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Marketingforschung und Erfolgskontrolle von Kunden-werben-Kunden-Kampagnen

Scholary Paper (Seminar), 2004, 22 Pages
Author: Stefan Strahwald
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 22
Grade: 2,3
Language: German
Archive No.: V28445
ISBN (E-book): 978-3-638-30222-7
ISBN (Book): 978-3-638-64982-7
File size: 187 KB
Notes :
In dieser Arbeit werden zunächst die Grundlagen von Kunden-werben-Kunden-Kampagnen (KwK) dargestellt. Im zweiten Kapitel soll erläutert werden wie der Erfolg (oder Mißerfolg) derartiger Maßnahmen kontrolliert werden können. Die nähere Analyse einer empirischen Studie zu KwK mit daran anknüpfenden Hinweisen auf weitergehende Forschungsmöglichkeiten ist Gegenstand des dritten Kapitels. Das Fazit stellt schließlich eine Zusammenfassung der Arbeit dar.


Abstract

Ziel dieser Arbeit ist es, vor allem auf die Beiträge der Marketingforschung zu diesem Thema einzugehen und die Erfolgskontrolle von KwK eingehender zu untersuchen. Dabei werden zunächst die Grundlagen von KwK dargestellt. Im zweiten Kapitel soll erläutert werden wie Zielerreichung, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit derartiger Maßnahmen kontrolliert werden können. Die nähere Analyse einer empirischen Studie zu KwK mit daran anknüpfenden Hinweisen auf weitergehende Forschungsmöglichkeiten ist Gegenstand des dritten Kapitels.


Excerpt (computer-generated)

Universität Bayreuth
Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre VIII
7. Semester BWL

Marketingforschung und Erfolgskontrolle von
Kunden-werben-Kunden-Kampagnen

von: Stefan Strahwald

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Grundlagen von Kunden-werben-Kunden-Kampagnen 2

2.1. Definition 2
2.2. Ausprägungsformen 3

3. Erfolgskontrolle bei Kunden-werben-Kunden-Kampagnen 4

3.1. Notwendigkeit der Erfolgskontrolle 4
3.2. Zielerreichungskontrolle 6
3.3. Wirkungskontrolle 7
3.4. Wirtschaftlichkeitskontrolle 8

4. Ergebnisse der Marketingforschung zu Kunden-werben-Kunden-Kampagnen 9

4.1. Studie von Helm 9

4.1.1. Grundlagen der Studie 9
4.1.2. Ergebnisse zur Bedeutung, Planung und Wirksamkeit von Kunden-werben-Kunden-Kampagnen 9
4.1.3. Ergebnisse zu Eigenschaften und Problemen von Kunden-werben-Kunden-Kampagnen 11

4.2. Weitergehende Forschungsmöglichkeiten 13

5. Fazit 14

Literaturverzeichnis IV
 


 

1. Einleitung

In den vergangenen Jahren wurde in der betriebswirtschaftlichen Literatur viel darüber berichtet, dass sich Unternehmen mehr auf die Kundenbindung konzentrieren sollten. Es heißt, dass diese wesentlich billiger und effizienter als die Anwerbung von Neukunden ist.1 Dennoch darf man die Neukundenakquisition nicht vollständig vernachlässigen, da branchenübergreifend bei jedem Unternehmen ein natürlicher Kundenschwund, z.B. bedingt durch „Variety Seeking Behavior“, festzustellen ist.2 Die Möglichkeiten zur Gewinnung von neuen Kunden sind vielfältig. Klassische Methoden wie Massenwerbung, PR-Kampagnen und Direktmarketing sind jedoch häufig mit Nachteilen wie z.B. hohen Kosten, enormen Aufwand oder hohen Streuverlusten verbunden.3 Ein Erfolg versprechender Weg zur Erschließung neuer Kundschaften führt über positive Weiterempfehlungen. Diese haben den Vorteil, dass sie sehr viel glaubwürdiger sind als alle anderen Methoden.4 Vor allem bei Dienstleistungen, die überwiegend Erfahrungs- und Vertrauenseigenschaften aufweisen, spielen Vertrauen und Glaubwürdigkeit eine entscheidende Rolle, da hier die Leistungen nicht sofort nachprüfbar sind.5 Weiterempfehlungen entstehen keineswegs nur zufällig, sondern können durch bestimmte Marketingmaßnahmen effektiv und relativ kostengünstig erzeugt werden.6 Mögliche Stimulationsmittel sind beispielsweise Werbung mit zufriedenen Kunden, kostenlose Produktproben, Aufbau von Kommunikationsforen oder Kunden-werben-Kunden- Kampagnen (nachfolgend: KwK).7 Das zuletzt genannte Instrument ist Grundlage der nachfolgenden, näheren Analyse. Ziel dieser Arbeit ist es, vor allem auf die Beiträge der Marketingforschung zu diesem Thema einzugehen und die Erfolgskontrolle von KwK eingehender zu untersuchen. Dabei werden zunächst die Grundlagen von KwK dargestellt. Im zweiten Kapitel soll erläutert werden wie Zielerreichung, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit derartiger Maßnahmen kontrolliert werden können. Die nähere Analyse einer empirischen Studie zu KwK mit daran anknüpfenden Hinweisen auf weitergehende Forschungsmöglichkeiten ist Gegenstand des dritten Kapitels. Das Fazit stellt schließlich eine Zusammenfassung der Arbeit dar.

