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Zu: John Colins - Highlife Time - Concert Partys und Highlife Musik

Literature Review, 2004, 7 Pages
Author: Marcel Hylla
Subject: Musicology

Details

Event: Musik und soziale Teilungen in multiethnischen Gesellschaften
Institution/College: University of Paderborn (Musikhochschule Detmold)
Tags: John, Colins, Highlife, Time, Concert, Partys, Highlife, Musik, Teilungen, Gesellschaften
Category: Literature Review
Year: 2004
Pages: 7
Grade: 1.3
Language: German
Archive No.: V27631
ISBN (E-book): 978-3-638-29630-4

File size: 159 KB


Excerpt (computer-generated)

Zu: John Colins - Highlife Time –
Concert Partys und Highlife Musik

von: Marcel Hylla

 


Inhalt

1. Einleitung

2. Highlife

2.1 Die Concert Partys – Ursprünge und Entwicklung
2.2 Highlife Musik – Ursprünge und Entwicklung

3. Bezug zum Thema des Seminars

4. Kritische Beurteilung des Textes

 



1. Einleitung

Der folgende Text basiert auf dem im Jahre 1996 von Professor John Colins veröffentlichten Buch „Highlife Time“ und soll die Entstehung, Entwicklung und Wandlung der Highlife Musik, bis hin zu ihrer teilweisen interkontinentalen Popularisierung beschreiben. Zusätzlich folgt noch eine kurze, kritische Auseinandersetzung mit dem Aufbau und dem musikwissenschaftlichen Kontext des Buches.

2. Highlife

2.1. Die Concert Partys – Ursprünge und Entwicklung

In seinem 1996 veröffentlichten Buch „Highlife Time“ beschreibt John Colins die in Ghana wichtigste und populärste, vorkommende Tanzmusik, die sogenannte „Highlife-Musik“.
Ihre Wurzeln liegen laut Colins in den Blaskapellen, den Tanzorchestern und den Gitarren, sowie Akkordeon Palmwine Gruppen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. In der heutigen Zeit zeigen sich weiterhin starke Verbindungen zu den sogenannten Concert Party Gruppen und ihren Gitarrenbands auf. Bei diesen Concert Party Gruppen handelt es sich vorwiegend um professionelle Künstler, die neben der Highlife Tanzmusik auch Theater, Akrobatik und Zaubervorstellungen für die urbane Landbevölkerung und für die arme Bevölkerung der Städte darbieten. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts avancierten diese Bands zur kulturell vorantreibenden Kraft Ghanas. In der Folgezeit, den späten 1960er Jahren, sollten diese Bands dann zu einem wesentlichen Einflussfaktor für die populären ghanaischen Musiker werden.
Grundlegend für die Entwicklung der Concert Partys waren die im Zuge der Kolonialisierung nach Ghana „eingeführten“ westlichen Konzerte. Hierbei spielen z.B. die alljährlichen Schulkonzerte zur Feier des British Empire Days (24.Mai), und die sogenannten Cantatas, bei denen biblische Geschichten aufgeführt werden, eine wichtige Rolle für die Etablierung der westlichen Bühnenperformances in der ghanaischen Kultur.

Einer der ersten nennenswerten Künstler der Concert Partys war ein Schuldirektor namens Yalley, der auf seinem Schulkonzert im Jahre 1918 zu Ehren des British Empire Days eine 3-stündige Show mit Gesangs-, Comedy- und Tanzeinlagen aufführte. Bei der musikalischen Gestaltung nutzte er unter Anderem die Unterstützung einer Blaskapelle und eines Schlagzeug- Harmonium Duos, welches ihn mit einer Auswahl der damals populären Ballroom Tanzmusik (Ragtime, Foxtrott, Quickstepp und Walzer) begleitete. Aufgrund der hohen Eintrittspreise jedoch, blieben diese Konzerte vorwiegend der „schwarzen Elite“ und einigen ausgewählten, eingeladenen europäischen Besuchern vorbehalten. Auf diesem Hintergrund begründete Ishmael ‚Bob’ Johnson, ein weiterer wichtiger Einflussgeber für die Entwicklung der Concert Partys, die sogenannten Sixpenny Shows, deren prägendster Einfluss auf die mit Gitarrenbegleitung gesungenen Shantys der liberianischen Seefahrer zurückgeht. Aufgrund der humanen Preise, waren diese Shows nun auch für die Land- und die arme Stadtbevölkerung zugänglich. Folglich hatten sich die Concert Partys in den späten 1920er Jahren in zwei Extreme aufgeteilt. Auf der einen Seite standen die „Upper Class“ Concert Partys von Yalley, auf der anderen Seite die „Urban Class“ Concert Partys (Sixpenny Shows) von Johnson. Ein weiterer wesentlicher Unterschied war, dass die Sixpenny Shows im Gegensatz zu den „Upper Class“ Concert Partys, die größtenteils in Englisch aufgeführt wurden, überwiegend in der Landessprache Akan dargestellt wurden, wodurch sich der stärkere lokale kulturelle Bezug der Sixpenny Shows aufzeigen lässt. Während die „Upper Class“ Concert Partys in den 1930er Jahren fast vollständig von der Bildfläche verschwanden, sollten die Sixpenny Shows, unter der Führung von Johnsons Band „The Axiom Trio“ zu enormer Popularität ansteigen und ab den 1940er Jahren sogar wegweisend für die weitere Entwicklung der Highlife Musik sein.

[...]


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