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Das Spanische in der Politik der Gegenwart

Scholary Paper (Seminar), 1998, 28 Pages
Author: M.A. Annett Rischbieter
Subject: Romance Languages - Spanish Studies

Details

Event: Aspekte der spanischen Gegenwartssprache
Institution/College: University of Leipzig (Institut für Romanistik, Hispanistik)
Tags: Spanien, Politik, Sprache, poltische Sprache
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 1998
Pages: 28
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V2847
ISBN (E-book): 978-3-638-11722-7

File size: 220 KB


Excerpt (computer-generated)

Das Spanische in der Politik der Gegenwart


Annett Rischbieter
2.Semester/Nebenfach


INHALTSVERZEICHNIS

I. VORBEMERKUNG 4

II. POLITISCHER ÜBERBLICK SEIT DEM TOD FRANCOS 6

1. DIE SITUATION NACH FRANCOS TOD 6
2. AUF DEM WEG ZUR DEMOKRATIE 6
3. DIE DEMOKRATIE 8

III. ZUR SPRACHE IN DER POLITIK 10
1. DAS SCHLAGWORT 10
2. DER NEOLOGISMUS 11
3. DAS HOCHWERTWORT 12
4. DAS SCHLÜSSELWORT 13
5. DIE METAPHER 13
6. DER EUPHEMISMUS 14
7. DER SLOGAN 15

IV. DIE SPANISCHE SPRACHE IN DER SPANISCHEN GEGENWARTSPOLITIK 17

1. SPRACHPFLEGE IN SPANIEN 17
A) DIE KRONE (STAATSFÜHRUNG) 17
B) DIE REGIERUNG, VERWALTUNG UND IHNEN ANGEGLIEDERTE INSTITUTIONEN 18

2. SPRACHEN UND SPRACHPOLITIK IM SPANISCHEN STAAT 20
A) GALEGISCH 21
B) DAS BASKISCHE - "EUSKARA" 22
C) KATALANISCH 23

V. ZUSAMMENFASSUNG 26

VI. BIBLIOGRAPHIE 27


I. VORBEMERKUNG

Jeder Mensch ist an eine Vielzahl von Bedingungen seiner materiellen und geistigen Existenz geknüpft. Durch diese Bedingungen werden seine Anschauungen, seine Lebenseinstellung und seine Weltsicht bestimmt. Aus der Art, wie dieser Mensch spricht, und aus dem, was er sagt, lassen sich direkt diese Anschauungen und indirekt die sie ausmachenden Bedingungen erschließen. Für einen Politiker gilt das in besonderem Maße, ist er doch der Vertreter einer durch ihre materiellen Bedingungen, mehr noch durch ihre Weltanschauung bestimmten und definierbaren Interessensgruppe. Dieser Hintergrund bestimmt ihn, wenn er sich in seinen Reden zu ihm bekennt, und wenn er ihn zu verschleiern sucht. Es gibt verschiedene Ansichten, wie die politische Sprache und die politische Rede beschaffen sein soll, und was sie für Funktionen übernehmen soll.

So stellt zum Beispiel Hans Dieter Zimmermann drei Absichten für die politische Rede heraus. Das wären seiner Meinung nach die Aufwertung, Abwertung und Beschwichtigung von politischen Phänomenen durch bestimmte Sprechakte. Er formuliert einen ganzen Katalog dafür, hier nur einige wenige daraus:

  • Unter Aufwertung würden dann etwa fallen die Übersteigerung eigener Verdienste, die Fehler stets den anderen zuschreiben, im Gegensatz dazu bei sich selbst die eigenen günstigen Seiten hervorheben und gleichzeitig die ungünstigen abschwächen oder verschweigen.
  • Bei der Abwertung würde beispielsweise eine Verkoppelung des Gegners mit negativen Werten oder eine Deformation der gegnerischen Argumente erfolgen.
  • Was die Beschwichtigung betrifft, so kann sie darauf beruhen, allgemeines Verständnis zu bekunden, auch auf die Gemeinschaft hinweisen oder aber auch in der Tabuisierung von Problemen, so dass deren Erörterung unmöglich wird.

Auch Walter Dieckmann vertritt dazu ein Position. Und zwar lässt sich aus der folgenden Aufgliederung ersehen, wie er die politische Sprache in Funktions- und Meinungssprache aufteilt, und wie er deren verschiedene Leistungen gegenüberstellt:

  • Als Funktionssprache bezeichnet er die Organisations- und Institutionssprache der Politiker. Meist bestehen diese aus bestimmten Fachtermini. Sie dienen der Information, der Beschreibung der politischen (institutionellen) Wirklichkeit und sie zielen auf Sachbezogenheit und Rationalität. Meist wird zwar eine komplexe und differenzierte Sprache verwendet, doch eigentlich bemüht man sich um eine sprachliche Eindeutigkeit.
  • Anders die Meinungssprache. Sie ist meist Propaganda- oder Ideologiesprache. Verwendet werden dabei besonders Schlagwörter, denn diese sind am geeignetsten für eine bewusste Meinungs- und Verhaltenssteuerung. Es erfolgt eine ideologische Deutung der politischen Wirklichkeit. Diese Form der Sprache kann Sachbezogenheit und auch Rationalität besitzen, sie täuscht ihren Besitz aber meist nur vor oder klammert sie bewusst zugunsten von Emotionalität aus. Angestrebt wird das Vereinfachte, daher erfolgt auch eine vergröberte Verwendung der Sprache, ja häufig wird sogar absichtlich eine vage und irreführende Terminologie benutzt.

Das als kurze Einführung in die politische Sprache und Rede. Wie das nun im Einzelnen ausschaut (speziell in Spanien), davon soll meine Hausarbeit handeln.

[...]


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