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Hausarbeit, 1999, 14 Seiten
Autor: Marion Helmle
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Details
Institution/Hochschule: University of Florida (German Literature)
Tags: Blechtrommel, Erzählsituation, Rolle, Erzählers, Contemporary, German, Literature
Jahr: 1999
Seiten: 14
Note: 1
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-11614-5
ISBN (Buch): 978-3-638-75618-1
Dateigröße: 187 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Diese Arbeit soll sich in erster Linie mit der äußeren Form des Romans befassen, zunächst die Erzählsituation analysieren, aber dann auch auf die Figur des Erzählers zu sprechen kommen. Es soll die Art und Weise untersucht werden, wie sich Oskar selbst als Erzähler sieht, welche Rolle er sich selbst in dem Ganzen zuspricht. Hier wird es dann notwendig werden, die Person und den Charakter Oskars etwas genauer zu betrachten. Der Grund für die Unzuverlässigkeit, der eventuelle Wahnsinn Oskars, soll genauer analysiert werden.
Textauszug (computergeneriert)
Unzuverlässigkeit als Programm.
Erzählsituation und die Rolle des Erzählers in Günter Grass` ,,Die Blechtrommel"
von Marion Helmle
Inhalt
Erzählsituation 3
Oskars Unzuverlässigkeit 10
Bibliographie 14
Nicht erst seit der Verleihung des Nobelpreises an Günter Grass gilt "Die Blechtrommel" als eines der bedeutendste Werke der Nachkriegszeit. In der Preisbegründung hebt die Jury ausdrücklich hervor, daß es gewesen sei, "als wäre der deutschen Literatur nach Jahrzehnten sprachlicher und moralischer Zerstörung ein neuer Anfang vergönnt worden".
Heftig umstritten ("DM 10.000 Steuern für Kunst oder Pornographie?"), aber nichts desto trotz gefeiert, verpackt Grass auf 700 Seiten mehr als ein Stück Kriegs- und Nachkriegsgeschichte.
Der Roman ist so reich an Formen, Motiven und Personen, daß es schwer fällt, sich für einen bestimmten Aspekt zu entscheiden. Erzähler und zugleich Mittelpunkt des Romans ist aber Oskar, und trotz seiner geringen Größe schafft er es, sich Gehör zu verschaffen. Auf der einen Seite erscheint er als der Dreijährige, der sich hilflos und unschuldig durch das Danzig der Vorkriegszeit und der Kriegsjahre trommelt. Auf der anderen Seite erscheint ein Oskar, der genau weiß was er will und die "Dreijährigkeit" dazu ausnutzt, um sich durchs Leben zu schlagen. Dabei geht er wortwörtlich über Leichen, und der Leser ist sich nie darüber im Klaren, in wie weit Oskar verrückt ist und bis zu welchem Punkt man ihm trauen kann.
Diese Hausarbeit soll sich in erster Linie mit der äußeren Form des Romans befassen, zunächst die Erzählsituation analysieren, aber dann auch auf die Figur des Erzählers zu sprechen kommen. Es soll die Art und Weise untersucht werden, wie sich Oskar selbst als Erzähler sieht, welche Rolle er sich selbst in dem Ganzen zuspricht. Hier wird es dann notwendig werden, die Person und den Charakter Oskars etwas genauer zu betrachten. Der Grund für die Unzuverlässigkeit, der eventuelle Wahnsinn Oskars, soll genauer analysiert werden.
Erzählsituation
Bei der "Blechtrommel" handelt es sich um die fiktive Autobiographie des Oskar Matzerath. Er schreibt aus einer "Heil- und Pflegeanstalt" heraus, die er auch als sein Asyl bezeichnet. Dieser Erzählsituation - das Individuum, das aus dem Asyl heraus auf sein Leben zurückblickt - macht die klare Gliederung des Romans in Binnen- und Rahmenhandlung möglich.
Rahmenhandlung ist die Heil- und Pflegeanstalt; gleich im ersten Satz stellt der Erzähler Oskar Matzerath das klar: "Zugegeben: ich bin Insasse einer Heil- und Pflegeanstalt" (S. 7). Im Verlauf seines Berichtes wird jedoch klar, daß Oskar diese Situation als ein Asyl empfindet, denn zu einem normalen Leben außerhalb der Anstalt scheint er nicht fähig zu sein. Am Ende, als seine Unschuld ans Tageslicht kommt und seine Entlassung bevorsteht, macht er sich Sorgen, wie er sein Leben in der normalen Welt meistern soll.
Das Asyl gibt ihm auch die Möglichkeit, in Ruhe seine Geschichte zu schreiben. Er muß nicht die das alltägliche Leben in der normalen Welt meistern und kann sich ganz dem Schreiben widmen. Störungen - wie zum Beispiel Besuche von Freunden oder der Anstaltsalltag - sind nur geringfügig.
[...]
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