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Hausarbeit, 2003, 21 Seiten
Autor: Patrick Brendel
Fach: Filmwissenschaft
Details
Tags: Romantic, Comedy, Unterschied, Darstellung, Mann, Frau, Beispiel, Films, Story, Reiner
Jahr: 2003
Seiten: 21
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-30218-0
ISBN (Buch): 978-3-638-74828-5
Dateigröße: 277 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Die vorliegende Arbeit befasst sich inhaltlich mit der Analyse des im Jahr 1999 erschienenen Films mit dem Originaltitel „The Story of Us“, welcher im deutschen unter dem Titel „An deiner Seite“ veröffentlicht worden ist. In den Hauptrollen des Films von Regisseur Rob Reiner spielt Bruce Willis den männlichen und Michelle Pfeiffer die weibliche Protagonisten/in. Dieser Film ist dem Genre der „Romantic Comedy“ zuzuordnen und steht in der Tradition „jüngerer“, romantischer Komödien aus den U.S.A., wie beispielsweise „Pretty Woman“ oder „Sweet Home Alabama“. Die Entstehung des Genres reicht historisch betrachtet bis in die späten 20er bzw. frühen 30er Jahre der amerikanischen Filmgeschichte zurück. Im Fokus dieser Arbeit steht zum einen die Betrachtung der geschichtlichen Entwicklung des Genres und der kulturellen Veränderungen, die zu anderen Rezeptionsbedingungen und Filmkonzeptionen geführt haben. Zum anderen soll die Analyse des Films und dort im Speziellen die filmische Inszenierung von Mann und Frau und deren unterschiedliche Darstellungsweise im Mittelpunkt stehen. Insbesondere die unterschiedlichen Konflikt- bzw. Problemlösungsmodelle sollen an Hand einer formalen und inhaltlichen Analyse herausgearbeitet werden. Des weiteren soll mit Hilfe eines Exkurses in den Bereich der Soziologie der Versuch unternommen werden, eine exaktere Vorstellung davon zu bekommen, wie sehr der Wandel der Gesellschaftsstruktur zu einer Veränderung der Bewertung von Liebe und somit auch der Darstellung von Liebe speziell in den Medien geführt hat.
Textauszug (computergeneriert)
Freie Universität Berlin
FB Philosophie und Geisteswissenschaften
Institut für Theaterwissenschaft
PS 17605: Liebe und Intimität in den Medien
Romantic Comedy - Über den Unterschied der Darstellung
von Mann und Frau am Beispiel des Films
"The Story of us" von Rob Reiner
von: Patrick Brendel
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S. 3
2. Geschichte der Romantic Comedy S. 3-5
3. Inhaltsangabe von „The Story of Us“ S. 5-6
4. Analyse des Films S. 7-17
5. Soziologische Betrachtung des Phänomens Liebe und der Institution:Ehe S.18-20
6. Fazit S. 20
1. Einleitung
Die vorliegende Arbeit befasst sich inhaltlich mit der Analyse des im Jahr 1999 erschienenen Films mit dem Originaltitel „The Story of Us“, welcher im deutschen unter dem Titel „An deiner Seite“ veröffentlicht worden ist. In den Hauptrollen des Films von Regisseur Rob Reiner spielt Bruce Willis den männlichen und Michelle Pfeiffer die weibliche Protagonisten/in. Dieser Film ist dem Genre der „Romantic Comedy“ zuzuordnen und steht in der Tradition „jüngerer“, romantischer Komödien aus den U.S.A., wie beispielsweise „Pretty Woman“ oder „Sweet Home Alabama“. Die Entstehung des Genres reicht historisch betrachtet bis in die späten 20er bzw. frühen 30er Jahre der amerikanischen Filmgeschichte zurück. Im Fokus dieser Arbeit steht zum einen die Betrachtung der geschichtlichen Entwicklung des Genres und der kulturellen Veränderungen, die zu anderen Rezeptionsbedingungen und Filmkonzeptionen geführt haben. Zum anderen soll die Analyse des Films und dort im Speziellen die filmische Inszenierung von Mann und Frau und deren unterschiedliche Darstellungsweise im Mittelpunkt stehen. Insbesondere die unterschiedlichen Konflikt- bzw. Problemlösungsmodelle sollen an Hand einer formalen und inhaltlichen Analyse herausgearbeitet werden. Des weiteren soll mit Hilfe eines Exkurses in den Bereich der Soziologie der Versuch unternommen werden, eine exaktere Vorstellung davon zu bekommen, wie sehr der Wandel der Gesellschaftsstruktur zu einer Veränderung der Bewertung von Liebe und somit auch der Darstellung von Liebe speziell in den Medien geführt hat.
