Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Hausarbeit, 2004, 31 Seiten
Autor: Diplom Designer Frank Ehnes
Fach: Design (Industrie, Grafik, Mode)
Details
Institution/Hochschule: Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design Halle (Design)
Tags: Miniaturisierung, Industriedesign, Welt, Design-, Architekturgeschichte
Jahr: 2004
Seiten: 31
Note: 1,4
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-29648-9
Dateigröße: 8487 KB
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Zusammenfassung / Abstract
„Der technische Fortschritt ist schon erstaunlich. Wahre Größe zeigt sich immer mehr in der Verkleinerung. Können Sie sich vorstellen, dass mein erster Taschenrechner 1970 ein Kilogramm wog? Immerhin beherrschte er die vier Grundrechenarten. Mein letzter Taschenrechner war dagegen so klein, dass ich ihn neulich aus Versehen einatmete.“1 So zynisch dieser Auszug aus Peter Mennigens Essay zum Thema Miniaturisierung auch ist, stellt er jedoch auf entwaffnende Weise eine Entwicklung dar, die sich analog zum technischen Fortschritt scheinbar als Entwicklungsprozess im menschlichen Schaffen schon seit Jahrzehnten abzeichnet. Spricht man heute von „Miniaturisierung“, dem eigentlichen Vorgang und Ergebnis einer Verkleinerung, meint man weniger die in Handarbeit gefertigte Taschenuhr eines Uhrmachermeisters des 18. Jahrhunderts oder die Kleinbildmalerei auf Porzellan – vielmehr ist es heute ein Phänomen im Bereich der Mikroelektronik, dass mit der Erfindung erster elektrischer Schaltkreise in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die Wege geleitet und seit der Erfindung des Mikroprozessors 1969 eine zunehmend größere Rolle spielt. Neben den auf der Hand liegenden Vorteilen der forschreitenden Kompaktheit von Produkten wie einer höheren Effizienz, Ökonomie und der Schonung von Ressourcen lassen sich damit zusammenhängend aber mittlerweile auch Entwicklungen von ergonomischer bis sozialer Natur erkennen, die man so nicht vorausgesehen hat. Zum Beispiel haben die immer kleiner werdenden Technologien die Digitalisierung und eine damit verbundene Mediatisierung in der Gesellschaft möglich gemacht und damit beiläufig auch Umgangs- und Verhaltensformen verändert; selbst die Wahrnehmung des Menschen in bezug auf seine Umwelt liegen im Wandel bzw. haben sich bereits deutlich verändert. Schließlich bestimmen heute völlig neue Produktwelten unseren Alltag als noch vor 30 Jahren. Miniaturisierung ist keine verübergehende Strömung in Design oder Wissen- schaft, sie ist heutzutage bereits Alltag und existentiell für viele Bereiche wie z.B. der Nano- bzw. Mikrosystemtechnik. Eben genannte Aspekte und die Frage, wie die Miniaturisierung durch die scheinbare Entmaterialisierung unsere Produktwelt verändert und welchen Einfluss dies auf das Produktdesign und den Menschen hat, soll diese Studienarbeit auf den folgenden Seiten erörtern.
Textauszug (computergeneriert)
Miniaturisierung –
Industriedesign in einer kleiner werdenden Welt
von: Frank Ehnes
Inhaltsverzeichnis
Prolog
1. Der Prozess der Miniaturisierung
Beginn neuer Denkweisen
Elektrizität verändert die Welt
Zuse & Co.
Die Zukunft spricht Nano
2. Prinzipien der Miniaturisierung
Materialeinsparung
Raumausnutzung, Zerlegung und Komprimierung
Was wird miniaturisiert?
3. Die Auswirkungen auf das Design
Leben mit der Black Box
Zunehmende Virtualisierung
Statussymbole
Leistungskombinationen
Immaterialisierung versus Wiederkehr der Dinge
4. Aus Sicht der Wahrnehmung
5. Miniaturisierung und weiter?
Das intelligente Haus und sein neuer Produktstall
Wenn Kleidung mit dem Denken beginnt
Zusammenfassung
Literarischer Quellennachweis, Internetressourcen
Prolog
„Der technische Fortschritt ist schon erstaunlich. Wahre Größe zeigt sich immer mehr in der Verkleinerung. Können Sie sich vorstellen, dass mein erster Taschenrechner 1970 ein Kilogramm wog? Immerhin beherrschte er die vier Grundrechenarten. Mein letzter Taschenrechner war dagegen so klein, dass ich ihn neulich aus Versehen einatmete.“1 So zynisch dieser Auszug aus Peter Mennigens Essay zum Thema Miniaturisierung auch ist, stellt er jedoch auf entwaffnende Weise eine Entwicklung dar, die sich analog zum technischen Fortschritt scheinbar als Entwicklungsprozess im menschlichen Schaffen schon seit Jahrzehnten abzeichnet.
Spricht man heute von „Miniaturisierung“, dem eigentlichen Vorgang und Ergebnis einer Verkleinerung, meint man weniger die in Handarbeit gefertigte Taschenuhr eines Uhrmachermeisters des 18. Jahrhunderts oder die Kleinbildmalerei auf Porzellan – vielmehr ist es heute ein Phänomen im Bereich der Mikroelektronik, dass mit der Erfindung erster elektrischer Schaltkreise in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die Wege geleitet und seit der Erfindung des Mikroprozessors 1969 eine zunehmend größere Rolle spielt.
