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Subtitle: Ausgewählte Ergebnisse der „Shell-Studie“ 2002
Scholary Paper (Seminar), 2004, 31 Pages
Authors: Frank Mattioli-Danker, Anne Behrendt
Subject: Pedagogy - Pedagogic Sociology
Details
Tags: Sozialisation, Jugendalter
Year: 2004
Pages: 31
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-31040-6
ISBN (Book): 978-3-638-71369-6
File size: 905 KB
Diese Arbeit beginnt mit einer Übersicht zur Entstehung, Bedeutung und Methodik der Shell-Studie. Im weiteren Verlauf werden wir auf die drei wichtigsten Lebensberei-che - Schule, Familie und Freizeit eingehen, um uns dann mit den Werten und Wertehaltungen der Jugend auseinander zusetzen, die wir zum Abschluss durch ein Experteninterview hinterfragen bzw. bestätigen wollen.
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Abstract
Diese Arbeit beginnt mit einer Übersicht zur Entstehung, Bedeutung und Methodik der Shell-Studie 2002. Im weiteren Verlauf werden wir auf die drei wichtigsten Lebensbereiche - Schule, Familie und Freizeit – eingehen, um uns dann mit den Werten und Wertehaltungen der Jugend auseinander zusetzen, die wir zum Abschluss durch ein Experteninterview hinterfragen bzw. bestätigen wollen. Unsere Vorgehensweise in dieser Ausarbeitung wird dabei sein, dass wir ausgewählte Statistiken der Shell-Studie aufzeigen und auswerten, um abschließend jeweils Hypothesen oder mögliche Gründe bzw. Ursachen zu suchen, weshalb sich die Lebenslage der Jugendlichen so darstellt, wie sie die Statistiken der Shell-Studie verdeutlichen. Die Werteanalyse der heutigen Jugend ist ein weiterer Bestandteil dieser Ausarbeitung, dabei werden die Wertetypen Idealisten, Materialisten, selbstbewusste Macher und die zögerlich unauffälligen betrachtet und ihre Wertehaltungen interpretiert.
Excerpt (computer-generated)
Universität Osnabrück, Erziehungswissenschaften
Ausgewählte Ergebnisse der „Shell-Studie“ 2002
mit einer Einführung von Axel Tilebein
4. Semester
Sozialisation im Jugendalter
von: Frank Mattioli-Danker
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Kurzübersicht - Shell Jugendstudie 4
3. Lebenswelt der Jugend (von Anne Behrendt) 6
3.1. Schule 6
3.2. Familie 11
3.3. Freizeitverhalten 13
3.3. Fazit 15
4. Werteorientierung und Wertewandel nach der 14. Shell Jugendstudie 2002 (von Frank Mattioli-Danker) 17
4.1. Was ist der Jugend wichtig? 19
4.2. Typologie der Werteorientierung in der Jugend 21
4.2.1. Demographische und soziale Struktur der Wertetypen 22
4.2.2. Lebensstandart versus sozialem Engagement 24
4.2.3. Toleranz versus Durchsetzungskraft 25
4.2.4. Fleiß versus Lebensgenuss 26
5. Fazit - Experteninterview 27
6. Literatur 32
1. Einleitung
Diese Arbeit beginnt mit einer Übersicht zur Entstehung, Bedeutung und Methodik der Shell-Studie. Im weiteren Verlauf werden wir auf die drei wichtigsten Lebensbereiche - Schule, Familie und Freizeit – eingehen, um uns dann mit den Werten und Wertehaltungen der Jugend auseinander zusetzen, die wir zum Abschluss durch ein Experteninterview hinterfragen bzw. bestätigen wollen. Unsere Vorgehensweise in dieser Ausarbeitung wird dabei sein, dass wir ausgewählte Statistiken der Shell-Studie aufzeigen und auswerten, um abschließend jeweils Hypothesen oder mögliche Gründe bzw. Ursachen zu suchen weshalb sich die Lebenslage der Jugendlichen so darstellt, wie sie die Statistiken der Shell-Studie verdeutlichen. Die Werteanalyse der heutigen Jugend ist ein weiterer Bestandteil dieser Ausarbeitung, dabei werden die Wertetypen Idealisten, Materialisten, selbstbewusste Macher und die zögerlich unauffälligen betrachtet und ihre Wertehaltungen interpretiert.
2. Kurzübersicht - Shell Jugendstudie
Die Deutsche Shell Jugendstudie ist ein regelmäßig erscheinender Bericht über Werte und die aktuelle Lebenssituation Jugendlicher in Deutschland. Sie gilt aufgrund ihrer hohen Realibilität und der sorgfältig und umfassend erhobenen Daten als Basiswerk der Jugendforschung und Jugendarbeit in Deutschland und genießt sowohl in Politik als auch bei den Medien und in der Fachwelt große Anerkennung. Die Idee, eine umfassende Jugendstudie für Deutschland zu erstellen, wurde im Jahr 1952 geboren. Durch die akute soziale Unsicherheit, welche sich in den Nachkriegsjahren besonders in der damals heranwachsenden Situation zeigte, waren die Menschen, welche mit Jugendlichen oder im Jugendbereich arbeiteten in besonderem Maße gefordert.
