Autoren: Alexander Möller, Andreas Unterreitmeier
Fach: Technik
Details
Jahr: 2004
Seiten: 93
Note: sehr gut
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1117 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-29551-2
Projektarbeit (Abschlussarbeit) von Staatlich geprüften Holztechnikern der Fachschule Rosenheim Ausbildungsdauer: zwei Jahre in Vollzeit
Textauszug (computergeneriert)
Anpassung eines bestehenden Haustürenkonzeptes
an den Stand der Normung
von: Alexander Möller
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 8
1 Überblick 9
2 Ziele und Vorgespräche 11
3 Stand der Technik 13
4 Der Wärmeschutz nach DIN 4108 ; EnEV 16
4.1 Grundlagen 16
4.2 Berechnung Modell 1 18
4.3 Berechnung Modell 2 20
4.4 Bodenschwelle 22
5 Schallschutz nach DIN 4109 25
5.1 Grundlagen 25
5.2 Berechnung 26
5.3 Konstruktive Kriterien 29
6 Luftdurchlässigkeit nach DIN EN 12207:2000-06 30
6.1 Grundlagen 30
6.2 Konstruktive Kriterien 31
7 Schlagregendichtheit nach DIN EN 12208:2000-6 33
7.1 Grundlagen 33
8 Windwiderstandsfähigkeit nach DIN EN 12210:2000-6 35
8.1 Grundlagen 35
9 Zusammenfassung von Luftdurchlässigkeit, Schlagregendichtheit und Windwiderstandsfähigkeit 37
10 Einbruchschutz nach DIN V ENV 1627 40
10.1 Grundlagen 40
10.2 Konstruktive Kriterien 42
10.3 Konstruktive Vorschläge 45
10.4 Prüfung 46
11 Klimaprüfung nach DIN EN 1294 und DIN EN 1121 50
11.1 Prüfungen 50
11.2 Konstruktive Kriterien 53
11.3 Konstruktive Vorschläge 53
12 Sonderanforderungen 57
12.1 Durchschusshemmung nach DIN EN 1522 57
12.2 Rauch- und Feuerschutztüren nach DIN 18095 und DIN 4102-5 58
12.3 Strahlenschutz nach DIN 6834 61
12.4 Sprengwirkungungshemmung nach DIN EN 13123 62
13 Montage von Außentüren 63
14 Zusammenfassung der Verbesserungen 71
15 Gewährleistung nach VOB und BGB 74
16 Der Weg zum CE – Zeichen 78
17 Wartungs- und Pflege- Anweisung 83
Anhang A: Muster der Kopiervorlage für die Wartung und Pflege 86
Anhang B: Schraffurenübersicht 88
Literaturverzeichnis 89
Verwendete Hilfsmittel 91
Vorwort
Unsere Projektarbeit beschäftigt sich mit den Anforderungen von Außentüren aus Holz. Wie kam es zu diesem Thema? In unseren Augen sollte die Projektarbeit einen hohen praktischen Verwendungszweck für ein Unternehmen darstellen. Bei der Suche nach einem geeigneten Thema für eine Projektarbeit bot sich eine Zusammenarbeit mit der Schreinerei Daxenberger an. Bei einer Anfrage bei der Geschäftsleitung, wie wir im Rahmen einer Projektarbeit dem Unternehmen helfen könnten, war das Thema „Haustüren“ schnell gefunden. Was können unsere Haustüren leisten? Sind die bestehenden Eigenschaften ausreichend für die aktuellen Anforderungen? Was muss bzw. was sollte verändert werden? Welche Anforderungen oder Normen müssen und welche sollten eingehalten werden? Nun waren wir gefragt. Warum eigentlich wir? Dieses Thema hörte sich zunächst recht unspektakulär an. Aber nach einer Informationsvisite bei der Schreinerei Daxenberger, mit Unterlagen vom ift (Institut für Fenstertechnik e.V., Rosenheim), PTE (Prüfinstitut Türentechnik + Einbruchsicherheit, Rosenheim) und erste Informationen aus dem Internet, war sehr schnell klar, dass dieses Thema umfangreicher ist, wie der erste Gedanke es erahnen lies. Mandatierte Eigenschaften, nicht mandatierte Eigenschaften, Prüfnorm, Klassifizierungsnorm, Produktnorm, Energieeinsparverordnung (EnEV), Landesbauordnung (LBO), Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB), RALGütegemeinschaft Auf den ersten Blick standen uns sehr viele Richtlinien gegenüber, die zu bearbeiten waren.
