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Diploma Thesis, 2004, 100 Pages
Author: Dirk Wollny
Subject: Economics / Business: Controlling
Details
Tags: Gestaltung, Economic, Value, Added, Grundlage, Rechnungslegungsvorschriften, Beteiligungscontrolling
Year: 2004
Pages: 100
Grade: 1,8
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-29672-4
File size: 1013 KB
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Excerpt (computer-generated)
UNIVERSITY
OF APPLIED SCIENCES
Diplomarbeit
Studiengang Betriebswirtschaft
„DIE GESTALTUNG DES ECONOMIC VALUE ADDED (EVA) AUF DER
GRUNDLAGE NATIONALER UND INTERNATIONALER
RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN FÜR EIN
WERTORIENTIERTES BETEILIGUNGSCONTROLLING“
Frühjahrssemester 2004
von
Dirk Wollny
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS ... 1
ABBILDUNGSVERZEICHNIS ... 3
TABELLENVERZEICHNIS ... 5
ANLAGENVERZEICHNIS ... 6
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ... 7
1 EINLEITUNG ... 9
1.1 PROBLEMSTELLUNG ... 9
1.2 ZIEL UND AUFBAU DER ARBEIT ... 10
2 GRUNDLAGEN EINES WERTORIENTIERTEN BETEILIGUNGSCONTROLLINGS ... 11
2.1 NOTWENDIGKEIT WERTORIENTIERTER STEUERUNGSKONZEPTE ... 11
2.2 AUFBAU, AUFGABEN UND ZIELE EINES WERTORIENTIERTEN CONTROLLINGS ... 12
2.3 VON DER EXTERNEN UNTERNEHMENSRECHNUNG ZUR INTERNEN UNTERNEHMENSSTEUERUNG ... 14
2.4 GRUNDLAGEN NATIONALER UND INTERNATIONALER RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN ... 16
2.4.1 DIE HANDELSRECHTLICHEN VORSCHRIFTEN IN DEUTSCHLAND ... 16
2.4.2 INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS/INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS ... 18
2.4.3 US-GENERALLY ACCOUNTING PRINCIPLES ... 19
2.4.4 GEGENÜBERSTELLUNG DER UNTERSUCHTEN RECHNUNGSLEGUNGSNORMEN ... 20
3 WERTORIENTIERTE STEUERUNGSKONZEPTE ... 22
3.1 DAS SHAREHOLDER VALUE-KONZEPT ... 22
3.2 CASH FLOW RETURN ON INVESTMENT ... 24
3.3 ECONOMIC VALUE ADDED-KONZEPT ... 26
3.4 VERFAHREN ZUR ERMITTLUNG DER KAPITALKOSTEN ... 29
3.4.1 WEIGHTED AVERAGE COST OF CAPITAL-ANSATZ ... 29
3.4.2 CAPITAL ASSET PRICING MODEL ... 31
4 ADJUSTIERUNGEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZUR ERMITTLUNG DES ECONOMIC VALUE ADDED ... 33
4.1 KONVERSION VOM ACCOUNTING MODEL DER EXTERNEN RECHNUNGSLEGUNG ZUM ECONOMIC MODEL DES ECONOMIC VALUE ADDEDKONZEPTES ... 33
4.1.1 OPERATING CONVERSION ... 34
4.1.2 FUNDING CONVERSION ... 35
4.1.3 SHAREHOLDER CONVERSION ... 36
4.1.4 TAX CONVERSION ... 37
4.2 BESTIMMUNG UND ANPASSUNG DER NET OPERATING ASSETS ... 38
4.2.1 AKTIVIERTES, NICHT BETRIEBLICH GEBUNDENES VERMÖGEN ... 38
4.2.1.1 ANLAGEN IM BAU ... 39
4.2.1.2 EIGENE ANTEILE ... 40
4.2.1.3 WERTPAPIERE ... 41
4.2.1.4 DISAGIO ... 42
4.2.2 BETRIEBLICH GEBUNDENES, NICHT AKTIVIERTES VERMÖGEN ... 43
4.2.2.1 LEASINGGESCHÄFTE ... 44
4.2.2.2 LEASINGGESCHÄFTE NACH DEM DEUTSCHEN HANDELSUND STEUERRECHT ... 46
4.2.2.3 LEASINGGESCHÄFTE NACH DEN IAS/IFRS UND DEN USGAAP ... 48
4.2.3 DRITTVERBINDLICHKEITEN ... 51
