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Autor: Axel Domschke
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik
Details
Tags: Enterprise, Resource, Planning, Systeme, Bekleidungsbranche
Jahr: 2004
Seiten: 39
Note: 1.0
Literaturverzeichnis: ~ 23 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 3251 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-31236-3
Zusammenfassung / Abstract
Enterprise Resource Planning Systeme sind seit den 90er Jahren im Einsatz. Sie helfen Unternehmen dabei ihre Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten und Entscheidungsträger mit den nötigen Informationen zu versorgen. Unternehmen der Bekleidungsbranche sind Teil der textilen Produktionskette. Sie besitzen eine Vielzahl von Besonderheiten gegenüber Unternehmen aus anderen Branchen. Als Beispiele seien hier nur die Abhängigkeit von der Mode und der damit verbundene ständige Wechsel der angebotenen Produkte genannt. Um einem Unternehmen aus der Bekleidungsbranche eine effiziente Gestaltung ihrer Unternehmensprozesse zu ermöglichen müssen solche Besonderheiten in einem Enterprise Resource Planning System berücksichtigt werden. Diese Arbeit beschäftigt sich deshalb damit die Besonderheiten von Unternehmen der Bekleidungsbranche zu erläutern und zu zeigen wie diese Besonderheiten in einem Enterprise Resource Planning System abgebildet werden können. Zu diesem Zweck wird im ersten Kapitel zunächst der Begriff Enterprise Resource Planning genau definiert. Anhand von beispielhaft ausgewählten Funktionalität wird ebenfalls auf die Funktionsweise solcher Systeme eingegangen. Das zweite Kapitel beschäftigt sich dann umfassend mit der Bekleidungsbranche. Die Branche wird von anderen Branchen abgegrenzt und insbesondere die Besonderheiten aufgezeigt. Schließlich wird das dritte Kapitel die beiden zunächst isoliert betrachteten Themengebiete zusammenführen. Hier wird aufgezeigt wie die in Kapitel 2 vorgestellten Besonderheiten in einem Enterprise Resource Planning System abgebildet werden können. Als Beispiel dienen hierbei die die beiden Software-Programme Fashion und Fashion XL aus dem Hause der ImPuls AG.
Textauszug (computergeneriert)
Enterprise Resource Planning Systeme für die Bekleidungsbranche
Hausarbeit
im Rahmen des 8. Semesters
an der Fachhochschule Vechta/Diepholz
von
Axel Domschke
Weyhe, 23.04.2004
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
Themenüberblick 1
1 Grundlagen von Enterprise Resource Planning Systemen 2
1.1 Definition des Begriffes Enterprise Resource Planning System 2
1.2 Beschreibung des Vertriebsmoduls 3
1.3 Abwicklung der Fertigungslogistik 5
1.4 Branchenlösungen 8
2 Besonderheiten der Bekleidungsbranche 10
2.1 Abgrenzung des Begriffes Bekleidungsbranche 10
2.2 Wertschöpfungskette der Bekleidungsbranche 12
2.3 Modeabhängigkeit der Branche 13
2.4 Zeitlicher Ablauf der Bekleidungsherstellung 14
2.5 Hohe Zahl von Varianten pro Artikel 16
2.6 Fremdfertigung und passive Lohnveredelung 18
3 Bekleidungsspezifische Besonderheiten von ImPuls Fashion und ImPuls Fashion XL 20
3.1 Die Branchenlösungen ImPuls Fashion und ImPuls Fashion XL 20
3.2 Verwaltung von Kollektionen und Lieferterminen 21
3.3 Abbildung von Varianten im Artikelstamm 21
3.4 Bearbeitung von Vertriebsaufträgen 25
3.5 Abwicklung der Fertigung 27
3.6 Die Hochrechnung in ImPuls Fashion 31
3.7 Fazit 32
A Literaturverzeichnis 34
Abbildungsverzeichnis
1.1 Funktionen einer Vertriebsauftragsverwaltung 3
1.2 Entity-Relationship-Modell des Vertriebsauftrages 5
1.3 Funktionsbaum der Produktionsplanung und -steuerung 6
1.4 Entity-Relationship-Modell des Fertigungsauftrages 7
1.5 Entity-Relationship-Modell einer Stückliste 7
2.1 Einordnung der Bekleidungsbranche in die Textilpipeline 11
2.2 Wertschöpfungsstufen der Bekleidungsproduktion 12
2.3 Ablauf der Saisonplanung 14
2.4 Einfluß der Variations-Dimensionen auf die Zahl der Varianten eines Artikels 17
2.5 Zielgebiete der Produktionsverlagerung 19
3.1 Entity-Relationship-Modell der Kollektionsstammdaten in Fashion XL 21
3.2 Screenshot der Kollektionsverwaltung in Fashion XL 22
3.3 Mögliche Datenstruktur einer Artikelverwaltung für die Bekleidungsbranche 23
3.4 Screenshot der Artikelverwaltung aus ImPuls Fashion XL 24
3.5 Screenshot der Zuordnung von Farben und Waschungen zu einem Artikel in ImPuls Fashion XL 25
3.6 Screenshot der Vertriebsauftragserfassung in ImPuls Fashion 26
3.7 Entity-Relationship-Modell des Vertriebsauftrages in ImPuls Fashion 27
3.8 Horizontale Darstellung von Größen in der Bestandsanzeige vom ImPuls Fashion XL 28
3.9 Entity-Relationship-Modell des Fertigungsauftrages 29
3.10 Entity-Relationship-Modell der Stückliste von ImPuls Fashion 29
3.11 Screenshot der Erfassungsmaske für Stücklisten aus ImPuls Fashion 30
3.12 Funktionen der Hochrechnung in ImPuls Fashion 31
3.13 Ergebnis einer Hochrechnung aus ImPuls Fashion 32
Abkürzungsverzeichnis
CAD Computer Aided Design
CAE Computer Aided Engineering
CAM Computer Aided Manufacturing
EMS Enterprise Management System
ERM Enterprise Resource Management
ERP Enterprise Resource Planning
NC Numeric Control
NOS Never Out of Stock
SKU Stock Keeping Unit
WWS Warenwirtschaftssystem
Themenüberblick
Enterprise Resource Planning Systeme sind seit den 90er Jahren im Einsatz. Sie helfen Unternehmen dabei ihre Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten und Entscheidungsträger mit den nötigen Informationen zu versorgen.1
Unternehmen der Bekleidungsbranche sind Teil der textilen Produktionskette. Sie besitzen eine Vielzahl von Besonderheiten gegenüber Unternehmen aus anderen Branchen. Als Beispiele seien hier nur die Abhängigkeit von der Mode und der damit verbundene ständige Wechsel der angebotenen Produkte genannt.