In Absprache mit unserem betreuenden Dozenten, Herrn OStR Dipl.-Ing. (FH) Peter Mölkner, konnten wir uns zu zweit auf dieses Thema stürzen. Die Grundlage einer guten Projektarbeit ist immer noch eine kompetente Fachliteratur. Auf der Suche nach geeigneten Unterlagen wurden wir immer wieder auf „Das Türenbuch“ von Dipl.-Ing. (FH) Rüdiger Müller, dem Geschäftsführer des PTE Rosenheim, verwiesen. Dieses Buch stellte sich später als Hauptgrundlage unserer Ausarbeitung heraus. Nun gibt es ja verschiedene Haustürentypen mit den unterschiedlichsten Anforderungen (z.B. ein- und zweiflüglige Türen, mit oder ohne festen Seitenteil, mit oder ohne Oberlicht, der Rahmen als Blendrahmen oder als Zarge). Für unsere Projektarbeit sollen wir in Absprache mit der Schreinerei Daxenberger zwei Typen von Außentüren untersuchen. Erstens: Einflüglige Blendrahmentüre; Türblatt ohne Ausfachung (nachfolgend Modell1) Zweitens: Einflüglige Blendrahmentüre; Türblatt mit transparenter und nichttransparenter Ausfachung (nachfolgend Modell2) Bei der Bestandsaufnahme der zurzeit produzierten Haustüren wurden folgende konstruktive Details ermittelt. Blendrahmen: Dreiseitig Massivholz im Querschnitt 90mm/90mm Unten quer Winkelschwellenanschlag aus Aluminium 30mm/50mm/5mm Doppelfalzgeometrie Türblatt:
Symmetrischer Aufbau über den Querschnitt von 68mm
• Deckschicht Furnier 1,5mm
• Sperrholz DIN 68 705 – FU AW 2-2-6 (geschliffen)
• Stäbchensperrholz DIN 68 705 – STAE AW 2-2-28 (geschliffen)
• Stäbchensperrholz DIN 68 705 – STAE AW 2-2-28 (geschliffen)
• Sperrholz DIN 68 705 – FU AW 2-2-6 (geschliffen)
• Deckschicht Furnier 1,5mm
Vierseitig 35mm Anleimer überfurniert Das Deckfurnier wird mit BASF Kaurit 122 Pulver + Kauramin 650 Pulver, die restlichen Verleimungen werden mit Türmer – Weißleim WB 100 (ohne Härter) der Beanspruchungsgruppe D3 nach DIN EN 204 verleimt Bänder:
Simonswerk BAKA 2D - 20
Simonswerk BAKA 2D - 20 FD für Überschlagdichtung
Schloss: KFV Mehrfachverriegelung mit Schließbolzen AS 2300 Dornmaß 80 mm Winkelschließblech KFV 15-3E und eingefräste Schließplatten
Beschläge: Nach Kundenwunsch
Dichtung: Umlaufend auf einer Dichtungsebene Schlegel Q-lon QL – 3028
Verzugssicherung: Schachermeier, Antiverzugsbeschlag Plano HT
Transparente Ausfachung: MIG 4/16/4 mit 1,1 ) ² ( K m W ⋅ Beidseitig durch Profilleisten gehalten
Nichttransparente Ausfachung: Außen und Innen Massivholzfüllung abgeplattet auf 8mm im Falzbereich Mittellage aus 10 mm PUR WLG 030
Oberfläche: Adler Lacksystem
• Spritzbeize
• Pyropur G 50 (DD - Lack)
• Zweifach Aquawood DSL
2 Ziele und Vorgespräche
Am Ende dieser Projektarbeit sollen zwei Außentüren (Modell1 und Modell2) als Prüfkörper entstehen, bei denen die erarbeiteten Ergebnisse aus der Untersuchung Eingang finden.