4.2.3.1 NICHT ZINSTRAGENDE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN ... 52
4.2.3.2 LATENTE STEUERN ... 55
4.2.3.3 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN ... 59
4.2.3.4 AUSGLEICHSPOSTEN FÜR ANTEILE ANDERER GESELLSCHAFTER ... 62
4.2.4 EQUITY EQUIVALENTS ... 63
4.2.4.1 BEWERTUNGSUNTERSCHIEDE IM UMLAUFVERMÖGEN ... 64
4.2.4.2 AUSGABEN MIT INVESTITIONSCHARAKTER ... 67
4.2.4.3 BEHANDLUNG DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTES ... 70
4.2.4.4 AUFWANDSRÜCKSTELLUNGEN ... 76
4.3 ERMITTLUNG DES BETRIEBLICHEN ERFOLGES ... 78
4.3.1 AUSGANGSPUNKT DER ERMITTLUNG ... 79
4.3.2 VERÄNDERUNGEN DER EQUITY EQUIVALENTS ... 82
4.3.3 CASH OPERATING TAXES ... 83
5 ZUSAMMENFASSUNG UND BEURTEILUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN AUFGRUND DER UNTERSUCHTEN ADJUSTIERUNGSMÖGLICHKEITEN ... 85
6 SCHLUSSBEMERKUNGEN UND AUSBLICK ... 89
ANHANG ... 91
LITERATURVERZEICHNIS ... 95
Abbildungsverzeichnis
ABB. 1: ERMITTLUNG DER INFLATIONSBEREINIGTEN BRUTTOINVESTITIONSBASIS (VGL. LEWIS 1995, 41). ... 24
ABB. 2: ERMITTLUNG DES BRUTTO CASH FLOWS (VGL. LEWIS 1995, 41) ... 25
ABB. 3: BEREINIGUNG DES GEWINNS NACH DVFA/SG (VGL. LEWIS 1995, 41) ... 25
ABB. 4: WERTERMITTLUNG MITTELS CVA (LEWIS 1995, 126) ... 26
ABB. 5: CAPITAL CHARGE-FORMEL ZUR ERMITTLUNG DES EVA (EIGENE DARSTELLUNG IN ANLEHNUNG AN EIDEL 2000, 73 UND STEWART 1991, 136F.). ... 27
ABB. 6: VALUE SPREAD-FORMEL ZUR ERMITTLUNG DES EVA (EIGENE DARSTELLUNG IN ANLEHNUNG AN EIDEL 2000, 73 UND STEWART 1991, 136F.). ... 28
ABB. 7: ERMITTLUNG DES RESIDUALGEWINNS NACH DEM ENTITY-ANSATZ UND NACH DEM EQUITY-ANSATZ (EIDEL 2000, 228). ... 28
ABB. 8: ERMITTLUNG DES GEWOGENEN GESAMTKAPITALKOSTENSATZES WACC (VGL. ARBEITSKREIS „FINANZIERUNG“ DER SCHMALENBACHGESELLSCHAFT 1996, 563). ... 30
ABB. 9: ERMITTLUNG DER EIGENKAPITALKOSTEN MITTELS CAPM (EIGENE DARSTELLUNG IN ANLEHNUNG AN ARBEITSKREIS „FINANZIERUNG“ DER SCHMALENBACH-GESELLSCHAFT 1996, 548 UND RAPPAPORT 1999, 48). ... 31
ABB. 10: CONVERSIONS ZUR ERMITTLUNG DES ECONOMIC MODELS (HOSTETTLER 2002, 98). ... 34
ABB. 11: IM RAHMEN DER OPERATING CONVERSION ANZUPASSENDE JAHRESABSCHLUSSPOSITIONEN (EIGENE DARSTELLUNG IN ANLEHNUNG AN HOSTETTLER 2002, 100) ... 35
ABB. 12: IM RAHMEN DER FUNDING CONVERSION ANZUPASSENDE JAHRESABSCHLUSSPOSITIONEN (EIGENE DARSTELLUNG IN ANLEHNUNG AN HOSTETTLER 2002, 102) ... 36
ABB. 13: IM RAHMEN DER SHAREHOLDER CONVERSION ANZUPASSENDE JAHRESABSCHLUSSPOSITIONEN (EIGENE DARSTELLUNG IN ANLEHNUNG AN HOSTETTLER 2002, 104) ... 37
ABB. 14: IM RAHMEN DER TAX CONVERSION ANZUPASSENDE JAHRESABSCHLUSSPOSITIONEN (EIGENE DARSTELLUNG IN ANLEHNUNG AN HOSTETTLER 2002, 102) ... 38
ABB. 15: NOTWENDIGE ANPASSUNGEN ZUR ERMITTLUNG DES OPERATIVEN ERFOLGS (EIGENE DARSTELLUNG). ... 78
ABB. 16: STRUKTURBILANZ ZUR ERMITTLUNG DES INVESTIERTEN KAPITALS AUF DER BASIS EINES US-GAAP-ABSCHLUSSES (EIGENE DARSTELLUNG IN ANLEHNUNG AN EIDEL 2000, 262). ... 91
ABB. 17: BERECHNUNG DES NOPAT AUF DER BASIS EINES US-GAAPABSCHLUSSES (EIGENE DARSTELLUNG IN ANLEHNUNG AN EIDEL 2000, 277). ... 91
