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Autor: Nina Krull
Fach: Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Details
Institution/Hochschule: Universität Dortmund (Fachbereich Geographie)
Tags: Medium, Film, Sachunterricht, Löwenzahn, Arbeitsmethoden, Sachunterricht
Jahr: 2003
Seiten: 52
Note: sehr gut
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1274 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-29536-9
Textauszug (computergeneriert)
Das Medium Film im Sachunterricht - Löwenzahn -
von: Nina Krull
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Filmgattungen 5
2.1 Filmgattung: Spielfilm 5
2.2 Filmgattung: Unterrichtsfilm 6
2.3 Filmgattung: Dokumentarfilm 6
2.4 Filmgattung: Pädagogischorientierter Film 7
2.5 Filmgattung: Sachorientierter Film 7
2.5.1 Sachorientierter Film mit Spielhandlung 7
2.5.2 Sachorientierter Film ohne Spielhandlung 8
3. Einsatz des Mediums Film 8
3.1 Vorteile des Filmeinsatzes 9
3.2 Nachteile des Filmeinsatzes 10
3.3 Notwendige Vorüberlegungen der LehrerIn 10
4. ‚Löwenzahn: – Wie die Kartoffel in den Keller kommt’ 13
4.1 Allgemeines zur Sendung Löwenzahn 13
4.1.1 Geschichte des Kinderfernsehens in Deutschland 13
4.1.2 Konzeption, Prinzip und Themenauswahl der Sendereihe Löwenzahn 15
4.1.3 Ziele und Zukunft der Sendereihe 17
4.1.4 Der Moderator Peter Lustig 19
4.1.5 Markenzeichen der Sendereihe ‚Löwenzahn’ 19
4.2 Inhalt der Folge ‚Wie die Kartoffel in den Keller kommt’ 20
4.3 Relevanz der Einstellungs- und Schnitttechniken bei Löwenzahn 23
4.4 Relevanz für den Sachunterricht der Grundschule 25
4.5 Einsatz des Films im Unterricht 26
4.5.1 Didaktische Analyse nach dem ‚Berliner Modell’ 26
4.5.2 Unterrichtsvorgehen 28
5. Fazit 32
6. Anhang 34
6.a ‚Kartoffellied’ 34
6.b Filmwürfel 35
6.c Filmdomino 36
6.d Lügengeschichte zur Sendung ‚Wie die Kartoffel in den Keller kommt’ 37
6.e Aufbau der Kartoffel 38
6.f Wachstumsbedingungen der Kartoffel 40
6.g Wir pflanzen selber Kartoffeln 41
6.h Beobachtungsbogen 42
6.i Die Geschichte der Kartoffel 43
6.j Das Kartoffel-Rätsel 44
6.k Kartoffeln – echt lecker! 45
6.l Geschmackstest 46
6.m Kartoffel-Marmelade 47
6.n Auch Käfer mögen Kartoffeln 48
6.o Kartoffeldruck 49
6.p Kartoffeldruck – Bilder von Kartoffelkäfern 51
7. Literatur 52
1. Einleitung
Seit die Brüder Lumière im Jahre 1895 ihren Kinematographen in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt haben, hat sich die Filmtechnik stark weiter entwickelt. Im Zuge dieser Weiterentwicklung, haben sich auch die Inhalte der produzierten Filme gewandelt. Zeigten die Brüder Lumière noch vorwiegend Aufnahmen von Monarchen, Ministern und anderen Prominenten, so kann man heute neben den Weltnachrichten im täglichen Fernseh- und Kinoprogramm Spielfilme, Dokumentarfilme, etc. sehen.
Im >Handbuch Medien im Geschichtsunterricht<1 werden folgende Filmgattungen genannt, die für den Unterricht von Bedeutung sind: „Unterrichtsfilme, Dokumentarfilme, Kulturfilme, audiovisuelle Publizistik (Wochenschauen), gefilmte Interviews, Filmdokumente, Spielfilme, historische Rekonstruktions- und Kostümfilme, Features, Kompilationsfilme“2. In >Der Film im Sachunterricht<3 werden nur die Kategorien „pädagogisch orientierter Film“ und „sachorientierter Film mit bzw. ohne Spielhandlung“ unterschieden. Im Folgenden möchte ich zunächst auf die Bereiche Spiel-, Unterrichts- und Dokumentarfilme sowie auf die Bereiche der pädagogischorientierten und der sachorientierten Filme eingehen. Anschließend komme ich zu den Vor- und Nachteilen des Filmeinsatzes im Unterricht sowie der richtigen Vorbereitung des Mediums Film. Im Hauptteil stelle ich dann einen, für den Sachunterricht in der Grundschule geeigneten, sachorientierten Film mit Spielhandlung exemplarisch vor.
2. Filmgattungen
Es lassen sich folgende Filmgattungen unterscheiden: „Komödie, Krimi, Drama, Thriller, Horror, Science fiction, Abenteuer, Western, Kriegsfilm, Historienfilm, Heimatfilm, Märchenfilm, Liebesfilm, Erotik, Musikfilm und Zeichentrickfilm. Arten des Trickfilms (Animationsfilm) sind der Zeichen-, der Puppentrick- und der 3D-Animationsfilm[e] [zuzuordnen]. [Anhand seiner] (...) Funktion wird der Film eingeordnet als: Unterhaltungsfilm, Werbefilm, Dokumentarfilm, Anleitungsfilm. Film[e] [lassen] sich auch einteilen nach dem angestrebten Publikum: Kinderfilme, Jugendfilme und Erwachsenenfilme.“4 Im Folgenden möchte ich auf die verschiedenen Filmgattungen kurz eingehen, die im Sachunterricht der Grundschule von Bedeutung sein könnten.