• Die Überprüfung der Außentüren sollen später vom ift oder PTE- Rosenheim durchgeführt werden.
• Den erarbeiteten Ergebnissen sollen fundierte Fakten mit Hindergrundkenntnissen zugrunde liegen.
• Die Mitarbeiter des Unternehmens sollen qualifizierte Aussagen über das Bauteil Außentüre gegenüber Architekten und Bauherren geben können.
• Bei Ausschreibungen sollen Missverständnisse oder Nichtbeachtung bei den einzelnen Anforderungen vermieden werden.
• Das Produkt Außentüre soll preislich so gestaltet sein, dass es auch noch verkaufbar ist.
• Die Reklamationsrate soll sich logischerweise automatisch verringern.
Bei einem Gespräch mit dem Leiter der AV Fenster- u. Türenbau, Herrn Franz Lohmeyer, wurden teilweise immer wiederkehrende Probleme besprochen. Nach seinen Angaben fiel auf, dass das Türblatt auf der Innenseite im Winter hohl wurde, jedoch im Sommer einen runden vertikalen Verzug aufwies. Beide Zustände führten zu erhöhten Bedienkräften bis zur nichtverschließbaren Türe. Auch die Dichtigkeit des Bauteiles wurde damit stark beeinflusst. Um dieses Problem zu minimieren wurden Aluminium – Phenolharzlagen als Dampfsperre beidseitig unter den Deckfurnieren aufgeleimt. Dies stellte sich in der kommenden Sommer- u. Winterperiode als unwirksam heraus. Diese Maßnahme wurde wieder zurückgezogen. Des Weiteren senkte sich das Türblatt in Einzelfällen kurz nach der Montage auf der Schlossseite ab.
Herr Lohmeyer machte uns auf die allgemein verbreiteten unzureichenden Angaben im Leistungsverzeichnis (LV) mancher Ausschreibungen aufmerksam. Damit verbunden ist ein hoher Zeitaufwand, um herauszufinden was überhaupt angeboten werden muss. Dies können wir zwar nicht ändern, aber eine kompakte Übersicht von Mindestanforderungen und Sonderanforderungen und deren Abstufungen am Bauteil Außentüre wäre sehr hilfreich. Ein Wunsch seinerseits ist es, bei der Konstruktion der Außentüren auf einen Zukauf der Türblätter anderer Produzenten zu verzichten. Der Zukauf wurde schon einmal bei besonderen Anforderungen an die Außentür praktiziert. Hierbei traten dann Probleme mit der individuellen Maßgestaltung auf. Auch aus wirtschaftlichen Gründen möchte Herr Lohmeyer seine Türblätter, soweit es möglich ist, in Eigenproduktion herstellen. Sehr positiv ist herauszustellen, dass es bei einer längeren Rückbetrachtung keinerlei Reklamationen mit der Oberflächenbeschichtung gegeben hat. Lediglich an zwei Vollholzfüllungen musste wegen Rissbildung nachgearbeitet werden. Auch die Tauwasserbildung an den Außentüren bzw. Schimmelbildung an den Laibungen des Baukörpers bei den Außentüren war nie Gegenstand eines Mangels. Auch die Fugenausbildung der Längs - u. Querfriese bei dem Rahmentürblatt (Modell2) lässt sich auch nach mehreren Jahren als „sehr gut“ bezeichnen. Weiterhin konnte festgestellt werden, dass bei Reklamationen der Funktionalität die Pflege und Wartung der Haustüre nur sehr mangelhaft bzw. gar nicht vorgenommen wurde. Eine gut gestaltetes Informationsblatt für den Endkunden könnte noch bei unserer Bearbeitung mit erstellt werden. Zum Schluss erklärte Herr Lohmeyer noch einmal, dass wir jederzeit auf Ihn, seine Mitarbeiter und auf Firmenunterlagen, die wir zur Bearbeitung dieses Themas benötigen, zurückgreifen können und wünschte uns recht viel Erfolg bei der Projektarbeit.
3 Stand der Technik
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