Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
"Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, bleibt ein Mensch" - Kinder als Phi... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

"Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, bleibt ein Mensch" - Kinder als Philosophen

Scholary Paper (Seminar), 2004, 16 Pages
Author: Anne Missbach
Subject: Philosophy - Miscellaneous

Details

Event: Seminar
Institution/College: University of Leipzig (Philosophie)
Tags: Kind, Mensch, Kinder, Philosophen, Seminar
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 16
Grade: gut
Language: German
Archive No.: V28142
ISBN (E-book): 978-3-638-30014-8
ISBN (Book): 978-3-638-74748-6
File size: 178 KB

Abstract

Die folgenden Überlegungen werden damit eingeleitet, was philosophieren bedeutet. Kinder können das besonders gut und bringen das Potential dazu mit, weswegen sie förderungswert sind. Dazu bedarf es aber einerseits der Erkenntnis von Seiten der Erwachsenen, dass in Kindern kleine Philosophen stecken und zum anderen der Überwindung von tradierten Erziehungs- und Sozialisationsmustern. Trotz der Vorteile, die ein Ausbauen der kindlichen Philosophie mit sich bringen würde, sieht die Praxis so aus, dass Erwachsene all zu oft auf ihren „Wissensvorsprung“ beharren und die kindliche Neugier im Keim ersticken. Auf Begründungen der Aussage, dass Kinder Philosophen sind, folgen zwei Beispiele kindlicher Naivität, die konkret zeigen, was das Geniale der „Kinderphilosophen“ ausmacht. Kapitel 5 ordnet Piagets entwicklungspsychologische Theorie der kognitiven Entwicklung kritisch ein. Piaget ist an „Normalvarianten“ interessiert, während unkonventionelle Antworten der Kinder für die Philosophie einen größeren Reiz darstellen. Kapitel 6 zeigt neben Fehlverhalten und Problemen der Erwachsenen auch soziologische Aspekte auf, die förderlich oder eben auch hinderlich für den kindlichen Erkundungsdrang sein können. Ein weiterer Abschnitt der Arbeit wird durch Aufgreifen des Buches „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery gebildet, welches Parallelen zur Thematik beinhaltet. Das poetische Prosawerk enthält die Botschaft an den Leser, den Kindern mehr Beachtung zu schenken und lässt deren Genialität auf kreative Weise erscheinen.


Excerpt (computer-generated)

"Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, bleibt ein Mensch"

von: Anne Missbach

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Philosophieren? Was ist das?  2

3. Warum Kinder per se bessere Philosophen sind 4

4. Beispiele kindlichen Staunens  7

5. kognitive Grenzen 8

6. Pragmatische Gesichtspunkte  10

7. Exkurs: „Der kleine Prinz“  12

8. Resumée  14

9. Literaturverzeichnis 15


 

1. Einleitung

Die folgenden Überlegungen werden damit eingeleitet, was philosophieren bedeutet. Kinder können das besonders gut und bringen das Potential dazu mit, weswegen sie förderungswert sind. Dazu bedarf es aber einerseits der Erkenntnis von Seiten der Erwachsenen, dass in Kindern kleine Philosophen stecken und zum anderen der Überwindung von tradierten Erziehungs- und Sozialisationsmustern. Trotz der Vorteile, die ein Ausbauen der kindlichen Philosophie mit sich bringen würde, sieht die Praxis so aus, dass Erwachsene all zu oft auf ihren „Wissensvorsprung“ beharren und die kindliche Neugier im Keim ersticken. Auf Begründungen der Aussage, dass Kinder Philosophen sind, folgen zwei Beispiele kindlicher Naivität, die konkret zeigen, was das Geniale der „Kinderphilosophen“ ausmacht. Kapitel 5 ordnet Piagets entwicklungspsychologische Theorie der kognitiven Entwicklung kritisch ein. Piaget ist an „Normalvarianten“ interessiert, während unkonventionelle Antworten der Kinder für die Philosophie einen größeren Reiz darstellen. Kapitel 6 zeigt neben Fehlverhalten und Problemen der Erwachsenen auch soziologische Aspekte auf, die förderlich oder eben auch hinderlich für den kindlichen Erkundungsdrang sein können. Ein weiterer Abschnitt der Arbeit wird durch Aufgreifen des Buches „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery gebildet, welches Parallelen zur Thematik beinhaltet. Das poetische Prosawerk enthält die Botschaft an den Leser, den Kindern mehr Beachtung zu schenken und lässt deren Genialität auf kreative Weise erscheinen.

