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Seminararbeit, 2004, 25 Seiten
Autor: Angela Becker
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik
Details
Tags: Chancen, Risiken, Integration, Wertschöpfungsstufen, Logistikunternehmen
Jahr: 2004
Seiten: 25
Note: 2,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-29742-4
Dateigröße: 795 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Chancen und Risiken der Integration neuer
Wertschöpfungsstufen für Logistikunternehmen
von: Angela Becker
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung 1
2 Theoretische Grundlagen 2
2.1 Logistik und Logistikunternehmen 2
2.2 Wertschöpfung, Wertschöpfungskette und -stufen 3
3 Darstellung der Wertschöpfungsaktivitäten durch Logistikunternehmen 5
3.1 Traditionelle Wertschöpfungsstufen 5
3.2 Neue Wertschöpfungsaktivitäten 6
3.2.1 Wachsende Anforderungen an logistische Dienstleistungen 6
3.2.2 Neue Geschäftsfelder für Logistikunternehmen 10
3.2.3 Trends und Entwicklungen 10
3.2.2.1 E-Commerce 10
3.2.2.2 Integratoren 12
3.3 Ausgewählte Beispiele moderner Logistikdienstleistungen 13
3.3.1 Verbundleistungen am Beispiel der KEP-Diensten 13
3.3.2 Systemdienstleistungen am Beispiel der Metro MGL Logistik 15
4 Chancen und Risiken 16
4.1 Chancen und Risiken traditioneller Wertschöpfungsstufen 16
4.2 Chancen und Risiken neuer Wertschöpfungsaktivitäten 16
5 Schlussbetrachtung und Ausblick 17
Anhang V
Literaturverzeichnis VII
1 Problemstellung
Im Zuge der Globalisierung, der damit einhergehenden verstärkten Wettbewerbsintensität, der Entwicklung neuer Technologien, ihrer komplexeren Fertigungsprozesse und schnelllebigen Produktionszyklen sowie aufgrund des radikalen Wandels vom Verkäufermarkt zum Käufermarkt verändert sich das Handlungsfeld von Unternehmen zunehmend. Die Unternehmen müssen neue Wege einschlagen, um langfristige Wettbewerbsvorteile realisieren und sich somit am Markt behaupten zu können. Alle Wertschöpfungsaktivitäten werden kontinuierlich auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet.1 Auch die Tatsache, dass ein Produkte statistisch 90% seiner Produktionszeit in einem durch lange Liege- und Transportzeiten zwischen den einzelnen Wertschöpfungsstufen verursachten, nicht wertschöpfenden Zustand verbringt, erfordert eine Optimierung und eröffnet zugleich ein großes Potenzial für die Erschließung neuer Wettbewerbsvorteile.2
Weiterhin ist bei den Unternehmen eine Zunahme der Konzentration auf Kernkompetenzen und damit ein Trend zu unternehmensübergreifenden Kooperationen zu verzeichnen. Aufgrund dieser veränderten Bedingungen versprechen sich Unternehmen durch die Vergabe logistischer Funktionen an Logistikunternehmen, die nicht zu ihren Kernkompetenzen gehören, zunehmend Vorteile.3 Um den neuen Kundenanforderungen gerecht zu werden, sehen sich Logistikunternehmen verstärkt der Situation ausgesetzt, sich zum Dienstleister zu entwickeln und neue Wertschöpfungsstufen zu integrieren. Die von Logistikdienstleistern (LDL) erbrachten Leistungen gewinnen für die Wertschöpfung eines Unternehmens an Bedeutung. Die Kommunikation und Information zwischen Unternehmen und LDL durch elektronische Medien hat bereits einen hohen Stellenwert bei der Prozessoptimierung erreicht. Nach Erläuterung einiger theoretischer Grundlagen zum Begriff der Wertschöpfung und des Logistikunternehmens wird in Abschnitt 3 auf Wertschöpfungsaktivitäten durch LDL unter Bezugnahme auf traditionelle und neue Wertschöpfungsstufen eingegangen. Anhand von KEP-Diensten und Systemanbietern werden moderne Logistikdienstleistungen aufzeigt. Anschließend befasst sich Teil 4 mit den Chancen und Risiken, die für ein Logistikunternehmen durch die Beibehaltung traditioneller bzw. die Integration neuer Wertschöpfungsstufen entstehen können. Abschnitt 5 gibt eine abschließende Betrachtung.
2 Theoretische Grundlagen
In den folgenden Abschnitten werden einige Definitionen vorgestellt, um den Einstieg in die Thematik zu erleichtern.
