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Die Pest im Peloponnesischen Krieg - Soziale, politische und militärische Folgen für Athen

Scholary Paper (Seminar), 1997, 13 Pages
Author: Anonym
Subject: History - Early and Ancient History

Details

Event: Proseminar: Die Pest in der Antike
Institution/College: University of Bonn (Seminar für Alte Geschichte)
Tags: Pest, Peloponnesischen, Krieg, Soziale, Folgen, Athen, Proseminar, Pest, Antike
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 1997
Pages: 13
Grade: gut
Language: German
Archive No.: V2675
ISBN (E-book): 978-3-638-11615-2

File size: 165 KB
Notes :
Im zweiten Jahr des Peloponnesischen Krieges, Ende Mai - Anfang Juni 430 v.Chr., brach in Athen eine Epidemie aus. Ob es wirklich die Pest war, ist zweifelhaft - dies wird lebhaft diskutiert. Fakt ist jedoch, dass die Epidemie tausende Athener das Leben kostete. Die Arbeit beschäftigt sich mit den politischen, sozialen und mitlitaerischen Folgen für Athen und will Anhaltspunkte geben, ob die Pest zur Niederlage Athens führte. 121 KB



Excerpt (computer-generated)

Die Pest im Peloponnesischen Krieg -
Soziale, politische und militärische Folgen für Athen


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Pest in Athen

3. Soziale Folgen

4. Politische Folgen

5. Militärische Folgen

6. Fazit


7. Literaturverzeichnis

1. Einführung
Wie groß war der Einfluß der Pest in Athen wirklich? Inwiefern verschlechterte sich dadurch die Ausgangslage der Stadt im Krieg gegen Sparta? Mit diesen Fragen wird sich diese Arbeit beschäftigen. Im zweiten Kapitel gebe ich einen einleitenden Abriß über die Lage in Athen zum Ausbruch der Pest und werde mich kurz mit der wissenschaftlichen Diskussion zu diesem Thema beschäftigen. Im dritten Kapitel werde ich aufzeigen, welches die sozialen Folgen für das mit Flüchtlingen überfüllte Athen waren und beziehe die Ergebnisse in die weitere Untersuchung in den folgenden Kapiteln über die Einflüsse der Pest auf die politische Kultur sowie auf die Kriegsführung Athens mit ein. Oft läßt sich eine eindeutige Klassifizierung der Folgen in eine dieser drei Sparten jedoch nicht vornehmen, infolgedessen ließen sich Überlappungen nicht vermeiden. Eine Zusammenfassung und die Schlußfolgerung aus meinen Ergebnissen findet sich im Fazit auf Seite 11.

2. Die Pest in Athen
Im zweiten Jahr des Peloponnesischen Krieges, Ende Mai/ Anfang Juni 430 v.Chr. , brach in Athen eine Epidemie aus. Ob es wirklich die Pest war, ist zweifelhaft, dies wird lebhaft diskutiert. Die Rede ist von Masern oder Typhus, einer kombinierten Fleckfieber- und Pockenepidemie, der Lungen- oder der orientalischen Bubonenpest.
Es bestehe jedoch eine ,,strong possibility that the disease described by Th. has either died out or (if it still exist) has drastically changed its form," faßt Simon Hornblower den Diskussionsstand zusammen. Wenn auch nicht genau geklärt ist, was für eine Krankheit es war - die Auswirkungen auf die Bevölkerung in Athen waren verheerend: 4.400 Hopliten und 300 Reiter starben an der Seuche sowie etwa 20.000 Zivilisten. Da Athen zur Zeit des ersten Auftretens der Pest mit Menschen gefüllt war, die vor den einfallenden Peloponnesiern hinter Athens Mauern Schutz gesucht hatten, kann diese Zahlenangabe nur ungefähr sein. Die meisten Historiker beschränken sich darauf, die Opfer als ein Drittel der anwesenden Zivilbevölkerung anzugeben. Die Pest wütete 430 und 429, um dann nach einer 1½jährigen Unterbrechung 427 neu aufzuflammen. Erst Ende 426 hatten die Athener die Seuche überstanden.

3. Soziale Folgen
Infolge des Kriegsplan des Perikles´ war Athen 430 mit Flüchtlingen aus Attika überfüllt. Es waren nicht genug Häuser vorhanden, deswegen hausten viele der Flüchtlinge, wo immer sie unterkamen: In ,,stickig-heißen Hütten", in den Tempeln oder zwischen den großen Mauerschenkeln Athens. Das Klima war gespannt, die in ständigem Kontakt stehenden Menschenmassen boten der Ansteckung und der Verbreitung der Krankheit Vorschub.

[...]


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