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Hauptseminararbeit, 2002, 16 Seiten
Autor: Katarina Michaele Raker
Fach: Pädagogik - Allgem. Didaktik, Erziehungsziele
Details
Tags: Didaktik, Entstehung, Kritik, Aktualität
Jahr: 2002
Seiten: 16
Note: 1
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-30010-0
Dateigröße: 166 KB
An Klafki und der bildungstheoretischen Didaktik kommt wohl niemand vorbei, der sein Lehramtsstudium erfolgreich absolvieren will... Hier der Versuch eines umfassenden Überblicks. Viel Spaß!
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Textauszug (computergeneriert)
Die bildungstheoretische Didaktik:
Entstehung, Kritik, Aktualität
von: Katarina Michaele Raker
Inhalt
1. Einleitung
2. Die geisteswissenschaftliche Pädagogik
3. Definition: Didaktisches Modell
4. Definition: Bildung
5. Wolfgang Klafki
6. Das Grundproblem: Die Frage nach dem Bildungsgehalt
7. Didaktische Analyse: Entstehungs- und Wirkungsgeschichte
7.1. Der Urtext
7.2. Die Neufassung
8. Strukturmodell der Bildungstheoretischen Didaktik: Die didaktische Analyse
9. Die fünf Grundfragen
9.1. Exemplarische Bedeutung des Inhaltes
9.2. Gegenwartsbedeutung
9.3. Zukunftsbedeutung
9.4. Struktur des Inhalts
9.5. Unterrichtliche Zugänglichkeit
10. Kritik
11. Zur Aktualität der didaktischen Analyse
12. Literatur
1. Einleitung
Obwohl die bildungstheoretische Didaktik und ihr zentrales Element, die didaktische Analyse, eine der ältesten „gängigen“ Didaktiken ist und darüber hinaus Ende der sechziger /Anfang der siebziger Jahre massiv von Vertretern anderer Erziehungs- und Bildungstheorien kritisiert wurde, hat sie im Laufe der Zeit kaum an Aktualität verloren. Noch heute sind die fünf Grundfragen der didaktischen Analyse nach Klafki Standart für die sorgfältige und fundierte Planung von Unterricht. Wie aber ist es möglich, dass die didaktische Analyse nach wie vor die am häufigsten genutzte Hilfe zur Unterrichtsplanung ist, obwohl der bildungstheoretische Ansatz in den siebziger Jahren bereits für nicht weiterführenswert erklärt wurde ? Neben einem Überblick über die bildungstheoretische Didaktik und dessen Strukturmodell für die Unterrichtsplanung, der didaktischen Analyse, soll dieser Frage im Rahmen dieser Arbeit nachgegangen werden.
2. Die geisteswissenschaftliche Pädagogik
Die Ansätze der geisteswissenschaftlichen Pädagogik wurden nach dem ersten Weltkrieg entwickelt, und reichen, unterbrochen durch die Zeit des Nationalsozialismus, bis in die sechziger Jahre hinein. Nach einer Phase der Kritik gewinnen die wichtigsten Inhalte auch heute wieder an Bedeutung. Einer der Urväter war Wilhelm Dilthey (1833-1911), dessen Philosophie dieser Richtung der Pädagogik zugrunde liegt. Für Dilthey war das Verstehen des Sinnes und der Bedeutung des menschlichen Handelns von wesentlicher Bedeutung. `Die Natur erklären wir, das Seelenleben verstehen wir` (GUDJOHNS, S.31). Die zentralen Elemente der geisteswissenschaftlichen Pädagogik lassen sich wie folgt zusammenfassen: Der Mensch rückt ,,als wollender, fühlender und handelnder in all seinen Lebensbezügen in den Mittelpunkt [...]."(GUDJOHNS, S.31). Die Lebensphilosophie ist in der geisteswissenschaftlichen Pädagogik von elementarer Bedeutung, denn das ,,Leben meint immer auch das ursprüngliche und lebendige Leben im Gegensatz zu den erstarrten, des Leben behindernden Formen des begrifflichen Denkens"(GUDJOHNS, S.31).
Die Erziehungswirklichkeit wird sozusagen zu einem Text, ,,der auf seine Sinngehalte hin zu befragen ist und auf mögliche Sollensgehalte für erzieherisches Tun auszulegen ist."(GUDJOHNS, S.31). Diese zentralen Punkte beeinflussten viele bedeutende Erziehungswissenschaftler des frühen 20. Jahrhunderts, vor allem aber Herman Nohl (1879 - 1960), Theodor Litt (1880-1962), Eduard Spranger (1882 - 1963), Wilhelm Flitner (1889-1990), und Erich Weniger (1894-1961). Bis in die sechziger Jahre hinein war diese wissenschaftliche Position die vorherrschende in der Pädagogik der Bundesrepublik Deutschland. Mit dem Aufkommen der empirischen Methoden in den Wissenschaften verlor die Geisteswissenschaftliche Erziehungswissenschaft jedoch an Bedeutung. Damals fand die so genannte ,,realistische Wende" (Gudjohns, S.34) statt; sie bezeichnet das Vordringen der empirischen Methoden in den Bereich in die Erziehungswissenschaften. Ein weiterer Grund für die schwindende Bedeutung war die aufkommende ,,allgemeine sozialwissenschaftliche Orientierung“ der Pädagogik.
3. Definition: Didaktisches Modell
Ein didaktisches Modell ist ein erziehungswissenschaftliches Theoriegebäude, welches der Analyse und Modellierung didaktischen Handelns in schulischen und nicht schulischen Handlungszusammenhängen dient. Ferner stellt es den Anspruch, theoretisch umfassend und praktisch folgenreich die Voraussetzungen, Möglichkeiten und Grenzen des Lehrens und Lernens aufzuklären. Ein didaktisches Modell wird in seinem Theoriekern in der Regel einer wissenschaftstheoretischen Position (manchmal auch mehreren) zugeordnet. (vgl. Jank/Meyer, S. 92). Das didaktische Modell, mit dem sich diese Arbeit beschäftigt, die bildungstheoretische Didaktik, wird der geisteswissenschaftlichen Pädagogik zugeordnet.
4. Definition: Bildung
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