Neben den auf der Hand liegenden Vorteilen der forschreitenden Kompaktheit von Produkten wie einer höheren Effizienz, Ökonomie und der Schonung von Ressourcen lassen sich damit zusammenhängend aber mittlerweile auch Entwicklungen von ergonomischer bis sozialer Natur erkennen, die man so nicht vorausgesehen hat. Zum Beispiel haben die immer kleiner werdenden Technologien die Digitalisierung und eine damit verbundene Mediatisierung in der Gesellschaft möglich gemacht und damit beiläufig auch Umgangs- und Verhaltensformen verändert; selbst die Wahrnehmung des Menschen in bezug auf seine Umwelt liegen im Wandel bzw. haben sich bereits deutlich verändert. Schließlich bestimmen heute völlig neue Produktwelten unseren Alltag als noch vor 30 Jahren. Miniaturisierung ist keine verübergehende Strömung in Design oder Wissen- schaft, sie ist heutzutage bereits Alltag und existentiell für viele Bereiche wie z.B. der Nano- bzw. Mikrosystemtechnik. Eben genannte Aspekte und die Frage, wie die Miniaturisierung durch die scheinbare Entmaterialisierung unsere Produktwelt verändert und welchen Einfluss dies auf das Produktdesign und den Menschen hat, soll diese Studienarbeit auf den folgenden Seiten erörtern.
1. Der Prozess der Miniaturisierung
Beginn neuer Denkweisen
Wo fängt man an, wenn man den Prozess der Miniaturisierung veranschaulichen möchte? Sicherlich ist es sinnvoll an dieser Stelle durch eine Retrospektive zu verdeutlichen, dass sie keineswegs ein gewachsenes Phänomen ist als vielmehr das Resultat einer langen industriellen Wegbereiterphase: Erste einfache Apparaturen waren das Ergebnis einer Bewegung, die mit dem Aufkommen eines mechanistischen Weltbildes über den Zeitraum der Renaissance und weiter in der Aufklärung ihren Fortlauf nahm. Dem Erfindungsreichtum von Gelehrten wie Leonardo da Vinci ist es zu verdanken, dass ein Interesse und Verständnis für eine gewinnbringende Anwendung der physikalischen Gesetzmäßigkeiten mit technischen Hilfsmitteln geweckt wurde. Die folgende Zeit war von der naturwissenschaftlichen und philosophischen Auseinandersetzung mit Zusammenhängen und Abläufen in der Natur geprägt. Bald schon war es möglich, anhand von Experimenten Rückschlüsse auf die Gültigkeit oder Erklärung natürlicher Erscheinungen zu ziehen und diese in mathematischen, physikalischen und chemischen Formeln abzuleiten. Erkenntnisse, die beim Bau von Uhren gewonnen wurden, versuchte man nun im Bau von Maschinen anzuwenden, die zur Erleichterung der mühsamen Handarbeit dienen sollten. Nennenswert sind an dieser Stelle die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg oder die überhaupt ersten Apparaturen für die Massenherstellung von Gebrauchsgütern – die Webstühle. Doch erst im 18. Jahrhundert setzte ein gewaltiger Schub auf allen Gebieten der Wissenschaft ein, der dem neuen Rationalismus und Empirismus zu verdanken war. Abstraktionsvermögen und Erfindergeist quer durch alle sozialen Schichten bildeten die Grundlage für die Industrialisierung, die zunächst durch Dampfmaschine, Stahlproduktion und dem Fortbewegungsmittel Eisenbahn geprägt war.2
Elektrizität verändert die Welt
Doch die wichtigste Bedeutung bei der Industrialisierung kam der Elektrizität zu, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts in ersten Anwendungen effektiv genutzt wurde. Mit ihr konnten Maschinen erstmals durch Elektromotoren angetrieben und weiterhin unterschiedlichste Prozesse in eine zu verarbeitende Form übersetzt werden. Der Arbeitsaufwand und die Kosten bei der Herstellung von Produkten wurden quasi über Nacht durch den Einsatz von Maschinen minimiert. Die Massenproduktion entstand. Neben Dampfmaschine und Wasserkraft wurde somit eine Quelle erschlossen, die den Menschen unabhängig von den natürlichen Energieformen machte. Schon bald wurde vielerorts mechanische Energie durch elektrische ersetzt, da sie sich zum einen vielseitiger einsetzen ließ und zum anderen unabhängig von natürlichen Bedingungen (z.B. Flüssen) machte. Neu entstehende Industrie konnte sich im Einzugsgebiet der Städte ansiedeln, wo gleichzeitig die dringend benötigten Arbeitskräfte zu finden waren.3 Zahlreiche der folgenden Erfindungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – wie Telefon, Telegraf und das bewegte Bild – ließen die neuen Anwendungsfelder der Elektrizität hervorscheinen, die letztlich die Basis für unseren heutigen Entwicklungsstand bildeten. „Die Elektrizität wurde zur wichtigsten Grundlage der Miniaturisierungstendenz, sie konnte zu Codierungszwecken analoger und später digitaler Art eingesetzt werden. [...]
[...]
1 siehe [1] Menningen
2 Vgl. Dyck
3 ebd.
Kommentare
Bisher keine Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Der weltweite Erfolg des Apple i-Pods
Autor: Marcel BraigWirtschaft - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung, 2007 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Autor: Marco FeindlerVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Autor: Zoran ZivkovicVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Autor: Claudia NickelVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Autor: Maik PhilippVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Autor: Mark RichterVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: