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Die Teile der Katholischen Messfeier im Vergleich zum Evangelischen Gottesdienst close

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Die Teile der Katholischen Messfeier im Vergleich zum Evangelischen Gottesdienst

Termpaper, 2004, 30 Pages
Author: Jessica Scheffold
Subject: Theology - Practical Theology

Details

Event: Die Bibel
Institution/College: University of Bremen
Tags: Teile, Katholischen, Messfeier, Vergleich, Evangelischen, Gottesdienst, Bibel
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 30
Grade: sehr gut
Bibliography: ~ 17  Entries
Language: German
Archive No.: V30050
ISBN (E-book): 978-3-638-31406-0
ISBN (Book): 978-3-638-65057-1
File size: 238 KB
Notes :
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Liturgie in der Katholischen und Evangelischen Kirche. Ebenfalls wird die Liturgiegeschichte kurz erläutert.


Abstract

Wir leben derzeit in einem Spannungsfeld, daß von Glaubenskriegen definiert ist. Zwar läßt sich sagen, daß die radikalen muslimischen Gruppen um die Al Quaida nur unter der Tarnung dieses Glaubenskriegs Haß schüren. Ebenso könnte bei dem Kampf der Israelis gegen die Palästinenser ein anderer Hintergrund bestehen. Und in Irland? Warum bekämpfen sich dort immer noch die Katholiken und die Protestanten? Hier sollen jedoch nicht alle Probleme, die sich in konfessionellen Gegensätzen begründet sein können, gelöst werden. In dieser Arbeit wird die Frage erörtert, inwieweit sich die katholische Messe und der evangelische Gottesdienst von einander unterscheiden. Zunächst richtet sich das Augenmerk auf die geschichtlichen Aspekte und beleuchtet somit historische Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die zur heutigen Ausprägung der Gottesdienste geführt haben. Daran anschließend wird der Ablauf der Meßfeier dargelegt und dort bereits Parallelen und Differenzen zum Konfessionspendant erläutert. Nicht zuletzt werden die Hauptargumente beschrieben, die letztlich dazu führen, daß auch heute noch kein gemeinsames Abendmahl von evangelischen und katholischen Christen möglich ist. Äußern sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der eigentlichen Darbietungs- und Ausübungsform des Glaubens -,dem Gottesdienst-? Sind die beiden Hauptrichtungen des christlichen Glaubens zu verschieden, um eins zu sein, aber zu gleich um als grundsätzlich verschieden angesehen zu werden?


Excerpt (computer-generated)

Die Teile der Katholischen Messfeier im Vergleich zum
Evangelischen Gottesdienst

von: Jessica Meier

Semester: 1

 


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG  1

2 LITURGIEGESCHICHTE 2

3 DIE MEßFEIER  5

3.1 Eröffnung 7
3.2 Wortgottesdienst  10
3.3 Eucharistiefeier  13
3.4 Abschluß  18

4 VERGLEICH ZUM EVANGELISCHEN GOTTESDIENST 20

4.1 Realpräsenz  22
4.2 Priesterfrage 23

5 FAZIT  25
 


 

1 Einleitung

Wir leben derzeit in einem Spannungsfeld, daß von Glaubenskriegen definiert ist. Zwar läßt sich sagen, daß die radikalen muslimischen Gruppen um die Al Quaida nur unter der Tarnung dieses Glaubenskriegs Haß schüren. Ebenso könnte bei dem Kampf der Israelis gegen die Palästinenser ein anderer Hintergrund bestehen. Und in Irland? Warum bekämpfen sich dort immer noch die Katholiken und die Protestanten? Hier sollen jedoch nicht alle Probleme, die sich in konfessionellen Gegensätzen begründet sein können, gelöst werden. In dieser Arbeit wird die Frage erörtert, inwieweit sich die katholische Messe und der evangelische Gottesdienst von einander unterscheiden. Zunächst richtet sich das Augenmerk auf die geschichtlichen Aspekte und beleuchtet somit historische Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die zur heutigen Ausprägung der Gottesdienste geführt haben. Daran anschließend wird der Ablauf der Meßfeier dargelegt und dort bereits Parallelen und Differenzen zum Konfessionspendant erläutert. Nicht zuletzt werden die Hauptargumente beschrieben, die letztlich dazu führen, daß auch heute noch kein gemeinsames Abendmahl von evangelischen und katholischen Christen möglich ist. Äußern sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der eigentlichen Darbietungs- und Ausübungsform des Glaubens -,dem Gottesdienst-? Sind die beiden Hauptrichtungen des christlichen Glaubens zu verschieden, um eins zu sein, aber zu gleich um als grundsätzlich verschieden angesehen zu werden?

