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'Behindertenproblematik’ in dem Roman "Der Rumpf" von Akif Pirinçci

Essay, 1999, 13 Pages
Author: Dr. Mesut Gönç
Subject: German - German as a Foreign Language / Second Language

Details

Category: Essay
Year: 1999
Pages: 13
Language: German
Archive No.: V2839
ISBN (E-book): 978-3-638-11715-9
ISBN (Book): 978-3-638-75621-1
File size: 126 KB
Notes :
Ein Essay. The Problem of Being handicapped in the Novel Entitled ´Der Rumpf´ by Akif Pirinçci.


Abstract

In this study the novelist Akif Pirinçci’s novel entitled “Der Rumpf” (Body) has been analysed and the problem of “being handicapped” which is the major motif of the novel has been scrutinised. Almost all the figures in the novel are either physically or mentally handicapped. The novelist has fore grounded the symbolical meaning in the motif of being handicapped and has made the delicate duality between the good and the bad as the basis and as a result has wanted the victory of the good.


Excerpt (computer-generated)

`Behindertenproblematik′ in dem Roman 
"Der Rumpf" von Akif Pirinçci

Mesut Gonc

The Problem of Being Handicapped in the Novel Entitled "Der Rumpf" by Akif Pirinçci


Abstract
In this study the novelist Akif Pirinçci′s novel entitled "Der Rumpf" (Body) has been analysed and the problem of "being handicapped" which is the major motif of the novel has been scrutinised. Almost all the figures in the novel are either physically or mentally handicapped. The novelist has foregrounded the symbolical meaning in the motif of being handicapped and has made the delicate duality between the good and the bad as the basis and as a result has wanted the victory of the good.

Die Behinderung ist ein Modus des menschlichen Daseins, mit anderen Worten, sie ist eine Art Erscheinung des Lebens und gleichzeitig auch ein gesellschaftlicher Aspekt: "Als Behindert gelten Personen, die infolge einer Schädigung ihrer körperlichen, seelischen oder geistigen Funkionen soweit beeinträchtigt sind, daß ihre unmittelbaren Lebensvernichtungen oder ihre Teilnahme am Leben der Gesellschaft erschwert werden [...] Behinderung ist fast immer die Folge einer Schädigung, eines Mangels oder eines Defekts, einer angeborenen Gliedmaßen-fehlbildung, eines Ausfalls im Bereich der Sinnesorgane usw. Die Schädigung kann im körperlich-biologischen, aber auch im seelisch-geistigen Bereich aufgetreten sein." (VdS:7)

Deshalb unterscheidet man vier Gebiete des Behindertseins:


1. Körperliche und psychische, medizinisch auffällige Behinderungen:
Sie beeinträchtigen den Behinderten in seinen Aktionen und Reaktionen und in seiner Unversehrtheit (z. B. Körperbehinderung).
2. Soziale Behinderungen:
Sie erschweren die sozialen Beziehungen in der Familie, der Klassengemeeinschaft, der Freundesgruppe, im öffentlichen Verkehr (z. B. schweres Stottern).
3. Berufliche Behinderungen:
Sie verhindern eine Beschäftigung des Behinderten in der Berufs-und Arbeistwelt, die seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechen würde (z.B. Gehörlosigkeit).
4. Schulische Behinderungen:
Sie hemmen die Beziehung und Bildung des Behinderten und bilden die Veranlassung dafür, in besonderer Weise nach geeigneten Erziehungs- und Bildungsmaßnahmen zu suchen (z. B. Lernbehinderung) (VdS:7)

Im Hinblick der Heilpädagogik werden die behinderten Personen folgendermaßen aufgegliedert: Blinden, Gehörlosen, Geistigbehinderten, Körperbehinderten, Lernbehinderten, Schwerhörigen, Sehbehinderten, Sprechbehinderten, Verhaltensgestörten. (Bleidick 1977: 24)
All diese Hilfe und Beförderungen für Behinderten entspringen natürlich aus dem gesellschaftlichen Bewußtsein. Es sei denn, sie ist und muß als soziale Aufgabe zu sein. Denn "die Würde des Menshen sei unantastbar, dann gilt das auch für Behinderte" (Rumpf: 58).
Da aber die guten Hoffnungen und Wünsche der Gesunden für die Behinderte der Realität ausweichen, tritt die Literatur an deren Stelle ins Licht. Wenngleich die Literatur die Widerspiegelung des individuellen Wirklichkeits ist und das Individuum wiederum in die Gesellschaft entworfen ist, ist es kurzzuschließen, daß Literatur immer die Problematik der Gesellschaft mit dem Einzelnen behandelt, das Problem aber durch die Perspektive des Subjekts reflektiert. In unserem Fall heißt es, daß wenn Behinderten als Problematik in die Literatur eingedrungen sind, dann sind einige mit ihnen verwandte Probleme in der Gesellschaft zu besprechen.

[...]


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