2.1 Filmgattung: Spielfilm
„Der Begriff Spielfilm bezeichnet eine Filmgattung von unterschiedlicher Länge, bei der das Geschehen vor der Kamera mit dem Ziel der Gestaltung einer vorher im Drehbuch festgelegten Handlung in Szene gesetzt wird, wobei Darsteller bestimmte Rollen spielen.“5 Für die Filmgattung „Spielfilm“ gibt es verschiedene Definitionen6, die im Wesentlichen folgende Merkmale beinhalten: Ein Spielfilm ist fiktional, die Handlung ist durchgehend und folgt einem festgelegtem Muster (Drehbuch). Spielfilme können noch in Unterkategorien eingeteilt werden, wie z.B. den historischen Spielfilm, auf die ich aber nicht näher eingehen möchte. Ich denke für den Sachunterricht sind diese Unterkategorien weitgehend unrelevant.
2.2 Filmgattung: Unterrichtsfilm
Unterrichtsfilme sind speziell auf den schulmäßigen Wissens- und Bildungserwerb ausgerichtete Medien, die einen deutlich begrenzten, auf Lehrpläne ausgerichteten Lerninhalt vermitteln und nach bestimmten didaktischen Gesichtspunkten aufgebaut sind. Ältere Unterrichtsfilme zeichnen sich durch sachliche Strenge, geringe gestalterische Mittel, durch stark belehrender Tendenz aus. Der Ton des Unterrichtsfilm überdeckt häufig den Originalton des Filmmaterials ("Off-Kommentar"). Neuere Unterrichtsfilme zeigen eine Abkehr von den starren Präsentationsformen älterer Filme. Beeinflusst durch die angelsächsische Filmdidaktik integrieren die Filme szenisches Spiel, filmquellenkritische Rekonstruktionen, Reportagen z.B. von Ausgrabungen oder über Forschungsarbeiten mit filmischem Material von Zeitzeugen.
2.3 Filmgattung: Dokumentarfilm
„Dokumentarfilm (...) Film, der Begebenheiten auf Grund von Dokumenten der Wirklichkeit entsprechend darstellt.“7 „Dokumentarfilm, auch Kulturfilm, berichtet Tatsachen ohne Spielhandlung.“8 Diese Definitionen sind noch sehr allgemein gefasst. Genauer ist diese: „Der Dokumentarfilm gibt im Unterschied zum Spielfilm mit dokumentarischem Material die Realität unmittelbar berichtend wieder; häufig wird er durch gesprochenen Text kommentiert. (...)“9. Kurz zusammengefasst kann man also festhalten, dass der Dokumentarfilm vor allem aufklären und informieren will. Allerdings gilt es dabei zu berücksichtigen, dass auch hier die Entstehungszeit und die Absichten des Produzenten nicht unmaßgeblich an der Intention des Films mitwirken.
2.4 Filmgattung: Pädagogischorientierter Film
FUSSHÖLLER und SCHRÖTER sehen folgende Ziele für diese Filmgattung:
· „ Vorstellung sozialer Probleme und Anregung zu deren Analyse, Lösung und Behebung;
· Mithilfe beim Erziehungsproze[ss] bezüglich Denken, Handeln und Einstellung der Schüler[Innen];
· Bewu[ss]tmachen des eigenen und des Rollenverhaltens der Mitmenschen und Anstoß zu einer kritischen Überprüfung und evtl. Änderung bzw. Respektierung dieses Verhaltens;
· Aufzeigen der Wechselwirkung zwischen eigenem Verhalten und den Reaktionen der Mitmenschen“10
Pädagogischorientierte Filme vermitteln ihren erzieherischen Auftrag meistens durch Spielhandlungen und können deshalb auch der Filmgattung ‚Spielfilm’ untergeordnet werden. Filme dieser Gattung sollen vor allem als Leitfaden für die SchülerInnen angesehen werden. Sie sollen mit Hilfe dieser Filme Problemlösestrategien entwickeln sowie ihr Toleranzspektrum erweitern.
2.5 Filmgattung: Sachorientierter Film
[...]
1 2. Auflage von 1999
2 Handbuch Medien im Geschichtsunterricht, S. 367
3 1. Auflage von 1977
4 www.kunstwissen.de/fach/f-kuns/film/film01.htm vom 14.07.03
5 www.kunstwissen.de/fach/f-kuns/film/film01.htm vom 14.07.03
6 siehe u.a Bertelsmann – Die neue deutsche Rechtschreibung, 1996
7 Bertelsmann - Die neue deutsche Rechtschreibung, 1996
8 Der Brockhaus in einem Band, 1993
9 www.kunstwissen.de/fach/f-kuns/film/film01.htm vom 14.07.03
10 Der Film im Sachunterricht, 1977, S. 22f.
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