2. Geschichte der Romantic Comedy
Die Geschichte der „Hollywood Romantic Movie Comedy“ geht bis in die frühen 30er Jahre der amerikanischen Filmgeschichte zurück und wird häufig als das „Golden Age“ in den U.S.A. bezeichnet1. Berühmte Filmemacher wie Ernst Lubitsch oder Frank Capra, dessen Urenkel einer der Executive Producer von „The Story of Us“ gewesen ist, waren die Begründer dieses Genres, welches sich schwer von verwandten Genres wie der „screwball comedy“, „non-romantic sexual comedy“ oder der „family comedy“ trennen lässt. Die Filme dieses Genres standen zu diesem Zeitpunkt in den frühen 30er Jahren in engem Kontext zu den sich verändernden sozialen und politischen Bedingungen in den U.S.A. und insbesondere Lubitsch kreierte eine neue Filmsprache, die zu einer veränderten Rezeption der Filme und als Folge daraus zu Kontroversen zwischen den Zuschauern, Filmemachern und Intellektuellen führte2. Darsteller und Filmgrößen wie Mae West und Charlie Chaplin hatten mittlerweile „das Starsystem“ begründet und deren Existenz auf der Leinwand ging unabhängig von den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise und von einem bevorstehenden Weltkrieg mit der Emanzipation eines großen Teils der amerikanischen Gesellschaft einher.
Zwar gab es Zensurbehörden (Motion Picture Producers and Distributors of America), die strengstens auf moralisch-sittenwidrige Inhalte in den „Hollywood- Machwerken“ achteten und gegebenenfalls verboten, doch war der Wunsch nach einer filmischen Inszenierung von Liebe und Sexualität so ausgeprägt, dass sich diese Filme, sofern sie zugelassen wurden auf dem Markt durchsetzten und ein neues Genre begründeten. In den 40er und 50er Jahren etablierten und profilierten sich Darsteller wie Cary Grant, Clark Gable, Katherine Hepburn, Fred Astaire oder Ginger Rogers nicht zuletzt durch ihr Mitwirken in romantischen Komödien. Im Laufe der Zeit veränderten sich allerdings die Rezeptions- und Produktionsbedingungen für Filme dieses Genres erneut, da sich eben auch die sozialen, gesellschaftlichen und politischen Umstände in Form von höheren Scheidungsraten, einer Vielzahl von alleinerziehenden Eltern, Feminismus, Homosexuellenrechten und der wachsenden Rate von arbeitstätigen Frauen änderten3.
Diese Fakten machten es schließlich notwendig, eben auch die Konflikte in den Filmen und die Art der Darstellung und Inszenierung zu verändern und der modernen Gesellschaft anzupassen. Der Konflikt speziell zwischen Mann und Frau musste anders dargestellt werden, um die Glaubwürdigkeit des Films zu erhalten und vor allem die Identifikation der Zuschauer mit den Protagonisten zu gewährleisten. So wurde zum Beispiel häufig das Ende der „Romantic Comedies“ in den 30er Jahren anders inszeniert als heute. Die fast naiven, idealtypischen Vorstellungen von ewig währender Liebe und der ungebrochene Optimismus bezüglich der Liebesbeziehung wurden in der Neuzeit ersetzt durch eine realistische, zweifelnde, skeptische und ambivalente Form der Narrration, welche die Probleme der Menschen in der „modernen Gesellschaft“ besser zu erzählen im Stande war und ist4. Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass der historische Kontext bei der Betrachtung eines Filmgenres und der Rezeption eines Films immer von entscheidender Bedeutung ist, da sic h, wie bereits erwähnt, die Gesellschaft in einem permanenten Wandel befindet und sich daher auch die Vorstellung von einer realistischen, glaubwürdigen Darstellung der Personen, der Geschichte und der Welt ständig verändert.
3. Inhaltsangabe von „ The Story of Us“
[...]
1 Vgl. Harvay, James (1987) : Romantic comedy in Hollywood from Lubitsch to Sturges, xi (Preface)
2 vgl. Harvay, James (1987) : Romantic comedy in Hollywood from Lubitsch to Sturges, Preface u. S.4 (The Lubitsch Era)
3 vgl. Babington, B. und Evans, P.W. (1989) : Affairs to remember: the Hollywood comedy of the sexes, S. 268
4 vgl. Babington, B. und Evans, P.W. (1989) : Affairs to remember: the Hollywood comedy of the sexes, S. 271
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