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Skript: Lernen - Lehren - Präsentieren

Skript, 2000, 48 Seiten
Autor: Mag. Gregor Heise
Fach: Wirtschaft - Didaktik, Wirtschaftspädagogik

Details

Kategorie: Skript
Jahr: 2000
Seiten: 48
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V28969
ISBN (E-Book): 978-3-638-30608-9
ISBN (Buch): 978-3-638-70287-4
Dateigröße: 1859 KB

Zusammenfassung / Abstract

Unter Lernen verstehen wir jede anhaltende Verhaltensänderung, die durch Übung oder Beobachtung entstanden ist. Beim Lernen sind folgende Faktoren beteiligt: Es schließt persönliches Engagement ein - die ganze Person steht sowohl mit ihren Gefühlen als auch mit ihren kognitiven Aspekten im Lernvorgang. Es ist selbst-initiiert - sogar dann, wenn der Antrieb oder der Reiz von außen herrührt, kommt das Gefühl des Entdeckens, des Hinausgreifens, Ergreifens und Begreifens von innen. Es durchdringt den ganzen Menschen - es ändert das Verhalten, die Einstellungen, vielleicht sogar die Persönlichkeit des Lernenden. Menschen orientieren sich beim Lernen am „Sinn”. Was für den Einzelnen sinnvoll - sinnhaft ist, wird leichter behalten und in die Person integriert Dieses Buch bietet eine Übersicht über das Lernen i.S. der oben genannten Definition. Ein großer Bereich widmet sich der Problematik des Lehrens: den psychologischen Voraussetzungen, die Grundzüge der Didaktik, Lernzieldefinition und Lernzieltaxonometrie bilden die Grundlage für konkrete Empfehlungen zur Gestaltung von Lehreinheiten. Eine kurze Übersicht über Präsentationsmittel runden das Werk ab.


Textauszug (computergeneriert)

Lernen - Lehren - Präsentieren

von: Gregor Heise, Mag.

 


Inhaltsverzeichnis

1 Lernpsychologie 1.1

2 Grundzüge der Didaktik  2.14

3 Präsentationstechnik - Medieneinsatz  3.30

4 Verzeichnisse 4.45


 

 

1 Lernpsychologie

1.1 Was ist Lernen?

Unter Lernen verstehen wir jede anhaltende Verhaltensänderung, die durch Übung oder Beobachtung entstanden ist. Keine Lernvorgänge sind Verhaltensänderungen durch Reifung bzw. Entwicklung. Diese Verhaltensänderungen sind gewissermaßen im Menschen „programmiert” und treten vorhersehbar auf (z.B. Entwicklung vom Sitzen zum freien Gehen). Auch durch Drogenkonsum geschieht eine Verhaltensänderung. Jedoch auch in diesem Zusammenhang sprechen wir nicht von Lernen. Beim Lernen sind folgende Faktoren beteiligt: C Es schließt persönliches Engagement ein - die ganze Person steht sowohl mit ihren Gefühlen als auch mit ihren kognitiven Aspekten im Lernvorgang. C Es ist selbst-initiiert - sogar dann, wenn der Antrieb oder der Reiz von außen herrührt, kommt das Gefühl des Entdeckens, des Hinausgreifens, Ergreifens und Begreifens von innen. C Es durchdringt den ganzen Menschen - es ändert das Verhalten, die Einstellungen, vielleicht sogar die Persönlichkeit des Lernenden. C Menschen orientieren sich beim Lernen am „Sinn”. Was für den Einzelnen sinnvoll - sinnhaft ist, wird leichter behalten und in die Person integriert. Abbildung 1: Lernprozess [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

1.2 Der Lernprozess

Lernprozesse können wir nicht direkt beobachten. Was wir aber beobachten können, ist die Reizsituation, der ein Organismus ausgesetzt ist (war) und die Verhaltensänderung, die in der Folge eintritt. Abbildung 2: Zeitlicher Ablauf d. Lernprozesse [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

1.2.1 Zeitlicher Ablauf des Lernprozesses

Abbildung 3: Wahrnehmungsvorgang [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

1.3 Lernen und Wahrnehmung

Wir sind als Menschen eingebettet in eine Welt von Objekten und Kräften, die wir erleben und bewältigen müssen, um zu überleben. An dieser Außenwelt müssen wir uns orientieren, aus ihr erhalten wir Informationen und verarbeiten sie. Die Außenwelt, die uns umgibt besteht aus Strahlen, Kräften, Molekülen und Atomen. Was wir jedoch erleben, ist etwas ganz anderes. Wir erleben infrarote Strahlung als Wärme, elektromagnetische Schwingungen als Licht und Farbe, Moleküle und Atome als Gerüche, Süßes oder Bitteres usw. Wir sehen, hören, spüren und schmecken also nicht Moleküle, Atome, Schwingungen an sich, sondern erleben unsere eigene Form der Wahrnehmung. Wir erleben und empfinden also die objektive Außenwelt subjektiv. Die Beziehung zwischen diesen beiden Welten können wir uns so vorstellen: Physikalische Reize werden erst durch diesen Prozeß zu Bewußtseinserlebnissen, zu Wahrnehmungen. Wir können die Welt nicht so wahrnehmen, wie sie wirklich ist. Die Wahrnehmung der uns umgebenden objektiven Welt ist immer eine Welt für uns. Durch das Wahrnehmen selbst entwerfen wir unser eigenes Weltbild. Wir schaffen uns eine subjektive Vorstellung davon, wie die Welt ist. Wahrnehmung ist kein passiver Vorgang, sondern lebendiges Gestalten. Abbildung 4: Wahrnehmungskanäle [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

1.3.1 Wahrnehmungsfilter

1.3.1.1 Der biologische Filter

Wir erfahren die Welt über fünf Sinneskanäle: Sehen, Hören, Tasten (Fühlen), Schmecken und Riechen. Diese biologische Ausstattung unseres menschlichen Nervensystems erlaubt es uns jedoch nur, innerhalb gewisser Grenzen wahrzunehmen. Abbildung 5: Wahrnehmungsfilter [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

1.3.1.2 Der soziale Filter

Eine zweite Art, in der sich unsere Erfahrung der Welt von der Welt selbst unterscheidet, ist durch die Gesellschaft gegeben, in der wir aufwachsen. Sprache, Kultur, Sitten und Gebräuche haben einen großen Einfluss auf unsere Wahrnehmung.

1.3.1.3

Der individuelle Filter Mit individuellen Filtern sind jene Vorstellungen von der Welt gemeint, die wir als Individuen schaffen und die auf unserer einzigartigen persönlichen Lebensgeschichte beruhen. Jeder Mensch hat einen Erfahrungsschatz, der seine persönliche Geschichte darstellt und so einmalig ist wie seine Fingerabdrücke.

1.3.2 Wahrnehmungsmechanismen

[...]


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