2. Philosophieren? Was ist das?

Philosophie und Kinder- wie passt das zusammen? Das Alltagsverständnis würde aufmerken lassen und keine Verbindung sehen. In der Praxis werden die Fähigkeit und das Potential der Kinder, welches im Folgenden transparent werden soll, häufig nicht erkannt sowie vernachlässigt. Werden Kinder unterschätzt? Schenkt man ihren unkonventionellen Antworten zu wenig Beachtung? Unterdrücken Sozialisations- und Erziehungsprozesse Neigungen der Kinder, spontane, freie und ungewöhnliche ideelle Wege einzuschlagen? Das Erziehungskonzept, zum Beispiel die didaktischen Methoden im Schulunterricht (Frontalunterricht), nehmen kreativen Kindern häufig den Boden für philosophische Gedankenspiele. Dabei haben philosophische Denkmethoden viel zu bieten. Sie können das Denken fordern und fördern, selbstständiges Nachdenken anregen sowie das logische und analytische Denken schulen. All das sollte Ziel eines Umgangs mit Kindern sein. Aber schon in der Grundschule sehen sich Kinder dem bereits erwähnten Frontalunterricht ausgesetzt, der eher passive Rezipienten als aktive Denker hervorbringt. Welche sind nun aber die philosophischen Methoden, die Einzug an den Schulen (und natürlich auch außerhalb der Schule) halten sollten? Zunächst sollte verständlich werden, was philosophieren überhaupt ist, damit die Überlegungen zum Potential und den Fördermöglichkeiten der Kinder eine Basis haben.

Philosophieren heißt fragen, hinterfragen, staunen, neugierig sein, kritisch sein, zweifeln, denken, phantasieren, spielen, analysieren, argumentieren, präzisieren, konkretisieren sowie naiv und aufgeschlossen sein, Begriffe zu erklären und sich auf Gedankenexperimente einzulassen. Betrachtet man diese Attribute und Verben, wird transparent, dass Kinder per se beste Voraussetzungen zum philosophieren mitbringen. Ihre natürliche Neigung zum staunen und fragen, ist eine Kraft, die über Neugier zum Erkunden der Welt führt. Hat man gelernt, aktiv und eigenständig zu überlegen, was eine Sache ausmacht, welche Kriterien dafür stehen und welche Grenzen und Möglichkeiten vorhanden sind, ist man in der Lage zu reflektieren und kritisch zu denken. Reflexion erlaubt die Abwägung von Argumenten, das Finden eigener Begründungen und das Einnehmen eines kritischen Standpunktes. Aus Kindern sollen selbstständige und kritische Menschen werden, die ihre Umwelt nicht als gegeben hinnehmen, sondern zunächst überlegen, ob das, was ihnen begegnet, bedingungslos hinzunehmen ist oder nicht lieber doch erst einmal geprüft werden sollte. Ermöglicht ein offenes und kreatives Denken nicht Fortschritt und Erkenntnis? Ist es nicht eine Quelle für spannende und lebendige Diskussionen? Erleichtert es nicht das soziale Miteinander, wenn man Konsequenzen seiner Handlungen bedenkt und Verhalten differenziert und sich damit der Situation, in der man sich befindet, anpasst? Ermöglicht konstruktive Kritik nicht Entwicklung? Diese Fragen stellen sich mir und verweisen auf die Vorteile des Philosophierens, letztlich des eigenständigen Denkens.

[...]


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Philosophieren mit Kindern

Author: Susanne Kolberg
Regional History and Geography (Basic Primary School Pedagogy), 2005 Download as PDF-file for 7,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/28142/nur-wer-erwachsen-wird-und-ein-kind-bleibt-bleibt-ein-mensch-kinder
please wait Please wait