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Scholary Paper (Seminar), 2004, 40 Pages
Author: Melanie Kubens
Subject: Economics / Business: Political Economics
Details
Tags: Montrealer, Protokoll, Schutz, Ozonschicht, Bewertung
Year: 2004
Pages: 40
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-30638-6
File size: 386 KB
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Excerpt (computer-generated)
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Hochschule für Gestaltung,
Technik und Wirtschaft
VWL - Seminar
Das Montrealer Protokoll zum Schutz
der Ozonschicht und seine Bewertung
von
Melanie Kubens
Einführung 5
1. Allgemeines über Ozon 6
1.1. Ozon 6
1.2. Ozonschicht 6
1.3. Ozonloch 7
1.4. Folgen der Ozonzerstörung 7
2. Allgemeines über FCKW 8
2.1. Hintergrund 8
2.2. FCKW 8
2.2.1. Die wichtigsten FCKWs 8
2.2.2. Eigenschaften der FCKWs 8
2.3. Einsatzgebiete 9
2.4. Wirtschaftliche Bedeutung 9
2.5. Wirkung auf die Ozonschicht 9
2.6. Maßnahmen zur Senkung der FCKW Emissionen 10
2.6.1. Verhaltensänderungen 10
2.6.2. Recycling 10
2.6.3. Ersatzstoffe 10
2.7. Problem der Regelung der FCKW Emissionen 10
3. Grundzüge des Montrealer Protokolls und seiner Ergänzungen 11
3.1. Einseitige Maßnahmen der Länder 11
3.2. Wien 12
3.3. Montreal 13
3.4. London 13
3.4.1. Fond 14
3.5. Kopenhagen 15
3.6. Weitere Verschärfungen 16
4. Erklärung des Problems der Öffentlichen Güter anhand der Spieltheorien 17
4.1. Öffentliche Güter 17
4.1.1. Begriff der Öffentlichen Güter 17
4.2. Problem der internationalen Zusammenarbeit 17
4.2.1. Bestehende Abhängigkeiten zwischen den Ländern 17
4.2.1.1. Behebung des Dilemmas 18
4.2.2. Unterschiedliche Interessen der Länder 18
4.2.2.1. Interessen der Entwicklungsländer 18
4.3. Phänomen des Gefangenendilemmas 18
4.3.1. Spieler 19
4.3.2. Spielregeln 19
4.3.3. Verhalten der Spieler 20
4.3.4. Ergebnis 20
4.4. Problemdarstellung am Beispiel der Kartenspieltheorie 21
4.4.1. Spielregeln 21
4.4.2. Problem der roten Karte 21
4.4.3. Ergebnis 21
4.4.4. Übertragung auf das Montrealer Protokoll 21
4.5. Übertragbarkeit auf das tatsächliche Verhalten 22
4.5.1. Verhalten der Länder 22
5. Nutzen und Kosten 23
5.1. Nutzen 23
5.1.1. Quantitativ 23
5.1.1.1. Die Kanadische Studie zum 10. Jahrestag 23
5.1.1.2. Die amerikanische EPA Studie 24
5.1.2. Qualitativ 25
5.2. Kosten 25
6. Erfolg Montreals 26
6.1. Erfolgsfaktoren 26
6.1.1. Flexibilität des Vertrag 26
6.1.2. Unilaterales vs- multilaterales Handeln 27
6.1.2.1. Internationaler Vertrag 27
6.1.2.2. Kritische Stimmen 28
6.1.3. Trade Leckage 29
6.1.4. Substitute 30
6.1.5. Quantitative Limits 30
7. Scheitern Kyotos 31
7.1. Kurze Darstellung des Inhaltes 31
7.2. Vorbild Montreal 32
7.3. Unterschiede 32
7.4. Weitere Gründe des Scheiterns 34
7.4.1. Verhandlungen 34
7.4.2. Inhalte 35
8. Fazit 37
9. Literaturverzeichnis 38
Abkürzungsverzeichnis:
ODS Ozone depleting substances
Ozonverringerende Substanzen
PD Prisoner Dilemma
Gefangenendilemma
Einführung
Die Vermutung, dass die Ozonschicht durch menschliche Eingriffe zerstört wird, wurde zum ersten Mal bestätigt, als Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen dem Abbau der Ozonschicht und dem Freisetzen von Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffen (FCKWs) in die Atmosphäre feststellten. Da die fatalen Folgen einer derartigen Zerstörung zeitlich absehbar waren, resultierte die Notwendigkeit auf diese Erkenntnis schnell zu reagieren. Der erste gemeinsame Schritt zur Begrenzung des weiteren Schadens wurde mit dem Protokoll von Montreal getan. Der Vertrag aus dem Jahr 1987, welcher von zahlreichen Staaten unterzeichnet wurde, hatte das Ziel, die Produktion und die Benutzung von FCKWs stark einzuschränken.