ABB. 18: STRUKTURBILANZ ZUR ERMITTLUNG DES INVESTIERTEN KAPITALS AUF DER BASIS EINES IAS/IFRS-ABSCHLUSSES (EIGENE DARSTELLUNG IN ANLEHNUNG AN EIDEL 2000, 264). ... 92
ABB. 19: BERECHNUNG DES NOPAT AUF DER BASIS EINES IAS/IFRS-ABSCHLUSSES (EIGENE DARSTELLUNG IN ANLEHNUNG AN EIDEL 2000, 279). ... 92
ABB. 20: STRUKTURBILANZ ZUR ERMITTLUNG DES INVESTIERTEN KAPITALS AUF DER BASIS EINES HGB-ABSCHLUSSES (EIGENE DARSTELLUNG IN ANLEHNUNG AN EIDEL 2000, 263). ... 93
ABB. 21: BERECHNUNG DES NOPAT AUF DER BASIS EINES HGB-ABSCHLUSSES (EIGENE DARSTELLUNG IN ANLEHNUNG AN EIDEL 2000, 278). ... 93
Tabellenverzeichnis
TAB. 1: GEGENÜBERSTELLUNG DER UNTERSUCHTEN RECHNUNGSLEGUNGSNORMEN (EIGENE DARSTELLUNG). ... 21
TAB. 2: BEWERTUNG DER EXTERNEN ADJUSTIERUNGSMÖGLICHKEITEN INNERHALB DER CONVERSIONS ANHAND VON JAHRESABSCHLÜSSEN ERSTELLT NACH DEN US-GAAP, DEN IAS/IFRS UND DEM HGB ... 94
Anlagenverzeichnis
ANLAGE 1: BERECHNUNG DES INVESTIERTEN KAPITALS (NOA) UND DESBETRIEBLICHEN ERFOLGS (NOPAT) AUF DER BASIS EINES US-GAAPABSCHLUSSES ... 91
ANLAGE 2: BERECHNUNG DES INVESTIERTEN KAPITALS (NOA) UND DES BETRIEBLICHEN ERFOLGS (NOPAT) AUF DER BASIS EINES IAS/IFRSABSCHLUSSES ... 92
ANLAGE 3: BERECHNUNG DES INVESTIERTEN KAPITALS (NOA) UND DES BETRIEBLICHEN ERFOLGS (NOPAT) AUF DER BASIS EINES HGBABSCHLUSSES ... 93
ANLAGE 4: GEGENÜBERSTELLUNG DER CONVERSIONS ANHAND DER UNTERSUCHTEN RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN ... 94
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
Abs. Absatz
AfA Absetzung für Abnutzung
AG Aktiengesellschaft
AktG Aktiengesetz
APB Accounting Principles Board, APB Opinion(s)
ARB Accounting Research Bulletin(s)
bzw. beziehungsweise
CAPM Capital Asset Pricing Model
CFROI Cash Flow Return on Investment
ch. chapter
CVA Cash Value Added
DCF Discounted Cash Flow
d. h. das heißt
DVFA/SG Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse/Schmalenbach-Gesellschaft
EStG Einkommensteuergesetz
EVA Economic Value Added
F&E Forschung und Entwicklung
FASB Financial Accounting Standards Board
FIFO first in first out
GoB Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung
GWB Geschäftswertbeitrag
HGB Handelsgesetzbuch
IAS International Accounting Standards
IASB International Accounting Standards Board
IASC International Accounting Standards Committee
IFRS International Financial Reporting Standards
i. V. m. in Verbindung mit
Jg. Jahrgang
kurzfr. kurzfristig
LIFO last in first out
MVA Market Value Added
Dirk Wollny, Matrikelnummer 1071694 Seite 8 von 100
M&A Mergers and Acquisitions
NOA net operating assets
NOPAT net operating profit after taxes
NYSE New York Stock Exchange
rev. revised
ROI Return On Investment
s. siehe
SEC Securities and Exchange Commission
SFAC FASB Concept Statement
SFAS Statement of Financial Accounting Standards
SIC Standing Interpretations Committee
Tab. Tabelle
TEUR tausend Euro
u. a. und andere
USA United States of America
US-GAAP United States-Generally Accepted Accounting Principles
vgl. vergleiche
