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Presentation (Handout), 2004, 11 Pages
Author: Tim Fischer
Subject: Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
Details
Institution/College: University of Hannover (Philosophisches Seminar)
Tags: John, Locke, Versuch, Verstand, John, Locke, Essay, Concerning, Human, Understanding
Year: 2004
Pages: 11
Grade: bestanden
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-28875-0
ISBN (Book): 978-3-638-95654-3
File size: 238 KB
In seinem philosophischen Hauptwerk "Versuch über den menschlichen Verstand" (An Essay Concerning Human Understanding) begründet John Locke den erkenntnistheoretischen Empirismus, also die Lehre von der Abhängigkeit des Verstandes von der Wahrnehmung. Dieses Handout enthält die Kernthesen der Kapitel VII-XI des dritten Buches, in dem Locke das Verhältnis von Sprache und Denken bestimmt.
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Abstract
In seinem philosophischen Hauptwerk "Versuch über den menschlichen Verstand" (An Essay Concerning Human Understanding) begründet John Locke den erkenntnistheoretischen Empirismus, also die Lehre von der Abhängigkeit des Verstandes von der Wahrnehmung. Dieses Handout enthält die Kernthesen der Kapitel VII-XI des dritten Buches, in dem Locke das Verhältnis von Sprache und Denken bestimmt.
Excerpt (computer-generated)
John Locke: Versuch über den menschlichen Verstand
von: Tim Fischer
Inhaltsverzeichnis
I. Kapitel: Über die Partikel 2
II. Kapitel: Über abstrakte und konkrete Ausdrücke 3
III. Kapitel: Über die Unvollkommenheit der Wörter 3
IV. Kapitel: Über den Mißbrauch der Wörter 5
V. Kapitel: Über die Mittel gegen die geschilderten Unvollkommenheiten und die mißbräuchliche Verwendung der Wörter 7
Literatur 9
Zusatz: John Lockes Unterteilung der Ideen 10
I. Kapitel: Über die Partikel
- Außer den Wörtern, die die Namen der im Geist vorhandenen Ideen sind, gibt es noch solche, die eine Verbindung zwischen den einzelnen Ideen oder Sätzen herstellen. Diese Wörter, mit denen man eine zusammenhängende Rede herstellen kann, bezeichnet man als Partikeln. „Auf ihrer richtigen Verwendung beruht eigentlich die Klarheit und Schönheit eines guten Stils.“1
- Partikel:2 unveränderliches Redeteilchen - Füllwort, Funktionswort, Formwort. Sammelbezeichnung für nichtflektierende, nicht satzgliedfähige Wortklassen, die keine (oder wenig) selbstständige lexikalische Bedeutung aufweisen, aber die Bedeutung ihrer jeweiligen Bezugselemente modifizieren. Sie sind in der Regel nicht allein verschiebbar (d.h. auch nicht vorfeldfähig). Es wird unterschieden zwischen: Gradpartikeln (nur, sogar), Modalpartikeln (ja, freilich, allerdings), Negationspartikeln (kein, nicht), Antwortpartikeln (ja, nein), Steigerungspartikeln (sehr, außerordentlich) und Vergleichspartikeln (wie, als).
- Mit Hilfe der Partikeln kann man also zeigen, welche Verknüpfung, Einschränkung, Unterscheidung, Gegenüberstellung, Hervorhebung usw. man jedem einzelnen Teil seiner Rede geben will. Somit haben auch diese Wörter, die an sich keine Namen für irgendwelche Ideen sind, eine unentbehrliche und tragende Funktion im Gebrauch der Sprache.
- Die Partikeln zeigen, welche Beziehung der Geist seinen eigenen Gedanken gibt. Sie sind „Zeichen irgendeiner Tätigkeit oder Andeutung des Geistes“3.
- Manchmal weisen Partikeln verschiedene und entgegengesetzte Bedeutungen auf. Die englische Partikel but z.B. kann im Sinne von „jedoch“, „nur“, „aber“, „sondern“ und „nun aber“ verwendet werden.
- Auch können Partikeln den Sinn eines ganzen Satzes enthalten.
II. Kapitel: Über abstrakte und konkrete Ausdrücke
- Der Geist besitzt die Kraft seine Ideen zu abstrahieren. Jede abstrakte Idee ist eine Wesenheit und besonders bestimmt, so dass von zwei Ideen „niemals die eine die andere sein kann“4. Der Geist nimmt durch seine intuitive Erkenntnis einen Unterschied wahr.
- Abstrakte Ausdrücke können einander also nicht als Prädikate beigelegt werden. Daher sind z.B. folgende Sätze nicht richtig: Menschtum ist Animalität oder Menschtum ist Vernünftigkeit.
- Wir können also nur Sätze bejahen, in denen eine abstrakte Idee mit einer anderen verknüpft ist, wie z.B. bei: Der Mensch ist ein animalisches Wesen und vernunftbegabt.
- Die Verschiedenheit der Namen lässt uns die Ungleichartigkeit unserer Ideen erkennen. Unsere Ideen haben sämtlich sowohl abstrakte als auch konkrete Namen. Die konkreten Namen sind meist Substantive, die die unter den Menschen herrschenden Beziehungen bezeichnen (z.B. Vaterschaft, Vater). Sie sind also Ideen der Relation.
- Abstrakte Ausdrücke (z.B. Adjektive wie süß, weiß oder vernunftbegabt) sind dagegen Ideen der Modi.
III. Kapitel: Über die Unvollkommenheit der Wörter
- Wir verwenden Wörter, um uns unsere Gedanken aufzuzeichnen (zur Unterstützung unseres Gedächtnisses) und um sie anderen mitzuteilen.
- Da die Wörter willkürliche und neutrale Zeichen irgendwelcher Ideen sind, kann der Mensch beliebige Wörter verwenden, um für sich selbst Ideen zu bezeichnen. Er muss nur ständig dasselbe Zeichen für dieselbe Idee verwenden.
[...]
1 LOCKE, JOHN: S. 94.
2 Vgl. BUSSMANN, HADUMOD (HRSG.): S. 498 f.
3 LOCKE, JOHN: S. 96.
4 Ebd. S. 98.
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