Alternative Formen der Unternehmenskooperation: industrielle Anbieterkoalitionen, strategische Allianzen und strategische Netzwerke

Autor: Janine Foltyn
Fach: Wirtschaft - Unternehmensführung, Management, Organisation

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Details

Institution/Hochschule: Universität Trier
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 21
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 215 KB
Archivnummer: V27357
ISBN (E-Book): 978-3-638-29429-4
ISBN (Buch): 978-3-638-78921-9

Zusammenfassung / Abstract

Kooperationen zwischen verschiedenen Unternehmen sind heutzutage aus der Wirtschaft nicht mehr wegzudenken. In der Automobilindustrie beispielsweise betreiben Volkswagen und Ford in Portugal gemeinsames Produktionswerk. Als weiteres Beispiel ist die Kooperation zwischen Mercedes Benz und Porsche im Bereich der Geländewagenproduktion zu nennen. Allerdings werden Unternehmenskooperationen nicht nur in bestimmten Branchen geschlossen, sondern sie sind vielmehr als ein branchenübergreifendes Geschehen anzusehen. Die Gründe hierfür liegen in den Umweltveränderungen, denen alle Unternehmen ausgesetzt sind. Durch die Globalisierung der Märkte eröffnen sich für die Unternehmen viel größere Möglichkeiten ihre Produkte und Dienstleistungen zu vertreiben. Dies hat auch zur Folge, dass sich ein immer stärker werdender Konkurrenzkampf zwischen Unternehmen einzelner Branchen entwickelt. Hinzu kommt, dass der technische Fortschritt immer rasanter wird und auch der Faktor Zeit an Bedeutung zunimmt. Eine weitere Veränderung liegt in den stark steigenden Fixkosten der Unternehmen, so dass hierbei von einer „Fixkostenexplosion“ gesprochen werden kann. Neben diesen vier Hauptgründen sind zahlreiche weitere Bewegungen in technologischen, ökonomischen, politischen, sozialen und ökologischen Bereichen zu verzeichnen. Folglich müssen die Unternehmen ihre Handlungen stets an die Dynamik ihrer Umwelt anpassen, um dem Wandel und dem Wettbewerbsdruck standhalten zu können. Kooperationen können eingesetzt werden, um gemeinsam mit anderen Unternehmen gegen die Veränderungen anzukämpfen. Im Rahmen dieser Arbeit werden die Kooperationen zunächst allgemein dargestellt. Im Anschluss daran folgt die genauere Untersuchung ausgewählter Kooperationsformen. Diese werden zuerst dargestellt und anschließend einer vergleichenden Analyse unterzogen.

Textauszug (computergeneriert)

Alternative Formen der Unternehmenskooperation:
industrielle Anbieterkoalitionen, strategische Allianzen
und strategische Netzwerke

von: Janine Foltyn

 


1. Einleitung  3

2. Unternehmenskooperationen im Allgemeinen  4

2.1 Kooperationsziele  5
2.2 Kriterien beim Aufbau von Unternehmenskooperationen 7

3. Darstellung der verschiedenen Unternehmenskooperationen  8

3.1 Industrielle Anbieterkoalitionen 8

3.1.1 Offenes Konsortium 9
3.1.2 Stilles Konsortium 10
3.1.3 Generalunternehmerschaft 10

3.2 Strategische Allianzen 10
3.3 Strategische Netzwerke  12

4. Analyse der vorgestellten Unternehmenskooperationen  13

4.1 Unterschiede zwischen den Kooperationsformen  13
4.2 Aufgliederung der Kooperationen nach Wirtschaftsbranchen 16
4.3 Internationalität der Kooperationen 16
4.4 Konflikte und Beendigungsgründe von Kooperationen 18

5. Fazit 19


 

 

1. Einleitung

Fast jeden Tag ist in der Zeitung zu Lesen, dass Kooperationen zwischen verschiedenen Unternehmen vereinbart werden. In der Automobilindustrie ist z. B. auf die Zusammenarbeit von Volkswagen und Ford1 hinzuweisen, die in Portugal ein Gemeinschaftswerk betreiben sowie die Kooperation zwischen Mercedes Benz und Porsche2 im Bereich der Geländewagenproduktion. Allerdings werden Unternehmenskooperationen nicht nur in bestimmten Branchen geschlossen, sondern sie sind vielmehr als ein branchenübergreifendes Geschehen anzusehen. Die Gründe hierfür liegen in den Umweltveränderungen, denen alle Unternehmen ausgesetzt sind. Durch die Globalisierung der Märkte eröffnen sich für die Unternehmen viel größere Möglichkeiten ihre Produkte und Dienstleistungen zu vertreiben. Dies hat auch zur Folge, dass sich ein immer stärker werdender Konkurrenzkampf zwischen Unternehmen einzelner Branchen entwickelt. Hinzu kommt, dass der technische Fortschritt immer rasanter wird und auch der Faktor Zeit an Bedeutung zunimmt. Eine weitere Veränderung liegt in den stark steigenden Fixkosten der Unternehmen, so dass hierbei von einer „Fixkostenexplosion“ gesprochen werden kann. 3 Neben diesen vier Hauptgründen sind zahlreiche weitere Bewegungen in technologischen, ökonomischen, politischen, sozialen und ökologischen Bereichen zu verzeichnen. 4 Folglich müssen die Unternehmen ihre Handlungen stets an die Dynamik ihrer Umwelt anpassen, um dem Wandel und dem Wettbewerbsdruck standhalten zu können. Kooperationen können eingesetzt werden, um gemeinsam mit anderen Unternehmen gegen die Veränderungen anzukämpfen. Im Rahmen dieser Arbeit werden die Kooperationen zunächst allgemein dargestellt. Im Anschluss daran folgt die genauere Untersuchung ausgewählter Kooperationsformen. Diese werden zuerst dargestellt und anschließend einer vergleichenden Analyse unterzogen.