WACC Weighted Average Cost of Capital
z. B. zum Beispiel
1 Einleitung
Seit der Akquisitionswelle in den 80er Jahren stehen Unternehmensakquisitionen auch heute noch an der Tagesordnung. Die Wirtschaftspresse berichtet nahezu täglich über geplante oder vollzogene Fusionen und Übernahmen des Unternehmenssektors. Grund für diese Aktivitäten ist das zunehmende Wachstumsstreben von Unternehmen, welche sich einer immer komplexeren Unternehmensumwelt ausgesetzt sehen. Bei den akquirierenden Unternehmen führt diese Diversifikationsstrategie oftmals zu einem sehr heterogenen Beteiligungsportfolio und zum Herausbilden von Mischkonzernen. Aufgrund der hierdurch entstehenden Komplexität innerhalb der Konzerne, sind an das Führungssystem erhöhte Anforderungen zu stellen und dem Beteiligungscontrolling ein erhöhter Stellenwert beizumessen (vgl. STEINLE U. A. 1998, 140f.). Darüber hinaus erfolgt die Finanzierung sowohl der Akquisitionen als auch der operativen Geschäfte immer mehr nicht nur über die nationalen, sondern auch über internationale Kapitalmärkte. Dadurch entsteht einerseits ein verschärfter Wettbewerb, andererseits steigen aber auch die Renditeforderungen der Eigenkapitalgeber. Eine somit erforderliche kapitalmarktorientierte Unternehmenssteuerung verlangt eine zunehmende Ausrichtung der Unternehmensaktivitäten auf die Steigerung des Eigentümerwertes. Durch diese Wertsteigerungsziele rückt schließlich der Gedanke des Shareholder Value in den Mittelpunkt der Betrachtung. Eine wertorientierte Unternehmensführung aus der Sichtweise des Kapitalmarktes hat als Managementsystem die Wertsteigerungsziele in die internen strategischen Ziele zu integrieren.
1.1 Problemstellung
Wenn die Führung eines Unternehmens konsequent auf eine Wertsteigerung ausgerichtet werden soll, ist es nicht nur notwendig diesen Gedanken extern zu kommunizieren, sondern auch in die interne Steuerung mit einzubeziehen. Für eine laufende Erfolgsbeurteilung und Leistungsmessung haben sich im Rahmen der Shareholder Value-Analyse vor allem das EVA-Modell sowie der CFROIAnsatz durchgesetzt (vgl. HOFFMANN/WÜEST 1998, 187). Bei diesen Ansätzen handelt es sich um kombinierte Methoden, welche jeweils sowohl zur Performancebeurteilung als auch zur Bewertung von Unternehmen eingesetzt werden können und somit für einen Einsatz im Beteiligungscontrolling zur Verfügung stehen. Diesen Methoden liegen nicht, wie traditionellen Bewertungs- und Performance-Maßen, Cash Flows als Datenbasis zugrunde, sondern die Daten aus dem externen Rechnungswesen. Diese Werte sind an die spezifischen Erfordernisse des jeweiligen Modells anzupassen, um ein nach operativen Gesichtspunkten gültiges Ergebnis ermitteln zu können. International agierenden Unternehmen liegen aber zur Beurteilung von Unternehmen oder Geschäftsbereichen meist Jahresabschlussdaten vor, welche nach unterschiedlichen Rechnungslegungsvorschriften erstellt wurden. Dies erschwert die Ermittlung der Basisgrößen zum Teil erheblich.