Um einem Unternehmen aus der Bekleidungsbranche eine effiziente Gestaltung ihrer Unternehmensprozesse zu ermöglichen müssen solche Besonderheiten in einem Enterprise Resource Planning System berücksichtigt werden. Diese Arbeit beschäftigt sich deshalb damit die Besonderheiten von Unternehmen der Bekleidungsbranche zu erläutern und zu zeigen wie diese Besonderheiten in einem Enterprise Resource Planning System abgebildet werden können. Zu diesem Zweck wird im ersten Kapitel zunächst der Begriff Enterprise Resource Planning genau definiert. Anhand von beispielhaft ausgewählten Funktionalität wird ebenfalls auf die Funktionsweise solcher Systeme eingegangen.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich dann umfassend mit der Bekleidungsbranche. Die Branche wird von anderen Branchen abgegrenzt und insbesondere die Besonderheiten aufgezeigt. Schließlich wird das dritte Kapitel die beiden zunächst isoliert betrachteten Themengebiete zusammenführen. Hier wird aufgezeigt wie die in Kapitel 2 vorgestellten Besonderheiten in einem Enterprise Resource Planning System abgebildet werden können. Als Beispiel dienen hierbei die die beiden Software-Programme Fashion und Fashion XL aus dem Hause der ImPuls AG.
Kapitel 1
Grundlagen von Enterprise Resource Planning Systemen
1.1 Definition des Begriffes Enterprise Resource Planning System
Der Begriff Enterprise Resource Planning (ERP) bezeichnet Softwaresysteme, die zur Unterstützung von Geschäftsprozessen eines Unternehmens dienen. Als grundlegendes Merkmal ist dabei die Integration der einzelnen Funktionsbereiche eines Unternehmens anzusehen. D. h. ein ERP-System stellt z. B. Funktionen für Produktion, Vertrieb, Beschaffung, Finanzen und Verwaltung innerhalb einer Anwendung zur Verfügung.1
Teilweise finden sich in der Literatur auch die Begriffe Enterprise Resource Management (ERM)2, Enterprise Management System (EMS)3 und Warenwirtschaftssystem (WWS)4 wieder. Während die ersten beiden als Synonyme zu ERP anzusehen sind, bezeichnet der Letzte nur einen Ausschnitt eines ERP-Systems. So beschränkt sich ein Warenwirtschaftssystem auf die Funktionsbereiche, welche von reinen Handelsunternehmen benötigt werden. Hingegen bleibt die Produktion bei einem WWS unberücksichtigt.5
Nicht Teil eines ERP-Systems sind die technischen Funktionsbereiche eines Unternehmens, wie z. B. Forschung und Entwicklung. Für diese Bereiche gibt es eine spezielle Kategorie von Software.6 Hierzu zählen beispielsweise Computer Aided Design (CAD) und Computer Aided Engineering (CAE).7 Auf diese Kategorie wird im Rahmen dieser Arbeit nicht näher eingegangen werden.
Um die oben angesprochene Integration der einzelnen Funktionsbereiche zu realisieren bedienen sich ERP-Systeme der Datenintegration. D. h. alle Unternehmensbereiche greifen auf
[....]
1 Vgl. Enzler, S. (2003), S. 1f.
1 Vgl. Ritter, B. (2000), S. 15; Mauterer, H. (2002), S. 7f.; Färbinger, P. M., (o. A.)
2 Vgl. Hufgard, A. (1994), S. 4
3 Vgl. Mauterer, H. (2002), S. 7
4 Vgl. Schwarze, J. (2000), S. 296-303.; Hansen, H. R. (1998), S. 74
5 Vgl. TWNetwork.de (o. A.)
6 Vgl. Mauterer, H. (2002), S. 8
7 Vgl. Schwarze, J. (2000), S. 265
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