2.1 Logistik und Logistikunternehmen
Der Ursprung des heutigen Begriffs Logistik geht auf das griechische Wort „logos“ – Verstand, Rechenkunst – zurück. Erstmals wurde dieser Begriff im militärischen Bereich verwendet, wobei hier die Versorgung der Streitkräfte, die Planung und Führung von Truppenbewegungen sowie vor allem das Nachschub- und Transportwesen im Vordergrund standen. 4 Der heutige Logistikbegriff im ökonomischen Sinne definiert der Council of Logistics Management (CLM) flussorientiert als „Prozess der Planung, Realisierung und Kontrolle des effizienten Fließens und Lagerns von Rohstoffen, Halbfabrikaten und der damit zusammenhängenden Information vom Liefer- zum Empfangspunkt entsprechend der Anforderung des Kunden.“5Alle Prozesse des Güterflusses müssen bis zum Endkunden hin optimiert werden, was eine Hauptaufgabe des Supply Chain Management (SCM) ist.6 Logistik ist hier als Querschnittsfunktion zu betrachten und umfasst die Beschaffungs-, Lager-, Produktions-, Distributions-, Marketing- und Entsorgungslogistik. Logistik gilt nach Pfohl als effizient, wenn die vier „r’s“ erfüllt sind. Demnach muss das richtige Produkt im richtigen Zustand zur richtigen Zeit am richtigen Ort bei minimalen Kosten eintreffen. 7
Logistikunternehmen sind Unternehmen, die Dienstleistungen für die verladende Wirtschaft erbringen. 8 In diesem Kontext werden als Verlader alle Industrie-, Handels- und Dienstleistungsungsunternehmen bezeichnet, die als Nachfrager von logistischen Dienstleistungen auftreten. Logistikunternehmen lassen sich nach Leistungsumfang, Kompetenz und Marktpräsenz unterscheiden. Einzeldienstleister bieten logistische Einzelleistungen an und sind mit den traditionellen Spediteuren oder Transporteuren vergleichbar. Klassische Aufgaben sind Straßen- , Schienen-, Wasser- und Lufttransporte, sowie Lagern, Kommissionieren, Verpacken oder Umschlagen. Spezialdienstleister bieten vornehmlich Leistungen im Spezial- oder Nischenbereich an. Typische Beispiele sind Gefahrguttransporte, Entsorgungsdienstleistungen oder Kühltransporte. Da bspw. Leistungen der Entsorgungslogistik aufgrund knapper werdender Deponiekapazitäten und steigender Entsorgungskosten der Unternehmen zukünftig verstärkt nachgefragt werden, sind bei Spezialleistungen Umsatzsteigerungen möglich. 9 Verbunddienstleister richten ihr Leistungsangebot unter Einbezug von Verbundsystemen auf einen bestimmten Leistungs- und Servicebereich, der sich an den Kundenbedürfnissen orientiert, aus. Ein bekanntes Beispiel sind die später näher zu betrachtenden KEP-Dienste. Systemdienstleister bieten komplette Logistiksysteme an, häufig in Zusammenarbeit mit Komponentenanbietern, die individuell auf Kundenwünsche ausgerichtet werden. Diese Dienstleister legen ihre Geschäftsbeziehungen langfristig an und betreuen i.d.R. einige Großkunden. Der Systemdienstleister übernimmt erhebliche Aufgaben in der Wertschöpfungskette ihrer Kunden. Somit bieten sie nicht nur Paketlösungen an, sondern tragen auch die Verantwortung für deren Realisierung.
2.2 Wertschöpfung, Wertschöpfungskette und -stufen
[...]
1 Vgl. Kuhn, A./Hellingrath, B. (), S.1ff.
2 Vgl. Piontek, J. (2003), S.1.
3 Vgl. Paskert, D. (2001), S.68.
4 Vgl. Aberle, G. (2003), S.503.
5 zitiert nach Pfohl, H.-C. (2000), S.12.
6 Logistik ist als Teil der Wertschöpfungskette (Supply Chain) eines Unternehmens zu sehen, sowohl unternehmensintern als auch unternehmensübergreifend. Die Optimierung der Wertschöpfungskette wird als Supply Chain Management bezeichnet. Vgl. Hahn, D. (2000), S.12.
7 Vgl. Pfohl, H.-C. (2000), S.12.
8 Vgl. Gabler Wirtschafts-Lexikon (2002).
9 Vgl. Isermann, H./Houtman, J. (1998), S.303.
10 Vgl. Mehldau, M./Schnorz, M. (1999), S.844/845.
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