehrerer funktionaler Bestandteile eines Unternehmens an dessen inländi- schem Standort und deren identische oder ähnliche Übertragung auf einen ausländischen Standort …, wobei die ausgeübte Funktion des Bestandteils erhalten bleibt’“5. Daneben existiert die dynamische bzw. zeitraumbezogene Perspektive. Sie besagt: „Mit Produktionsverlagerung kann somit auch lediglich der Zuwachs an Kapazität in anderen Ländern gemeint sein“6. Folglich umfasst der Begriff der Produktionsverlagerung die komplette oder teilweise Stilllegung der Fertigung an einem Standort und deren Aufnahme an einem neuen, vorteilhafteren Standort, mit dem Ziel die inländische Produktion ganz oder teilweise durch die Auslandsproduktion abzulösen oder Kapazitäten zu erweitern.
2.1.2 Betriebliche Standortwahl
Mit dem Ziel der Produktionsverlagerung stellt sich unmittelbar die Frage nach dem richtigen Standort für das Unternehmen insgesamt und/ oder für die Betriebsstätten und Tochterunternehmen. Bei der Auswahl des betrieblichen Standortes kann wie folgt konkretisiert werden:
a) „Internationale Standortwahl: In welchem Staat soll die Niederlassung erfolgen?
b) Interlokale Standortwahl: In welcher Region innerhalb einer Volkswirtschaft wird der Betrieb errichtet oder erworben?
c) Lokale Standortwahl: An welcher Stelle genau, d.h. welcher Stadt, welcher Straße erfolgt die Ansiedelung des Unternehmens?“7
Die Standortentscheidung bringt kapitalintensive und langfristige Konsequenzen für das Unternehmen mit sich und muss deshalb sorgfältig durchgeführt werden. Als Kriterien bei der Entscheidungsfindung werden sog. Standortfaktoren herangezogen, anhand deren sich die Qualität eines Standortes ermitteln lässt. Nähere Ausführungen zu den Standortfaktoren und Methoden zur Standortauswahl erfolgen in Kapitel 3 dieser Arbeit.
2.1.3 Direktinvestitionen
[...]
1 News/ DIHK-Pressemitteilungen, online
2 vgl. Hardock, S. 11-12
3 Hardock, S. 13
4 vgl. Hardock, S. 13
5 Hardock, S. 14
6 Hardock, S. 14
7 Wöhe, S. 339
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