Nach einer Erläuterung der wichtigsten Begriffe, werden die Entstehung, die Umsetzung und die Erweiterungen des Montrealer Protokolls näher erläutert. Im Folgenden gehen wir näher auf das grundsätzliche Problem im Umgang mit Öffentlichen Gütern ein. Danach beleuchten wir die Erfolgsfaktoren näher und geben einen Ausblick, warum das Modell von Montreal nicht ohne weiteres auf andere Verträge übertragbar ist.
1. Allgemeines über Ozon
1.1 Ozon (griechisch ozein: „das Duftende“)
Ozon ist eine besondere Form von Sauerstoff. In einem Molekül Ozon sind drei Sauerstoffatome miteinander verbunden, deshalb besitzt es die Formel O3. Unter normalen Umständen ist Sauerstoff ein Molekül, in welchem zwei Sauerstoffatome miteinander chemisch gebunden sind. Unter der Einwirkung des UVLichts der Sonne wird das Sauerstoffmolekül aufgebrochen, dabei entstehen zwei einzelne Sauerstoffatome:
O2 - UV-Licht - 2 O-Atome
Diese einzelnen Sauerstoffatome sind extrem reaktionsfreudig und verbinden sich mit einem verbleibenden Sauerstoffmolekül zu einem Molekül Ozon:
O-Atom + Sauerstoffmolekül (O2) - Ozonmolekül (O3)
Auf diese Weise entsteht das Ozon in der Stratosphäre, in 15 bis 50 km Höhe, durch das hier intensiv strahlende UV-Licht der Sonne. Das Ozon erfüllt in der über der Troposphäre liegenden Stratosphäre eine lebenswichtige Aufgabe für die Lebewesen der Erde: Es wirkt als Filter und schirmt die energiereichen UV-B-Strahlen der Sonne um ca. 95-97% ab.1
1.2 Ozonschicht
Die Ozonschicht ist der Bereich in der Atmosphäre, der sich etwa 20 bis 30 Kilometer oberhalb der Erdoberfläche befindet. In der Ozonschicht herrscht eine Ozonkonzentration von bis zu 10 ppm (Anzahl der Teilchen pro Million Teilchen: parts per million). Das Ozon bildet sich dort aus molekularem Sauerstoff unter dem Einfluss der kurzwelligen UV-Strahlung der Sonne. Zwar zerfällt es durch Absorption von UV-Strahlung sofort wieder, doch lagert sich der dabei frei werdende Sauerstoff erneut an molekularem Sauerstoff an, so dass in der Ozonschicht ein Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbau von Ozon besteht.
Die Ozonschicht ist sehr wichtig, weil sie den größten Teil der UV-Strahlung abhält. Nur ein kleiner Teil kann so die Erdoberfläche erreichen. In geringen Mengen ist die Strahlung lebensnotwendig (der menschliche Körper benötigt sie um Vitamin D herzustellen), in größeren Mengen ruft sie jedoch Schädigungen hervor.
Wesentlich erhöhte Ozonkonzentrationen in bodennahen Luftschichten können v.a. über Gebieten mit starker Abgasentwicklung auftreten. Dort entsteht Ozon aus Stickstoff- und Schwefeloxiden unter der Einwirkung des Sonnenlichts. Ozon führt in diesen Mengen zu gesundheitlichen Schädigungen bei Mensch, Tier und Pflanzen, ferner zu Schäden an organischen Substanzen wie u.a. an Textilien, Leder oder Anstrichen.2
1.3 Ozonloch
Als Ozonloch wird die Abnahme der Ozonschicht bezeichnet, die seit Ende der 70er Jahre zunächst nur über der Südpolarregion, später auch über der Nordpolarregion beobachtet wird. Der Grund, warum das Ozonloch am Südpol so viel stärker ist als am Nordpol, liegt in den unterschiedlichen Formen der beiden Polargebiete begründet.
Bereits in den ersten Veröffentlichungen über das Ozonloch wurde die Abnahme mit dem Anstieg der FCKWs in Verbindung gebracht.3
1.4 Folgen der Ozonzerstörung
Als Folge der Ozonschichtzerstörung kann die bedrohliche kurzwellige UVStrahlung, die sonst von der Ozonschicht abgehalten wurde, ungehindert bis zur Erdoberfläche gelangen. Die Konsequenz wäre eine Lebensbedrohung für die Menschen und ihre Umwelt. Es gäbe mehr Hautkrebs und grauen Star, weniger Ertrag in der Landwirtschaft und in der Fischerei, mehr Smog sowie eine schnellere Zerstörung von Plastik, das im Freien benutzt wird.4
[....]
1 Vgl. Microsoft Encarta Enzyklopädie (1999); Nisbet, E.G.: Globale Umweltveränderungen (1994), S. 102; Galler: Lehrbuch Umweltschutz (1999), S. 110ff.
2 Vgl. Galler: Lehrbuch Umweltschutz (1999), S.113; Nisbet, E.G.: Globale Umweltveränderungen (1994), S. 33ff.
3 Vgl. Nisbet, E.G.: Globale Umweltveränderungen (1994), S. 103-107; Galler: Lehrbuch Umweltschutz (1999), S.114
4 Vgl. Galler: Lehrbuch Umweltschutz (1999), S.115
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