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Die Einbettung der Freiheit in die unterschiedlichen oder doch ähnlichen Brüder Franz und Karl Moor

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 25 Pages
Author: Emine Karaca
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Event: Hauptseminar: Literatur und Revolution
Institution/College: University of Mannheim
Tags: Einbettung, Freiheit, Brüder, Franz, Karl, Moor, Hauptseminar, Literatur, Revolution
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 25
Grade: 2,3
Language: German
Archive No.: V27139
ISBN (E-book): 978-3-638-29263-4

File size: 238 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität Mannheim
Lehrstuhl für Neure Deutsche Literaturwissenschaft
Hauptseminar: Literatur und Revolution

Die Einbettung der Freiheit in die unterschiedlichen oder
doch ähnlichen Brüder Franz und Karl Moor

von: Emine Karaca

 


I. Einleitung 3

II. Hauptteil 4

2.1 Friedrich Schiller 4
2.2 Die Entstehung des Werkes 5

3. Der Begriff der Freiheit 7

3.1 Freiheit im Zusammenhang mit der Epoche „Sturm und Drang“ 8
3.2 Freiheit der Räuber 11

4. Karl Moor 13

4.1 Verbrecher- guter Mensch ein Genie oder ein Verbrecher- die Charakterisierung von Karl Moor 13
4.2 Die Freiheit von Karl 16

5. Franz Moor 18

5.1 Ein Lügner und Betrüger oder strebt er nach Gleichberechtigung 18
5.2 Die Freiheit in den Augen von Franz Moor 21

6. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Brüdern 22

III. Schlussteil 24

 


 

I. Einleitung

Das Drama „Die Räuber“ von Friedrich Schiller (1759-1805), welches am 13. Januar 1782 in Mannheim aufgeführt wurde, ist in die Literaturepoche des Sturm und Dranges von 1767 bis 1785 einzuordnenden. Deren Grundideologie war die Suche nach einer Form der Selbsterfüllung, damit das Individuum im weltlichen Geschehen nicht mehr passiv, sondern auch aktiv mitwirkt. Der herrschende und unterdrückende Stand war eine hemmende Instanz, der die Bürger rebellieren sollten. Im Gegensatz zur Aufklärung sahen zwar die Vertreter des Sturm und Dranges die Vernunft auch in den Menschen selbst, doch soll die Orientierung nur an sich selbst dominierend im Leben sein. Auch in diesem Zusammenhang ist das Werk von Friedrich Schiller meiner Meinung nach Generationenübergreifend ein sehr interessantes Werk, denn die Orientierung an sich selbst und die Rebellion gegen über jeglichen führenden oder einfach autoritären Instanzen ist immer ein aktuelles Thema. Dies und viele weitere Aspekte waren oftmals Gegenstand der Hermeneutik. Bevor der eigentliche Untersuchungsgegenstand der Hausarbeit durchleuchtet wird, wird der Schriftsteller im ersten Punkt dargestellt. Dem folgend ist es interessant, die Entstehung des Dramas näher in Betracht zu ziehen. Welche Einflüsse spielten bei der Entstehung des Werkes eine große Rolle?

In dieser Arbeit werden jedoch hauptsächlich zwei Hauptgebiete näher betrachtet und analysiert. Zum einen die Einbettung der Freiheit bezüglich der Literaturepoche des Sturm und Dranges, zum anderen, welches u.a. die Hauptanalyse darstellt, die Freiheit im Leben, im Herzen und im Agieren der zwei Brüder Franz und Karl. Freiheit im Sinne von Unabhängigkeit bzw. Fehlen eines Zwanges ist eines der Grundbedürfnisse des Menschen und die Voraussetzung allen menschlichen Handelns. Es wird hierbei meist folgende Unterscheidung gemacht: Zum einen die Freiheit im Sinne einer Entblößung vom äußeren Zwang zum anderen die Freiheit die aus dem eigenem Ich entsteht. Dabei ist Freiheit immer Gegenstand für den Fortbestand der eigenen Entfaltung und Auslebung der Eigeninitiative. In diesem Drama wird der Begriff oftmals differenziert verwendet. Auch bei den zwei Charakteren Franz und Karl wird der Begriff in unterschiedlicher Weise gebrauc ht. Sie sind zwar Brüder, doch bestehen in der groben Betrachtung überhaupt keine Gemeinsamkeiten zwischen ihnen. Sie leben sowohl geographisch als auch seelisch weit entfernt und getrennt voneinander. Prägnante Unterschiede und deren Auswirkung auf das Handeln und auf das Werk wird im Folgenden der Arbeit veranschaulicht. Für die Erarbeitung der einzelnen Punkte wird eine direkte Textanalyse durchgeführt. Einzelne Textpassagen sollen gezeigt werden, worin zu sehen ist, inwieweit es Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Brüdern, bezüglich ihres Verhältnisses gegenüber dem Vater, dem Umfeld und den Werten gibt.

