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Termpaper, 2004, 24 Pages
Author: Kathrin Weiß
Subject: Theology - Comparative Religion Studies
Details
Institution/College: http://www.uni-jena.de/ (Religionswissenschaft)
Tags: Ahmadiyya, Sonderform, Islams, Einführung, Islam
Year: 2004
Pages: 24
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-30580-8
ISBN (Book): 978-3-638-67985-5
File size: 212 KB
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Abstract
Der Islam ist heute eine der größten Religionen. Die Diskussion über den Islam und die islamischen Staaten war selten zuvor so aktuell wie im vergangenen Jahr. Es existieren bei den meisten Menschen gewisse Assoziationen über das Thema Islam, die nicht immer mit der Realität bzw. der eigentlichen Aussage des Glaubens übereinstimmen. Was jedoch weniger bekannt ist, sind die Abspaltungen des Islams. Die vorliegende Arbeit hat die Absicht eine dieser Abspaltungen dazustellen. Die Ahmadiyya-Bewegung des Islams. Sie soll Aufschluss über diese Bewegung, ihren Problemen, ihre Andersartigkeit, Einzigartigkeit und ihrer heutigen Situation geben.
Excerpt (computer-generated)
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Theologische Fakultät
Lehrstuhl für Religionswissenschaft
Seminar: Einführung in den Islam
1. Fachsemester
Ahmadiyya, eine Sonderform des Islams
von: Kathrin Weiß
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 3
II. Die Ahmadiyya-Bewegung 3
2.1. Der Gründer – Hazrat Mirza Ghulam Ahmad 3
2.2. Die Entstehung und Geschichte der Ahmadiyya 5
2.3. Die Teilung der Ahmadiyya 7
2.4. Ziele und Lehre der Ahmadiyya 7
III. Die Häresieeinstufung 10
IV. Die Ahmadiyya und das Christentum 12
V. Ahmadiyya in Deutschland 14
5.1. Die Entwicklung in Deutschland 14
5.2. Gegenströme in Deutschland 17
VI. Schlusswort 19
VII. Literaturverzeichnis 21
VIII. Abbildungen 23
I. Einleitung
Der Islam ist heute eine der größten Religionen. Die Diskussion über den Islam und die islamischen Staaten war selten zuvor so aktuell wie im vergangenen Jahr. Es existieren bei den meisten Menschen gewisse Assoziationen über das Thema Islam, die nicht immer mit der Realität bzw. der eigentlichen Aussage des Glaubens übereinstimmen. Was jedoch weniger bekannt ist, sind die Abspaltungen des Islams. Die vorliegende Arbeit hat die Absicht eine dieser Abspaltungen dazustellen. Die Ahmadiyya- Bewegung des Islams. Sie soll Aufschluss über diese Bewegung, ihren Problemen, ihre Andersartigkeit, Einzigartigkeit und ihren heutige Situation geben. Allerdings ist es nicht möglich jede Feinheit dieser Bewegung mit einzubeziehen.
II. Die Ahmadiyya-Bewegung
2.1. Der Gründer - Hazrat Mirza Ghulam Ahmad (Abb.1)
Der Gründer der Ahmadiyya wurde am 13.02.1835 in Quadian, eine nordindischen Provinz Pandschabs, in eine wohlhabende Grundbesitzer-Moghulfamilie geboren. Er wuchs dort unter Umständen auf, die ihn dazu brachten ein auf Gott gerichtetes Leben zu führen. Diese Umstände, Unsicherheit und irdische Vergänglichkeit, lebten ihm sein Vater, Mirza Ghulam Murtza, und sein älterer Bruder vor. Sie versuchten ihr leben lang die Besitztümer ihrer Vorfahren wieder zu erlangen. 1 Nach der Grundausbildung bei Privatlehrern, erhielt er Unterricht bei einem religiösen Lehrer. Hier wurde er mit der Lehre der Ahl- i-?adit2 bekannt.3 So verbrachte Hazrat Mirza Ghulam Ahmad seine Jugend im Gedenken Gottes und im Studium der Theologie.1 Er diente für vier Jahre beim Gericht in der Kolonialverwaltung. Hier lernte er die christliche Missionierung kennen. Er entschloss sich den Islam mit Schriftentum gegen fremde Einflüsse zu unterstützen. 2 In dieser Zeit soll er, mit fast 40 Jahren, seine erste Offenbarung von Gott erhalten haben. In dieser Offenbarung befahl ihm Gott als der Messias die Welt zu Gott zu bekehren. 3 In Folge dessen schrieb er 1880 – 1883 sein Buch: „Barahin-i Ahmadiya“, welches in jährlichen Bänden veröffentlicht wurde und eine Apologetik4 für den Islam enthält.
