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Seminararbeit, 2000, 18 Seiten
Autor: Marc Landherr
Fach: Organisation und Verwaltung
Details
Institution/Hochschule: Universität Konstanz (Fakultät für Verwaltungswissenschaft)
Tags: Organisation, Schule, Proseminar, Arbeitspolitik
Jahr: 2000
Seiten: 18
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-11635-0
Dateigröße: 172 KB
Verbesserungsvorschläge durch Professor: Weber, Olson, zwischenschulische Kooperation ausführen. 130 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Die Organisation Schule
von Marc Landherr
Inhaltsübersicht:
Vorwort
Was ist eine Organisation?
Ziele und Leistungen von Schulen
Mitglieder und Strukturen von Schulen
Organisationsumwelt der Schulen
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Vorwort
Die heutige, moderne Gesellschaft ist eine Organisationsgesellschaft. Organisationen sind für die in ihnen lebenden Menschen allgegenwärtig. In ihnen werden die Menschen geboren, erzogen, ihre Freizeit verbringen, arbeiten und sterben. Wir verbringen also unser gesamtes Leben in Organisationen unterschiedlichster Art.
Als Organisationen werden im allgemeinen Sprachgebrauch Zusammenschlüsse von Personen verstanden, die dazu dienen, die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder durchzusetzen. In diesem Sinne werden vor allem Parteien, Gewerkschaften und Unternehmungen als Organisationen bezeichnet. Diese werden gegründet, wenn die Durchsetzung der Interessen durch einen einzelnen Akteur nur geringe Chancen hätte. Daher werden Organisationen auch als korporative Akteure bezeichnet.
Schulen werden aus diesen Gründen in allgemeinen Sprachgebrauch nicht als Organisationen verstanden; ihnen wird eher der Status einer Einrichtung des öffentlichen Rechts verliehen. Die Tatsache aber, dass Schulen Organisationen sind, ist in den Sozialwissenschaften unstrittig. Den Schulen kann sogar im Hinblick auf ihre Organisationsstrukturen der Status einer spezifisch bürokratischen Organisation (nach Max Weber) verliehen werden. Ziel dieser Hausklausur soll es nun sein, darzulegen, warum Schulen im sozialwissenschaftlichen Kontext als Organisationen bezeichnet werden, ja sogar als Idealtypus der Weber`schen Bürokratie.
Was ist eine Organisation?
Zunächst soll daher geklärt werden, was eine Organisation ist:
Eine Organisation ist ein
"von bestimmten Personen gegründetes, zur Verwirklichung spezifischer Zwecke planmäßig geschaffenes, hierarchisches verfasstes, mit Ressourcen ausgestattetes, relativ dauerhaftes Aggregat (Kollektiv) arbeitsteilig interagierender Personen, das über wenigstens ein Entscheidungs- und Kontrollzentrum verfügt, welches die zur Erreichung des Organisationszweckes notwendige Koordination zwischen Akteuren steuert, und dem als Aggregat Aktivitäten oder wenigstens deren Resultate zugerechnet werden können."
Kennzeichen einer Organisation sind somit:
· Gründung durch Zusammenlegung von Ressourcen zur Verwirklichung spezifischer Zwecke;
· soziales Gebilde, das dauerhaft ein Ziel verfolgt;
· arbeitsteilige Gliederung;
· Vorliegen einer internen Struktur, die von einer Leitungsinstanz geführt und nach außen vertreten wird und mit deren Hilfe die Aktivitäten der Mitglieder der Organisation auf das verfolgte Ziel ausgerichtet werden;
· Vorliegen einer formalen Satzung bzw. Verfassung.
Anhand obiger Definition von Prof. Dr. rer. pol. Günter Büschges und Dr. rer. pol. Martin Abraham soll nun im Verlauf dieser Hausklausur geklärt werden, warum Schulen in der Sozialwissenschaft Organisationen sind.
Ziele und Leistungen von Schulen
Organisationen werden zur Verfolgung eines spezifischen Zwecks gegründet, wenn das angestrebte Ziel durch Zusammenlegung der Ressourcen effektiver erreicht werden kann. Dadurch entsteht ein korporativer Akteur. Ein korporativer Akteur ist ein
"institutionell geregelter Zusammenschluss von Personen, der als Gruppe so organisiert und mit Institutionen ausgestattet ist, dass er kollektive Entscheidungen fällen und in bestimmten Handlungskontexten wie ein Individuum agieren kann".
[...]
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