2. Grundlagen von Kunden-werben-Kunden-Kampagnen

2.1. Definition und Voraussetzungen

Kunden-werben-Kunden-Kampagnen – oft auch Weiterempfehlungskampagnen oder Freundschaftswerbung genannt – sind ein sehr verbreitetes Mittel zur Akquisition von Neukunden. Vor allem in Dienstleistungsbranchen wie Banken, Zeitungsverlagen, Versandhäusern und Telekommunikationsunternehmen werden derartige Aktionen eingesetzt.8 Beispielhaft sind hier die acht größten Privatkundenbanken Deutschlands aufgeführt, von denen sieben aktiv KwK betreiben: Tabelle 1: Einsatz von KwK bei den 8 größten Privatkundenbanken Deutschlands [Tabelle in der Downloaddatei vorhanden] „Im Rahmen von Kunden-werben-Kunden-Kampagnen werden aktuelle Kunden (Stammkunden) vom Anbieterunternehmen im Rahmen einer planvollen und strukturierten Maßnahme um die aktive Ansprache möglicher Interessenten für die Unternehmensleistungen aus ihrem sozialen Umfeld gebeten. Kommt es später zum Kauf durch diese Interessenten, erhält der Empfehlende im Regelfall eine Prämie (‚Goody’) als Gegenleistung.“10 Ziel ist es also, die bestehenden Kunden zu erfolgreichen Verkäufern der eigenen Produkte und Leistungen zu machen.11 Dies hat den Vorteil, dass nur minimaler Aufwand seitens des Unternehmens aufgebracht werden muss, um einen Geschäftsabschluss zu erreichen. Die Überzeugungsarbeit liegt meist vollständig beim Empfehlenden.12 Somit können erhebliche finanzielle Ressourcen im Vertriebssektor eingespart werden.

Beim Einsatz von Weiterempfehlungskampagnen müssen bestimmte Voraussetzungen Beachtung finden. So eignen sich derartige Aktionen nicht für alle Produkte und Leistungen. Wie bereits erwähnt, können glaubwürdige Empfehlungen die Unsicherheit bei Erfahrungs- und Vertrauensgütern, die vorwiegend im Dienstleistungsbereich vorzufinden sind, reduzieren. Demgegenüber sind Empfehlungen bei Suchgütern oft ineffektiv, da dem Interessenten schließlich vor dem Kauf die Möglichkeit einer Begutachtung bleibt.13 Auch bei Luxusgütern sind Weiterempfehlungskampagnen nicht unbedingt geeignet, weil hier Image- und Akzeptanzprobleme auftreten können.14 Problematisch ist der Einsatz von derartigen Kampagnen auch bei Geschäftsbeziehungen, die vorwiegend anonym ablaufen, z.B. beim Einkauf von Lebensmitteln. Hier ist in der Regel keine namentliche Erfassung des Kunden bzw. Interessenten möglich, wodurch eine Erfolgskontrolle nahezu undurchführbar wird.15 Eine weitere Voraussetzung für die Wirksamkeit von KwK ist die Zufriedenheit – noch besser Begeisterung – der Kunden.16 Ist diese nicht vorhanden, werden die Leistungen im Normalfall nicht an Freunde und Bekannte weiterempfohlen und die ganze Kampagne wäre nutzlos.17 Erforderlich sind auch ein bestehender Kundenstamm, um darauf die Aktion aufzubauen, sowie das Vorhandensein von Beziehungen zwischen Kunden und Interessenten, um überhaupt Empfehlungen weitergeben zu können.18

2.2. Ausprägungsformen

[...]


1 Vgl. BAYUS, B.L., Word of Mouth (1985), S. 32.

2 Vgl. FINK, K.-J., Empfehlungsmarketing (2003), S. 13.

3 Vgl. MISNER, I.R., Marketing zum Nulltarif (1999), S. 37.

4 Vgl. ARNDT, J., Word of Mouth Advertising (1967), S. 24.

5 Vgl. HAYWOOD, K.M., Managing Word Of Mouth Communications (1989), S. 55.

6 Vgl. WILSON, J.R., Mund-zu-Mund-Marketing (1991), S. 35.

7 Eine ausführliche Darstellung liefert HELM, S., Kunden-werben-Kunden-Kampagnen (1999), S. 7f.

8 Vgl. O.V., Mit Stammkunden neue Kunden hinzugewinnen (1988), S. 37.

9 Die Quellenangaben zu den einzelnen KwK-Angeboten von Postbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank, DiBa, Commerzbank, Citibank und CC Bank befinden sich im Literaturverzeichnis.

10 HELM, S., Kunden-werben-Kunden-Kampagnen (1999), S. 9.

11 Vgl. MISNER, I.R., Marketing zum Nulltarif (1999), S. 108.

12 Vgl. O.V., Mit Stammkunden neue Kunden hinzugewinnen (1988), S. 37.

13 Vgl. CHRISTIANSEN, T./TAX, S.S., Measuring word of mouth (2000), S. 186.

14 Vgl. HELM, S., Kunden-werben-Kunden-Kampagnen (1999), S. 10.

15 Vgl. HELM, S., Kunden-werben-Kunden-Kampagnen (1999), S. 11.

16 Vgl. HELM, S., Kundenempfehlungen als Marketinginstrument (2000), S. 308.

17 Außer sie haben opportunistische Absichten, vgl. HELM, S./GÜTER, B., Kundenempfehlungen (2000), S. 116f.

18 Vgl. HELM, S., Kunden-werben-Kunden-Kampagnen (1999), S. 10.


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