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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2000, 21 Pages
Author: Melanie Sieber
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Freibug (Sozialwesen)
Tags: Ehrenamt Hauptamt freiwilliges Engagement Professionalisierung Konflikte
Year: 2000
Pages: 21
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-11768-5
File size: 241 KB
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Excerpt (computer-generated)
Ehrenamtliche und Hauptamtliche in der Sozialen Arbeit
Melanie Sieber
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Ehrenamt und professionelle Sozialarbeit im Rückblick 3
3. Profil des Ehrenamtes 6
3.1. Definition 6
3.2. Kennzeichen ehrenamtlicher Arbeit 7
3.3. Anzahl der Ehrenamtlichen in der Gesellschaft 8
3.4. Motivation Ehrenamtlicher 9
3.5. Erwartungen der Ehrenamtlichen 9
4. Profil des Hauptamtes 10
4.1. Definition 10
4.2. Kennzeichen 11
4.3. Aufgabenbereiche 11
4.4. Berufsidentität 12
5. Konfliktpotentiale 13
6. Neue Wege 15
7. Fazit 18
8. Literatur 20
Einleitung
Ehrenamt hat zur Zeit Konjunktur. Alle reden davon, wer sich wo engagiert und wie man noch mehr Menschen dazu bewegen könnte, einen Teil ihrer Zeit für gesellschaftliche Belange zu investieren.
Durch die Krise des Sozialstaats wurde und wird deutlich, dass der Staat nicht unbegrenzt fähig ist, notleidenden Bürgern zu helfen. Das führt dazu, dass sich die Politiker wieder stärker auf Werte des Gemeinsinns und der Subsidiarität besinnen und die Bürger zu Selbsthilfe und Nachbarschaftshilfe aufrufen. Es ist nicht zu erwarten, dass sich die finanzielle Situation ändert und es Zuschüsse geben wird, eher sind weitere Kürzungen zu erwarten. Aufgrund dessen wird dem freiwilligen Engagement der Bürger ein sehr hoher Stellenwert zugesprochen und es wird auch in Zukunft notwendig sein, wenn der jetzige Standard sozialer Versorgung aufrecht erhalten bleiben soll. In der Konsequenz heißt das für die berufliche Sozialarbeit, dass sie eng und wirkungsvoll mit Ehrenamtlichen kooperieren muss.
Dies habe ich während meines studienbegleitenden Praktikums in der Bahnhofsmission Freiburg in der Praxis erfahren. Die Bahnhofsmisson wird vorwiegend durch Ehren-amtliche am Leben erhalten (es gibt 2 hauptamtliche Kräfte, 2 Zivis, 15-20 Ehrenamtliche und eine wechselnde Anzahl von Praktikanten). Dort wurde ich mit verschiedenen Problemen der Zusammenarbeit von professionellen Sozialarbeitern und Ehrenamtlichen konfrontiert und kam zu der Erkenntnis, dass ich mich als angehende professionelle Kraft mit dem Verhältnis von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen auseinandersetzen sollte.
Es stellt sich mir die Frage, was denn eigentlich die Professionalität von Sozialer Arbeit ausmacht: Welche Kompetenzen besitzen wir, die Ehrenamtliche nicht haben? Was rechtfertigt das Gehalt eines Sozialarbeiters? Was sind die gegenseitigen Erwartungen, Ängste und Konfliktfelder im Umgang miteinander? Welche Erwartungen und Wünsche haben Ehrenamtliche? Wie können sie qualifiziert werden? Machen sie Sozialarbeit dann überflüssig (vorausgesetzt es gäbe genug Ehrenamtliche)? Wo und in welcher Form werden Sozialarbeiter/-pädagogen dann noch gebraucht? Qualifiziert sie ihr Studium dafür?
Das sind sehr viele Fragen, die im Rahmen einer Hausarbeit nicht alle bearbeitet werden können.
Speziellere Fragen in Bezug auf das Ehrenamt, wie die Diskussion um die Begrifflichkeit und das tatsächliche Engagement der deutschen Bundesbürger, werden nicht bearbeitet. Zudem beschränke mich auf das soziale Ehrenamt.
In Bezug auf die Hauptamtlichen wird die Frage nach gelungener oder defizitärer Professionalisierung nur in so fern bearbeitet, wie dies Auswirkungen auf den Umgang mit Ehrenamtlichen hat, ebenso die Frage nach den im Studium vermittelten Qualifikationen.
Es soll also der Frage nachgegangen werden, welche Probleme und welche Lösungen es in Bezug auf eine produktive Zusammenarbeit gibt. Dazu werden zuerst Profile ehrenamtlicher (Kapitel 3) bzw. professioneller (Kapitel 4) Sozialarbeit entwickelt, um dann Konfliktfelder zu beschreiben (Kapitel 5). Am Ende soll ein Überblick über Voraussetzungen für ein produktives Zusammenwirken von haupt- und ehrenamtlichen Kräften stehen (Kapitel 6). Da sich ehrenamtliche und berufliche Sozialarbeit parallel entwickeln, wird zunächst die Geschichte dieses stets konfliktträchtigen Nebeneinanders beschrieben (Kapitel 2).
[...]
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