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Scholary Paper (Seminar), 2002, 34 Pages
Author: Marcel Rockstroh
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation
Details
Tags: Gibt, Kulturunterschiede, Wissensgenerierung
Year: 2002
Pages: 34
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-30690-4
File size: 409 KB
Stichwörter: Wissensmanagement, Kulturen, Wissensgenerierung, Open Space Technology,SECI Modell, Konzept des Ba, Waigaya, Organisationales Lernen
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Excerpt (computer-generated)
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Lehrstuhl BWL IV – Personal und Führung
Gibt es Kulturunterschiede in der Wissensgenerierung?
- Seminararbeit -
Ausarbeitung zum Seminar: Wissensmanagement
Semester: SS 2002
vorgelegt von:
Marcel Rockstroh
8. Semester BWL
Chemnitz, den 20.06.2002
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Konzeptionelle Einordnung des Begriffs Wissensgenerierung 2
3. Die Kulturen 4
4. Konzepte der Wissensgenerierung in Mitteleuropa 7
4.1 Individuelle Wissensentwicklung 8
4.2 Kollektives Wissen 11
4.2.1 Lernarena 13
4.2.2 Work Out 15
4.2.3 Produktklinik 15
4.2.4 Open Space Technology 15
5. Konzepte der Wissensgenerierung in fernöstlichen Industrieländern am Beispiel Japan 18
5.1 Implizites und explizites Wissen 18
5.2 Das SECI Modell und die Spirale der Wissensgenerierung 19
5.3 Das Konzept des Ba 21
5.4 ART Systems 23
5.5 Praxisbeispiel: Seven Eleven Japan 24
5.6 „Waigaya“ 24
6. Kritische Würdigung und Transferierbarkeit der Konzepte 26
7. Fazit 27
Literaturverzeichnis 29
1. Einleitung
Im Informationszeitalter gewinnt nicht mehr der Große gegen den Kleinen, sondern der Schnelle gegen den Langsamen. Unternehmen, die erfolgreich bleiben wollen, brauchen gute Ideen, um auf den dynamischen Märkten flexibel reagieren zu können. Bullinger spricht im Kontext der Wandlung von der Produktions- zur Wissensgesellschaft, von Wissen als neuem Produktionsfaktor der Zukunft (vgl. Bullinger, 1998, S.7). Gerade in Deutschland ist die Entwicklung und Verwendung dieses Produktionsfaktors wettbewerbsrelevant (vgl. Porter, 1991, in: Bullinger, 1998, S.7).
Die Mitarbeiter der Organisationen sind die Träger des Wissens, die Aufgabe des Wissensmanagements eines Unternehmens ist es diese Ressource optimal auszuschöpfen (vgl. Alex/Becker/Stratmann, 2002, in: Götze, S. 47). Durch die zunehmende Globalisierung und Internationalisierung der Wirtschaft prallen zunehmend unterschiedliche Kulturen aufeinander. Dies hat aber nicht nur mögliches Konfliktpotential zur Folge, sondern bietet auch die Chance von Erfahrungen und Konzepten der neuen Kulturen zu lernen. Diese Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt japanische und mitteleuropäische Wissensgenerierungskonzepte zu vergleichen und eine mögliche Übertragbarkeit in Aussicht zu stellen.
Das Ziel der hier vorliegenden Arbeit liegt in einem Vergleich verschiedener Konzepte zur Wissensgenerierung in westlichen und in fernöstlichen Ländern. Unterschiede sollen herausgearbeitet werden und die mögliche Transferierbarkeit der Konzepte betrachtet werden.
Dazu wird zunächst in Kapital 2 der Begriff der Wissensgenerierung in den Kontext des organisationalen Lernens eingeordnet. In Kapitel 3 folgt ein Vergleich der fernöstlichen und der westlichen Kulturen, basierend auf dem Konzept von Hofstede, um grundlegende Unterschiede beider Kulturen darzustellen und um so den kulturellen Hintergrund der Unterschiede zwischen den Konzepten zu verdeutlichen. In Kapitel 4 werden angewandte Konzepte der Wissensgenerierung in westlichen Ländern vorgestellt. In Kapitel 5 folgen dann die Konzepte der Wissensgenerierung in fernöstlichen Ländern am Beispiel Japans. In Kapitel 6 folgt eine kritische Betrachtung der Konzepte und die Herausstellung der wesentlichen Unterschiede. Des Weiteren wird eine mögliche Transferierbarkeit untersucht. Die Seminararbeit schließt mit einer kurzen Zusammenfassung.
2. Wissensgenerierung als Baustein des Wissensmanagements
Zur besseren Einordnung des Konzeptes der Wissensentwicklung in den Kontext des Wissensmanagements dient das Modell von Probst u.a. Es stellt die wichtigsten Kernprozesse des Wissensmanagement und deren Interdependenzen dar (Abbildung1).
Abb.1: Kernprozesse des Wissensmanagements
Quelle: Probst et al, 1997, S. 56
[in Downloaddatei enthalten]
Aus der Graphik wird ersichtlich, dass Wissensentwicklung bzw. Wissensgenerierung ein Bestandteil des Wissensmanagement ist. Die diesem Kreislauf übergeordneten Elemente Wissensziele und Wissensbewertung sind strategische Unternehmensziele. Sie geben die Richtung und den Nutzen des in der Organisation benötigten Wissens vor und bewerten die Ergebnisse auf ihre Problemlösungstauglichkeit.
„Wenn sich auch viele Prozesse der Wissensentwicklung einer direkten Steuerung entziehen, so ist dennoch eine Kopplung zentraler Prozesse der Wissensentwicklung an die Wissensziele der Organisation sicherzustellen. Läßt man beispielsweise den professionellen Entwicklern zu viel Freiraum ihre technologischen Vorstellungen zu verwirklichen, kann dies für die gesamte Unternehmung höchst ineffizient sein.“ (Probst et al, 1997, S.182)
Der Baustein der Wissensentwicklung, ist neben dem Wissenserwerb für die Erringung von Wettbewerbsvorteilen und den Aufbau von Kernkompetenzen sehr bedeutend (vgl. Siemens Projektgemeinschaft Wissensmanagementprozesse). Viele Managementforscher, Bullinger/Prieto seien repräsentativ genannt, vertreten die Ansicht, dass im Mittelpunkt der Wissensentwicklung die Produktion neuer Fähigkeiten, neuer Produkte, besserer Ideen und leistungsfähigerer Prozesse steht. Dabei umfasst die Wissensentwicklung alle Aktivitäten des Managements, mit denen sich die Organisation bewusst um die Generierung bisher intern noch nicht bestehender Fähigkeiten bemüht (vgl. Bullinger/Prieto in Pawlowsky, 1998, S. 104).
Einen anderen konzeptionellen Rahmen der Wissensgenerierung stellt Pawlowsky dar. Er ordnet dieses Konzept in den Kontext des organisationalen Lernens ein. Pawlowsky erarbeitete vier Kategorien die maßgeblich den Prozess des organisationalen Lernen beeinflussen. Eines dieser Elemente ist die Lernphase, welche die Identifizierung und die Wissensgenerierung beinhaltet und den Schwerpunkt dieser Arbeit darstellt. (Abbildung 2)
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