Schon hier hatte er eine Anzahl von Anhängern, die stetig wuchs. Ebenso bezeichnete er sich auch schon zu dieser Zeit als Muhaddit und Mugadidd5. Gleichzeitig veröffentlichte er seine Visionen und Offenbarungen, die eine wichtige Botschaft enthielten, nämlich jene das nur der Islam im Stande ist eine lebendige Verbindung zu Gott zu schaffen. Er veröffentlichte auch eine Reihe von Voraussagungen. Bis jetzt bekam er nur Wohlwollen der Muslime, doch als er sich nun als der erwartete Mahdi6 bezeichnete, stieß er auf Widerspruch. 1889 wurde ihm die Bay´a, die Huldigung, der formale Vorgang der Initiation, von seinen Anhängern entgegen gebracht. Die Ahmadiyya–Bewegung, eine religiöse Organisation, wurde gegründet.7 Gleichzeitig gab Hazrat Mirza Ghulam Ahmad bekannt, dass er im Namen des verheißenden Messias bekannt, dass er im Namen des verheißenden Messias gekommen sei. 1901 ließ Hazrat Mirza Ghulam Ahmad die Ahmadiyya als eigenständige islamische Sekte eintragen. Trotz aller Gegenwehr die ihm entgegengebracht wurde, hat er es geschafft, dass seine Vorstellungen des reinen Islams Fuß fassten und gedeihen sollten. Hazrat Mirza Ghulam Ahmad starb am 27. Mai 1908.1
2.2. Die Entstehung und Geschichte der Ahmadiyya
Die Ahmadiyya-Bewegung ist also nun eine aus dem Islam hervorgegangene Gruppierung. Sie entstand Ende des 19. Jahrhunderts in dem damals britischen Indien. In mitten von neuen sich regenden Bildungsbestrebungen und Erneuerungsbewegungen in verschiedenen Kreisen der Islamwelt entsteht die Gruppierung. 2 In dieser Zeit bestand auf dem indio-pakistanischen Kontinent eine christlich-islamische Kontroverse zwischen den islamischen Gelehrten und den christlichen Missionaren. Zwei weitere wichtige Faktoren trugen zur neuen Bewegung bei. Zum einen war es die große innerislamische theologische Diskussion in Indien und da Indien ja britische Kolonie war, herrschte dort Religionsfreiheit.3 Aus diesen Geschehnissen heraus, konnte Hazrat Mirza Ghulam Ahmad die Ahmadiyya-Bewegung gründen. Schon ab 1866 debattierte er mit muslimischen Gelehrten und christlichen Missionaren über den Tod Christi.4 1874 erhebt er erstmals den Anspruch Offenbarungen von Gott zu erhalten und erklärt sich zunächst als Reformer des Islams.
[...]
1 Vgl. Ahmad, Sheikh Nasir: Ahmadiyya, eine Bewegung des Islams, Frankfurt/Main, Verlag der Islam 1993, S. 14
2 Die Ahl-i-Hadit haben sich gegen die Verpflichtung gegen die Kolonialmacht einen Befreiungskrieg zu führen, ausgesprochen.
3 Vgl. Ahmed, Munir, D.: Die Religionen der Menschheit, Band 25, Der Islam, islamische Kultur, zeitgenössische Strömungen, Volksfrömmigkeit, Stuttgart (u. a.), Kohlhammer, 1990, S. 416
1 Vgl. Ahmad, Sheikh Nasir: Ahmadiyya, eine Bewegung des Islams, Frankfurt/Main, Verlag der Islam, 1993, S. 15 f.
2 Vgl. Ahmed, Munir D.: Die Religionen der Menschheit, Band 25, Der Islam, islamische Kultur, zeitgenössische Strömungen, Volksfrömmigkeit, Stuttgart (u. a.), Kohlhammer, 1990, S. 417 f.
3 Vgl. Ahmad, Sheikh Nasir: Ahmadiyya, eine Bewegung des Islams, Frankfurt/Main, Verlag der Islam, 1993, S. 14 f.
4 eine wissenschaftliche Rechtfertigung von religiösen Lehrsätzen
5 Muhaddit und Mugaddid haben beide die Bedeutung eines Erneuerers oder neuer Überlieferer
6 Wörtlich: „der unter göttlicher Leitung Stehende“, „der Geführte“
7 Vgl. Ahmed, Munir D.: Die Religionen der Menschheit, Band 25, Der Islam, islamische Kultur, zeitgenössische Strömungen, Volksfrömmigkeit, Stuttgart (u. a.), Kohlhammer, 1990, S. 417 ff.
1 Vgl. Ahmed, Munir D.: Die Religionen der Menschheit, Band 25, Der Islam, islamische Kultur, zeitgenössische Strömungen, Volksfrömmigkeit, Stuttgart (u. a.), Kohlhammer, 1990, S. 417 ff.
2 Goldziher, Ignaz: Vorlesungen über den Islam, 2.Aufl., Heidelberg, Carl Winter Universitätsverlag, 1963, S. 291
3 Vgl. Ahmed, Munir D.: Die Religionen der Menschheit, Stuttgart, Kohlhammer, 1990, S. 415
4 Vgl. Schirrmacher, Christine: Der Islam 2: Geschichte, Lehre, Unterschiede zum Christentum, Band2, Neuhausen/Stuttgart, Hänssler-Verlag, 1983, S. 87
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