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Literature Review, 2004, 7 Pages
Author: Marcel Hylla
Subject: Musicology
Details
Institution/College: University of Paderborn (Musikhochschule Detmold)
Tags: Instrumentalmusik, Toba-, Karo-Batak, Indonesien), CD-Besprechung, Proseminar, Studium, Musik
Year: 2004
Pages: 7
Grade: 1.0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-29631-1
File size: 208 KB
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Excerpt (computer-generated)
Die Instrumentalmusik der Toba- und Karo-Batak
(Nordsumatra, Indonesien) - CD-Besprechung
von: Marcel Hylla
Inhalt
1. Einleitung
2. Die Kultur und die Musik der Batak-Völker
2.1 Geographische Lage und kulturelle Entwicklung
2.2 Die gondang - Musik der Toba-Batak
2.3 Die Instrumente und das Zusammenspiel des gondang
3. Gestaltung des Booklets
4. Kritische Beurteilung des Booklets
1. Einleitung
Der folgende Text setzt sich mit der kommentierten Doppel-CD, die „Instrumentalmusik der Toba- und Karo-Batak“ von Prof. Artur Simon in Nordsumatra und Indonesien, unter Einbezugnahme der geschichtlichen, sowie geographischen Entwicklungen und Gegebenheiten auseinander. Des Weiteren erfolgt noch eine Beschreibung des Booklets und eine kurze, kritische Auseinandersetzung mit demselbigen.
2. Die Kultur und die Musik der Batak-Völker
2.1 Geographische Lage und kulturelle Entwicklung
Das Volk der Batak lebt auf der südlich von der malaiischen Halbinsel gelegenen, zweitgrößten indonesischen Insel, Sumatra. Das Volk der Batak wird in fünf große Untergruppen, die Toba, die Karo, die Simalungun, die Pakpak und die Angkola/Mandailing.
Alle fünf Völkergruppen besitzen eine ähnliche Sozialstruktur, die in der adat, dem traditionellen Verhaltenskodex verankert ist. Ihren Lebensunterhalt bestreiten diese Völker vorwiegend durch die Landwirtschaft und dem Handel mit den daraus entstandenen Gütern. Im Gegensatz zu dem Volk der Toba, welches im tropischen Flachland wohnt und sich folglich vorwiegend auf den Reisanbau spezialisiert hat, haben die Karo durch ihre geographische Lage im sogenannten Karo-Hochland, bedingt durch das Wetter eine größere Auswahl an landwirtschaftlichen Erzeugnissen zur Verfügung.
Aufgrund von geschichtlichen Erkenntnissen ist anzunehmen, dass die Batak, durch die sich schon seit dem 7. Jahrhundert auf Sumatra gebildeten indisch, sowie hinduistisch geprägten Reiche, kulturell enorm geprägt worden sind. So sind z.B. die Schrift und die zahlreichen Sanskritentlehnungen in der Sprache der Batak südindischen Ursprungs.
Im 13. Jahrhundert setzte dann, an der Küste beginnend die Islamisierung Sumatras ein. Der islamitische Glaube konnte sich jedoch im Gegensatz zu den Küstenvölkern bei den Batak, bis auf einige begriffliche Übernahmen, wie z.B. adat, das als Oberbegriff für Sitte, Brauchtum, Sozialverhalten und die hierdurch wiederum bedingte Tradition steht, nicht durchsetzten. Ca. ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, begann dann durch die Missionare der Rheinischen Missionsgesellschaft, die Christianisierung auf Sumatra. Folge war, dass bis heute ungefähr 80 % der Toba zum Christentum übergetreten sind. Um so erstaunlicher ist es, dass sich die gondang genannte Zeremonialmusik, verbunden mit einer Reihe der alten sozialen Feste und adat-Tänze, noch bis in die heutige Zeit erhalten konnte. Im Folgenden möchte ich diese Zeremonialmusik der Toba näher erläutern.
2.2 Die gondang - Musik der Toba-Batak
Trotz dem überwiegend ausgeprägten christlichen Glauben ist die gondang (von malaiisch gendang = Trommel) genannte Zermonialmusik der Toba-Batak noch eng mit den Glaubenselementen und Sozialvorstellungen der Batak verbunden. Bei der Betrachtung der religiösen, sowie sozialen Funktion dieser Musik, muss man den ursprünglich vorchristlichen von dem heutigen, weitestgehend christlich geprägtem Zustand unterscheiden. Ursprünglich umfasst die gondang-Musik die religiöse, sowie soziale Funktion gleichermaßen. So diente sie zum Einen der Verehrung der Götter (s. z.B. CD 24:5 „gondang Mulajadi na Bolon“) und wurde gleichermaßen auch zur Kontaktaufnahme oder Anrufung von Geistern, z.B. dem begu (Totengeist, durch den die Menschen nach ihrem Tod weiter bestehen) gebraucht. Heutzutage sind nach wie vor die wichtigsten sozialen Feste der Toba, wie z.B. das Ahnenfest „ulaon panangkokhon saring-saring“, die Zweitbestattung der Ahnen, sowie die Totenfeste eng mit dem gondang verbunden. Des Weiteren wird der gondang in der heutigen Zeit aber auch bei Festen, wie z.B. Erntefesten, Jugendtänzen und Kirchenjubiläen, die nicht in der adat, dem traditionellen Verhaltenskodex der Batak verankert sind, gespielt. In den letzten Jahren bildeten sich vorwiegend in der Gegend um Balige folgende vier gondong-Arten heraus:
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