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Die Theorie der ethischen Gefühle von Adam Smith

Scholary Paper (Seminar), 2003, 22 Pages
Author: Sebastian Müller
Subject: Economics / Business: Economic Policy

Details

Event: Interdisziplinäres Seminar Ökonomie und Ethik
Institution/College: University of Freiburg (Institut für allgemeine Wirtschaftsforschung)
Tags: Theorie, Gefühle, Adam, Smith, Interdisziplinäres, Seminar, Ethik
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 22
Grade: 2,7
Language: German
Archive No.: V26762
ISBN (E-book): 978-3-638-29004-3

File size: 193 KB
Notes :
Für die Beschreibung der Theory of Moral Sentiments und der Analyse der Ethik von Adam Smith werde ich mich in der Struktur an das Originalwerk halten. Jeden der sieben Hauptteile der Theory werde ich in der Abfolge des Werkes besprechen, allerdings habe ich mich, aufgrund der Wichtigkeit, auf die ersten drei Teile konzentriert. Danach werde ich die restlichen vier Teile noch – kürzer – beschreiben.



Excerpt (computer-generated)

Die Theorie der ethischen Gefühle von Adam Smith

von: Sebastian Müller

8. Fachsemester

 


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG 2

2. BESCHREIBUNG DER THEORY 3

2.1. UM WAS GEHT ES?  3
2.2. ERSTER HAUPTTEIL: DIE SITTLICHE RICHTIGKEIT  4

2.2.1. Theorie der Affekte  6

2.3. ZWEITER HAUPTTEIL: BELOHNUNG UND BESTRAFUNG  7

2.3.1. Schuld und Verdienst 8
2.3.2. Gerechtigkeit und Wohltätigkeit 8
2.3.3. Der Zufall oder die Regelwidrigkeit der Gefühle  9

2.4. DRITTER HAUPTTEIL: SELBSTEINSCHÄTZUNG 9

2.4.1. Der Unparteiische Betrachter 10

2.5. VIERTER BIS SIEBTER HAUPTTEIL  12

3. FAZIT  14

4. ANHANG 16

5. ABSTRACT  20

6. QUELLEN  21


 

 

1. Einleitung

Adam Smith kann sicherlich als sehr prominenter Vertreter der Ökonomie bezeichnet werden, wenn nicht sogar als Begründer der moderneren Ökonomie. Sein Werk „An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“, geschrieben von 1766 bis 1776, ist ein wegweisendes Standardwerk der Ökonomie. Doch Smith beschäftigte sich – neben der Ökonomie – auch sehr erfolgreich als Jurist1, Philosoph, Rhetoriker und, zum Ende seines Lebens, als Zollrevisor. Mit dieser Arbeit möchte ich die moral-philosophische Seite von Adam Smith anhand seiner „Theory of Moral Sentiments“ beleuchten, die 1759 erschien, um ein differenzierteres Bild vom Leben und Wirken des Adam Smith zu erhalten.

Für die Beschreibung der Theory of Moral Sentiments und der Analyse der Ethik von Adam Smith werde ich mich in der Struktur an das Originalwerk halten. Jeden der sieben Hauptteile der Theory werde ich in der Abfolge des Werkes besprechen, allerdings habe ich mich, aufgrund der Wichtigkeit, auf die ersten drei Teile konzentriert. Danach werde ich die restlichen vier Teile noch – kürzer – beschreiben.

2. Beschreibung der Theory

Die „Theory of Moral Sentiments“2 ist das erste Buch von Adam Smith und knüpft an seine Vorlesungen in Jurisprudenz, Rhetorik und Moralphilosophie an der Universität von Glasgow an. Das empirisch-deskriptive Werk, das leider von einigen Wiederholungen und Abschweifungen gekennzeichnet ist, erschien 1759, also in Smiths 36. Lebensjahr.3 Ähnlich wie die 1776 erschienene „Inquiry into the Causes and Nature of the Wealth of Nations“ mag das Werk für den heutigen Leser wohl ungeordnet erscheinen. Insbesondere in Deutschland wird der Theory im Vergleich zu „Wealth of Nations“ eher gering geschätzt, obwohl Smith seiner Theory wohl mehr Beachtung schenkte. Er hat das Werk während seinem Leben mehrfach überarbeitet und sah es als Komplementärwerk zu „Wealth of Nations“.4 Der nächste Abschnitt behandelt den Inhalt der Theory.

2.1. Um was geht es?

Smith belebte die wohl etwas vernachlässigte Moralphilosophie neu. Moralphilosophie hatte zur Erscheinungszeit der Theory eine andere Bedeutung aIs heute, wo es wohl mit Ethik gleichgesetzt werden könnte. Seinerzeit war die Moralphilosophie das Gegenstück der Naturphilosophie. Smith zufolge „müssen Moralphilosophen Wege zu diesseitigem Glück aufzeigen“ (Streminger, 1999, S. 37). Diese Motivation ist nicht neu, schon in der Antike haben sich Philosophen damit beschäftigt. Es ist sehr schwierig, die Theory kurz und prägnant zusammenzufassen. Ein Versuch von Streminger besagt: „Die Frage nach dem diesseitigen Glück wird darin, wenn auch an keiner Stelle explizit, so beantwortet: Menschen sind dann glücklich, wenn sie ihre Wünsche realisieren können, wenn sie geliebt werden und liebenswert sind“ (Streminger, 1999, S. 38). Nun muss also geklärt werden, was diese Liebenswertigkeit ausmacht. Smith sieht denjenigen Menschen als liebenswert an, der moralisch handelt. Wir bewegen uns also mit Riesenschritten zu der Frage, was den Menschen moralisch handelnd machen könnte. Dazu gibt es mehrere, zum Teil sehr divergierende Ansichten. Smith hatte eine gänzlich andere Ansicht als zum Beispiel die des orthodoxen Christentums, wo „die menschliche Natur verderbt und ohne Gnade Gottes zur Moralität unfähig ist“ (Streminger, 1999, S. 38). Auch die Ansicht von Thomas Hobbes, dass die „Menschen für rücksichtslos selbstsüchtig erklärt und Tugenden als Ergebnisse kluger Berechnungen von Wölfen in Menschengestalt, denen es durch allerlei Kunstgriffe gelingt sich die dumme Masse geringfügig zu machen (Streminger, 1999, S. 38). Smith sieht die moralische Handlung als Resultat der menschlichen Natur. Der Mensch strebt also in der Smith’schen Sicht nicht nur nach persönlicher materieller Besserstellung, sondern darüber hinaus. Diese Motivation kommt, so Smith, aus der menschlichen Natur und sei deshalb auch nicht davon zu trennen.

2.2. Erster Hauptteil: Die sittliche Richtigkeit

Kernelement der Theory ist die so genannte Sympathie5, die jedoch nach Smith „...keinesfalls mit Altruismus verwechselt werden sollte“ (Patzen, 1991, S. 33). Genau diese Sympathie, die in der Natur des Menschen gegeben ist, lässt die Handlung über die eigene Besserstellung zu. Smith schreibt dazu.

[...]


1 Vgl. dazu die Vorlesungen von Smith in Glasgow

2 Dt.: Theorie der ethischen Gefühle

3 Vergleiche dazu den Lebenslauf im Anhang

4 Der gemeinhin vermutete Spannungsbogen zwischen der Theory und „Wealth of Nations“ wird als das Adam-Smith-Problem bezeichnet.

5 Engl.: „fellowfeeling“, nicht etwa „sympathy“


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