Auf einem 1952 stattfindenden Kongress von Erziehern, Jugendbetreuern, Leitern von Jugendgruppen etc. wurde mehrheitlich ein dringender Bedarf nach verlässlichen, wissenschaftlich fundierten Unterlagen und Daten über Meinungen, Ansichten und Verhaltensweisen der Nachkriegsjugend im Bundesgebiet geäußert, um auf dieser Basis zielorientierte Konzepte erstellen und in der Praxis besser und zielorientierter arbeiten zu können. Die zu einer solch umfassenden Datenerhebung notwendigen Schritte, zu denen z.B. die Durchführung von Umfragen gehört, genauso wie die Entwicklung entsprechender Methoden und die Auswertung von Fragebögen sind natürlich mit hohen Kosten verbunden. Die Deutsche Shell AG erklärte sich in diesem Fall bereit, das Projekt finanziell zu stützen und gab der Deutschen Shell Jugendstudie ihren Namen. Nachdem der Wunsch nach einer umfassenden Jugendstudie also konkret formuliert und auch ein Finanzier gefunden war, wurde das Meinungsforschungsinstitut Emnid beauftragt, eine solche Studie durchzuführen. Diese erschien unter dem Titel „Jugend zwischen 15 und 24“. Diese erste Shell Studie war auch gleichzeitig die erste Repräsentativerhebung dieser Art auf dem Jugendsektor, und bis dahin auch die größte und umfassendste. Seitdem sind insgesamt 14 Shell Studien veröffentlicht worden. Seit 1952 also beauftragt die Deutsche Shell führende Forschungsinstitutionen mit der Erstellung von Jugendstudien. Das jeweils beauftragte Meinungsforschungsinstitut hinterlegt die Ergebnisse im Zentralarchiv für empirische Sozialforschung der Universität Köln, wo die Basisdaten dann für jedermann zugänglich sind, z.B. für eigene Forschungszwecke etc. .
Die Deutsche Shell beschränkt sich bei der Jugendstudie auf die Bereitstellung der erforderlichen finanziellen Mittel und die Veröffentlichung der Ergebnisse und nimmt natürlich keinen Einfluss auf die Fragestellungen oder die Auswertung. Mit der aktuellen Ausgabe, erschienen unter dem Titel „Jugend 2002“, feiert die Shell Studie ihr 50jähriges Jubiläum. Sie ist wie immer herausgegeben von der Deutschen Shell und im Fischer Taschenbuchverlag erschienen. Verantwortlich für die Konzeption und die Projektleitung der Shell Studie 2002 ist Klaus Hurrelmann. Die erhobenen Daten dieser 14. Shell Jugendstudie generieren sich aus einer Stichprobe von ca. 2.500 Jugendlichen aus alten und neuen Bundesländern im Alter von 12 bis 25 Jahren, die im Zeitraum von März bis April 2002 mittels eines standardisierten Fragebogens von geschulten Infratest Interviewern bezüglich ihrer Einstellungen und Orientierungen befragt wurden. Zur spezifischen Vertiefung wurden ergänzend 20 qualitative Portraits von systematisch ausgewählten Jugendlichen erstellt, welche besondere Formen von persönlichem Engagement aufweisen. Die 14. Shell Studie hat vor allem zwei Themenschwerpunkte, zum einen das besondere Politikverständnis Jugendlicher und zum anderen den Wertewandel der Jugend in Deutschland. Sie beschäftigt sich umfassend mit den Werten und der Lebenssituation Jugendlicher und konzentriert sich dabei intensiv auf die Felder Schule, Familie und die Wünsche und Erwartungen der Jugend an die Zukunft. Abschließend möchte ich noch auf das Erscheinen eines speziellen Jubiläumsbandes hinweisen, welcher den Titel trägt „50 Jahre Shell Jugendstudie, von Fräuleinwundern bis zu neuen Machern“. Hierbei handelt es sich um eine Zusammenfassung der Entwicklung und der Daten der bisher erschienenen Shell Studien mit einem Überblick von 1952 bis heute, gestützt von zahlreichen Fotos und Illustrationen. Erschienen ist dieser Jubiläumsband im Ullstein Verlag. von Axel Tilebein, LA GHR
3. Lebenswelt der Jugend
In diesem Kapitel soll erläutert werden, wie Jugendliche ihre Lebenswelt sehen. Dabei geht es insbesondere um die Bereiche Schule, Familie und Freizeit, welches nach Hurrelmann die drei wichtigsten sind für die Entwicklung in der Jugendphase und das Politik- und Werteverständnis prägen.1
3.1. Schule
[...]
1 Linssen, Leven, Hurrelmann; 2002; S. 53
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