2. Unternehmenskooperationen im Allgemeinen

Unter dem Begriff der Kooperation wird jede Art von freiwilliger Zusammenarbeit verstanden, die von mindestens zwei rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Unternehmen ausgeführt wird mit den Zielen der gemeinsamen Durchführung von Aufgaben und Steigerung der jeweiligen Leistungsfähigkeit. Dabei wird in der Regel von einer mittel- bis langfristigen Zusammenarbeit ausgegangen.5 Eine Kooperation kann ganz unterschiedlich gestaltet sein, von rein mündlicher Absprache, bei der die Autonomie der Unternehmen größtenteils erhalten bleibt, bis hin zu streng festgelegten Regeln die mittels Vertrag untermauert werden und die Unternehmen in ein Abhängigkeitsverhältnis bringen. 6 Die verschiedenen Kooperationsformen bewegen sich stets zwischen den beiden Begrenzungspunkten Markt und Hierarchie. Die losen Absprachen sind nahe der Marktseite angesiedelt und nicht mehr mit den reinen Markttransaktionen vergleichbar sondern schon als Kooperation zu betrachten. Bei der Begrenzung durch die Hierarchie ist die Zusammenarbeit noch als kooperativ und noch nicht als hierarchisch anzusehen. An diesen Extrempunkt ist die streng vertragliche Kooperation einzuordnen.7 Die Kooperation kann horizontal, d. h. zwischen Unternehmen die auf derselben Wirtschaftsstufe agieren, aufgebaut sein. Diese Kooperationsform ist nach außen hin dem Kartell recht ähnlich, allerdings verfolgen die Unternehmen hierbei keine wettbewerbsbeschränkenden Handlungen sondern sind lediglich auf ihre eigene Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit fixiert. Bei einer vertikalen Kooperation sind die Unternehmen auf verschiedene n Wirtschaftsstufen angesiedelt, z. B. der Hersteller als vorgelagerte Wirtschaftsstufe gegenüber dem Handel.8 Meist sind dies Unternehmen, die auch schon vor der Kooperation im Geschäftsleben zusammengearbeitet haben und nun eine stärkere Verbindung eingehen. Auch laterale Kooperationen, so genannte Konglomerate, sind zwischen Unternehmen möglich. Dabei kooperieren Unternehmen miteinander die in ganz unterschiedlichen Geschäftsfeldern oder Wirtschaftsbranchen ansässig sind. Als Beispiel für diese diagonale Zusammenarbeit ist z. B. die gemeinsame Erforschung von Materialen eines Flugzeugherstellers in Kooperation mit einem Automobilhersteller zu ne nnen.9

Kooperationen können in allen Funktionsbereichen eines Unternehmens erfolgen. So arbeiten z. B. Apple und IBM im Bereich der Forschung und Entwicklung zusammen, um Kosteneinsparungen und gegenseitigen Wissensaustausch zu erzielen. Doch Kooperationen müssen sich nicht auf einen spezifischen Funktionsbereich eines Unternehmens beschränken, sondern können auch bereichsübergreifend stattfinden wie z. B. bei Coca-Cola und Nestlé. Dabei stellt Coca-Cola ein Vertriebsnetz zur Verfügung und kann im Gegenzug auf die Produktionsressourcen von Nestlé zurückgreifen. 10

2.1 Kooperationsziele

[...]


1 Vgl. o.V.: Auf Herz und Nieren, in: Wirtschaftswoche, Nr. 35 vom 22.08.1996, S. 82f.

2 Vgl. o.V.: Porsche und Mercedes -Benz planen Zusammenarbeit, in: FAZ, Nr. 193 vom 20.08.1996, S. 14.

3 Vgl. Backhaus, Klaus/Plinke, Wulff (1990): Strategische Allianzen als Antwort auf veränderte Wettbewerbsstrukturen, in: Backhaus, Klaus/Piltz, Klaus (Hrsg.): Strategische Allianzen, zfbFSonderheft, 27/1990, Düsseldorf 1990, S. 23ff.

4 Vgl. Belzer, Volker (1993): Unternehmenskooperationen – Erfolgsstrategien und Risiken im industriellen Strukturwandel, München 1993, S. 19.

5 Vgl. Sell, Axel (1994): Internationale Unternehmenskooperationen, München 1994, S. 3.

6 Vgl. Klanke, Burkard (1995): Kooperationen als Instrument der strategischen Unternehmensführung - Analyse und Gestaltung – dargestellt am Beispiel von Kooperationen zwischen Wettbewerbern, Osnabrück 1995, S. 72.

7 Vgl. Weder, Rolf: Internationale Unternehmenskooperation: Stabilitätsbedingungen von Joint Ventures, in Außenwirtschaft, 2/1990, Chur 1990, S. 271f.

8 Vgl. Thelen, Eva (1993): Die zwischenbetriebliche Kooperation - Ein Weg zur Internationalisierung von Klein- und Mittelbetrieben?, Frankfurt am Main 1993, S. 57f.

9 Vgl. Sell, Axel (1994), a.a.O., S. 19.

10 Vgl. Klanke, Burkard (1995), a.a.O., S. 41f.

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