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
Ausgehend von einer kurzen Charakterisierung des wertorientierten Beteiligungscontrollings und einer grundsätzlichen Darstellung der Rechnungslegungsvorschriften des HGB, der IAS/IFRS und der US-GAAP, werden die beiden genannten kombinierten Bewertungsinstrumente in ihren Grundzügen erläutert. Anschließend werden die drei Rechnungslegungsnormen hinsichtlich der erforderlichen Anpassungen zur Ermittlung des EVA genauer dargestellt. Dies erfolgt anhand ausgewählter Bilanzierungssachverhalte, welche aufgrund ihrer praktischen Relevanz für die Ermittlung der Basisgrößen oder aufgrund einer signifikanten Unterscheidung in den Bilanzierungsvorschriften herangezogen werden. Die Untersuchung erfolgt dabei vordergründig in Bezug auf die extern kommunizierten Jahresabschlussdaten und soll die Erkenntnis bringen, inwieweit die publizierten Werte und sonstigen Angaben zu den jeweiligen Jahresabschlusspositionen aus externer Sicht eine Anpassung an eine geforderte operative Sichtweise zulassen oder nicht. Je nach zugrundeliegendem Sachverhalt werden der Analyse der Anpassungsfähigkeit erforderlichenfalls entsprechende Ausführungen über die betreffenden Bilanzierungsgrundlagen vorangestellt. Insbesondere bei der Bilanzierung von latenten Steuerrückstellungen, der Behandlung von Leasingverträgen sowie bei der Bilanzierung eines Geschäfts- oder Firmenwertes wird eine detailliertere Darstellung zum besseren Verständnis der Anpassungsnotwendigkeit und -fähigkeit als erforderlich betrachtet. Auf detaillierte Berechnungsbeispiele wird indes verzichtet. Abschließend werden die untersuchten Positionen einander gegenübergestellt, um die zugrundeliegenden Rechnungslegungsstandards hinsichtlich ihrer Eignung zur Ermittlung des EVA aus der Sichtweise eines wertorientierten Beteiligungscontrollings zu beurteilen.
2 Grundlagen eines wertorientierten Beteiligungscontrollings
Die Unternehmensumwelt unterliegt, bedingt durch Einflussfaktoren wie der Globalisierung von Märkten und Wettbewerb, einem ständigen Wandel. Unternehmen weiten ihre Aktivitäten auf neue Produkte und Märkte in Form von Diversifikationen aus. Diese Diversifikationen münden in einem heterogenen Beteiligungsportfolio und beeinflussen den Unternehmenswert eines Konzerns. Langfristig ist der Aufbau eines solchen Konzerns daher nur dann sinnvoll, wenn ein nachhaltiger Wert geschaffen wird, welcher die Einzelwerte der zugehörigen Unternehmen des Konzerns übersteigt (vgl. ZIEGENBEIN 2002, 30). Ferner wächst die Anzahl der Unternehmen, welche ihren Kapitalbedarf über internationale Kapitalmärkte decken. Insbesondere durch die Zunahme der Bedeutung institutioneller Anleger steigt der Performance-Druck auf börsennotierte Unternehmen (vgl. GÜNTHER 2001, 185). Besonders eine risikoadäquate Rendite des eingesetzten Kapitals steht im Vordergrund des Interesses der Anleger (vgl. SCHMIDBAUER 1999, 365). Somit kommt dem wertorientierten Beteiligungscontrolling ein erhöhter Stellenwert in den Konzernen zu.
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