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Das Konzept der Geldpolitik und die Geldstrategie der Europäischen Zentralbank

Autor: Susanne Klasen
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre

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Details

Veranstaltung: Vorlesung, Seminar
Institut: Hochschule für Wirtschaft und Politik
Tags: Konzept, Geldpolitik, Geldstrategie, Europäischen, Zentralbank, Vorlesung, Seminar
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 18
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 360 KB
Archivnummer: V27596
ISBN (E-Book): 978-3-638-29601-4

Textauszug (computergeneriert)

Das Konzept der Geldpolitik und die Geldstrategie der
Europäischen Zentralbank

von: Susanne Klasen

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  1

2. Die geldpolitischen Grundlagen der EZB  2

2.1 Historische Fakten  2
2.2 Zusammensetzung und Aufbau der EZB  4
2.3 Die Geldpolitik der EZB  6

2.3.1 Steuerung der Geldmenge und Mindestreservepolitik im Allgemeinen  6
2.3.2 Die Monetären Aggregate und die Mindestreservepolitik der EZB  8
2.3.3 Das Instrumentarium der EZB zur Steuerung der Geldpolitik  10

3. Die Strategie der EZB  10

3.1 Die Auswahl der Strategie zur Umsetzung ihrer Zielvorgaben  11
3.2 Positive und negative Kritik zur Strategiewahl  12

4. Schlußbetrachtungen und ein Ausblick  13

5. Literatur, Quellennachweis  15
 


 

 

1. Einleitung

Seit Jahresbeginn 2002 ist es soweit, daß ein Großteil der Einwohner Europas den EURO1 in den Händen halten. Die Probemünzen, auch Starter - Kits genannt, gab es bereits zwei Wochen vorher, um sich mit der neuen Währung vertraut zu machen. Außerdem sollte möglichen Bargeldengpässen am Jahresanfang entgegengewirkt werden. Schon am 1.1.1999 verloren die nationalen Banken der 11 Euro-Länder (Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal, sowie Spanien) ihre Währungskompetenz. Diese mündete in einer zentral gesteuerten Geld- und Währungspolitik, deren Verantwortung der Europäischen Zentralbank als Leiterin und Vertreterin des europäischen Bankensystems übertragen wurde. Die EZB, die seit dem 01.06.1998 mit ihrer Arbeit begonnen hat, besitzt seitdem das alleinige Recht, Banknoten im Euro-Währungsgebiet auszugeben.2

Die Europäische Zentralbank ist eine unabhängig von politischen Instanzen agierende Einrichtung, deren Hauptziele es sind, die Preisstabilität in Europa zu gewährleisten, aber auch mit der Entwicklung auf dem internationalen Geld - und Währungsmarkt Schritt zu halten. Damit hat sie eine weitreichende Verantwortung im europäische Währungsraum und verfolgt entsprechende Ziele, um dieser Aufgabe gerecht zu werden. Unter anderem gehört die Abwicklung internationaler Devisengeschäfte dazu. Nach einem kurzen historischen Überblick über die Entwicklungsgeschichte der Europäischen Zentralbank soll sich diese Arbeit mit deren theoretischen Fundament befassen. Geldtheoretischen Grundzüge sollen genauer beleuchtet und im weiteren Verlauf schließlich die damit einhergehende Strategie der EZB näher betrachtet werden. Darüber hinaus wird „ ein kritischer Blick über den Tellerrand“ seinen Platz finden, sowohl die Standpunkte von Befürwortern als auch von Gegnern der Arbeit der EZB werden in die Hausarbeit einfließen. Schließlich wird ein Ausblick in das europäische Währungszeitalter diese Arbeit abrunden.

2. Die geldpolitischen Grundlagen der EZB

2.1 Historische Fakten

Der Weg bzw. der Bau zur symbolisch betrachteten, ersten Stufe der EZB begann vor einem halben Jahrhundert. Bereits in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden die Römische Verträge3, die den Grundstein der europäischen Währungsvereinigung darstellen, unterzeichnetet. Sie traten am 1. Januar 1958 in Kraft. Gründungsmitglieder der EWG, der wichtigsten Teilorganisation der Europäischen Gemeinschaften, waren Belgien, die BRD, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. 15 Jahre später traten Dänemark , Großbritannien und Irland bei. Griechenland wurde 1981, Portugal und Spanien 1986, Finnland, Österreich und Schweden schließlich 1995 in die Gemeinschaft aufgenommen.

Bis heute haben die Ziele des Vertragswerkes uneingeschränkte Gültigkeit. Diese sind zum einen die Beseitigung von Handelshemmnissen zwischen den Mitgliedstaaten (Zollunion), aber auch eine gemeinsame Verkehrs- und Agrarpolitik der Länder. Darüber hinaus wird ein freier Waren-, Dienstleistungs-, Personen- und Geldverkehr angestrebt.4 Die Entwicklung der EZB ist sehr eng verbunden mit jener der EU, auf die hier aber nicht weiter eingegangen werden soll. Schon 1970 gab es erste Entwürfe und Pläne, welche eine zentrale Überwachung und Handhabung der europäischen Geld- und Währungspolitik vorsahen. Nachzulesen ist dies im sogenannten „Werner-Plan“5 Die eigentliche Währungsunion schließlich vollzog sich in drei Stufen. Hierfür wurde ein detaillierter Plan von JACQUES DELORS6 vorgelegt, welcher die Ausgangsbasis für den Maastrichter Vertrag7 bildete. Ein langer Prozeß auf dem Wege zur Realisierung der Europäischen Währungsunion nahm seinen Gang, welcher dann zur Gründung der EZB am 1.6.1998 führte.

[...]


1 vgl. Scheller, S. 173

2 vgl. Scheller, S. 11

3 vgl. Gründungsvertrag der EWG vom 25.03.1957

4 vgl. Gründungsvertrag der EWG vom 25.03.1957

5 vgl. Scheller, S. 24 und EZB Die einheitliche Geldpolitik in Stufen

6 vgl. Delors, Jacques, 1985 - 1994 Präsident der Europäischen Kommission

7 vgl. Scheller, S. 2

Kommentare

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