II. Hauptteil

2.1 Friedrich Schiller

»Er konnte gar nichts machen, was nicht immer bei weitem größer herauskam als das Beste dieser neuern Tragiker; ja, wenn Schiller sich die Nägel beschnitt, war er größer als diese Herren.« 1 Johann Wolfgang Goethe

Johann Christoph Friedrich Schiller wurde am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren. Er war der Sohn eines Arztes, der später Offizier wurde. Friedrich Schiller lebte zunächst mit seiner Mutter Dorothea Schiller und seiner älteren Schwester Chritophine zusammen, da der Vater in dieser Zeit im siebenjährigen Krieg als Offizier gegen Preußen mitwirkte. Nach der Rückkehr des Vaters zog die Familie in die württembergische Stadt Lorch um, wo Schiller im Kindesalter von fünf Jahren in die Schule zu gehen und im Alter von sechs Jahren Latein zu lernen begann. 1966 fand ein weiterer Umzug nach Ludwigsburg statt. Mit 13 Jahren musste Schiller, dem Herzog von Württemberg Karl Euren gehorchend in die Militär- Pflanzschule eintreten. Er studierte dort acht Jahre lang Jura. Daraufhin wurde er mit einem seiner Freunde auf die Stuttgarter Akademie geschickt, wo er anfing, Medizin zu studieren. Doch das Studium blieb nicht nur in der Wissenschaft, Schiller begann in diesen Jahren sich selbst als Dichter zu entdecken und entwickelte sich somit zu den jungen Vertretern der Literaturepoche des Sturm und Drang.

1780 wurde Schiller schließlich Regimentsmedikus und verließ die Akademie. In dieser Zeit schrieb er Gedichte und beendete 1781 - das in der Studienzeit begonnene Drama - „Die Räuber“. Am 13. Januar 1782 wurde das Stück in Mannheim uraufgeführt. Aufgrund des rebellischen Inhaltes des Stückes bekam der junge Dichter nach der Aufführung einen zweiwöchigen Arrest und ein Verbot, jegliche Dichtungen oder andere Werke zu verfassen. Nach dieser Bestrafung floh Friedrich Schiller nach Bauerbach, wo er seine poetische Betätigung im vollen Gange weiterführen konnte. Das Ergebnis dieser Zeit war das Trauerspiel „Luise Millerin“ , welches unter dem Titel „Kabale und Liebe“ bekannt wurde. 1783 siedelte er nach Mannheim über, wo er anfing als Theaterdichter tätig zu werden. Doch sein Erfolg manifestierte sich in dieser Stadt nicht, und er entschied sich 1785 nach Leipzig zu ziehen, wo er auch nur ein paar Tage blieb und darauffolgend nach Dresden weiterzog. „Hymnus an die Nacht“ und die letzten zwei Akte des „Don Carlos wurden dort verfasst. 1789 hatte er die Möglichkeit an der Universität Jena als Geschichtsprofessor beschäftigt zu sein, welche er auch wahrnahm. Doch auch dies war für ihn nicht das, was er sich erwünschte. 1790 heiratete Schiller Charlotte von Lengenfeld. Nach ein paar Jahren erkrankte Schiller und bekam einen Anfall aufgrund seiner Lungenentzündung. Nach seiner Genesung kehrte er an die Universität in Jena zurück und fing wieder an zu lehren. Zum Ende des Jahres 1793 kehrte er erneut zu seiner Frau zurück und bekam zum ersten Mal seinen ersten Sohn Karl Friedrich Ludwig zu Gesicht. Nach seinem dritten Kind 1799 blieb Schiller nun endgültig bei seiner Frau. Dabei beendete er die Wallenstein- Trilogie und einige seiner berühmten Dramen wie „Maria Stuart“, „Die Jungfrau von Orleans“ und „Wilhelm Tell“. Nebenher übersetzte er auch Stücke von Shakespeare für das von Goethe geleitete Nationaltheater in Weimar. Sein Stück „Demetrius“ blieb unvollendet, da er nach weiteren Erkrankungen und Kolikanfällen am 9. Mai 1805 starb.

2.2 Die Entstehung des Werkes

[...]


1 Johann Wolfgang Goethe, Zitate http://www.xlibris.de/Galerie/GSchillr/GSchil01.htm (23.10.03)


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