2 Liturgiegeschichte

Der Begriff „Liturgie“ faßt die Riten, Zeremonien und Offizien der Kirche zusammen, welche die Art beschreiben, dem Gott zu huldigen. Der eigentliche Begriff entstand erst im 20. Jahrhundert (Metzger 1998:10). Die Liturgie ist zentraler Bestandteil für die Tradition der Kirche, die von Generation zu Generation weitergegeben wird (Metzger 1998:13). Damit ist gewissermaßen eine Bedienungsanleitung zum Glauben gegeben, die als Richtschnur gilt. Sie ist im Verlauf der Jahre stets modifiziert worden und wird auch stetig überarbeitet. Um einen Eindruck davon zu bekommen, woraus sich der uns geläufige Glaube entwickelt hat, wird im Folgenden ein kurzer Rückblick gegeben, der die Zeit nach Christi Geburt besonders betont, da mit der lutherischen Revolution die für diese Arbeit relevanten Glaubensrichtungen entstanden sind. Auch die Christen huldigten ihrem Gott in einer Art Opferkult. Die brachten täglich tierische Opfer, deren bestes Fleisch sie zu Ehren unseres Gottes verbrannten, auf daß ein „Wohlgeruch zu ihm aufsteigen sollte“. Die Ehre der Opferung wurde ausschließlich der Priesterklasse zuteil. (Metzger 1998:8) Mit der Ankunft Jesu Christi änderte sich dies grundlegend. Er definierte sich als „vom Himmel herab gekommes lebendiges Brot“ (Joh 6,51 zit. nach Metzger 1998:8). Opferten die Menschen ihrem Gott zuvor ihre besten Tiere und dienten ihm so, war es nun umgekehrt. In Gestalt Jesu (be-) diente Gott die Menschen. Dadurch bekam das Wort „Gottesdienst“ eine ganz andere Bedeutung. Gott kommunizierte über die „Mitteilung des Wortes, des Brots und des Weins“ mit den Gläubigen (Metzger 1998:8f.).

Die Art, wie die Menschen die Eucharistie begingen, wich teilweise stark ab. So entschieden insbesondere materielle Möglichkeiten, geistiger und kultureller Horizont, sowie die politisch soziale Lage darüber (Metzger 1998:11). Das Brotbrechen selbst wurde mancherorts im 1. Jahrhundert auch als „Herrenmahl“ bezeichnet. Im eigentlichen Sinne wurden gemeinsame Mahle vorbereitet, zu denen man sich versammelte. Dabei wurden Ansprachen gehalten, die Gott ehrten. In Zeiten der Hungersnöte war es nötig, karikative Spenden von Brot zu veranstalten (Metzger 1998:27). Die Passage im Vaterunser „unser täglich Brot gib uns heute“ könnte als Zeugnis der schlimmen Zeiten mit in unsere Zeit überliefert worden sein. Literarisch gesehen, basiert das Christentum auf der hebräischen Bibel, deren Inhalte das Alte Testament der christlichen Bibel darstellen. Im jüdischen Glauben wird ebenfalls die hebräische Bibel zu Grunde gelegt. Die darin beschriebene „Geschichte [Gottes] mit dem Volk Israel“ (Scherer 2003:11ff.) führt zu einer gemeinsamen Basis von Juden- und Christentum. Das Neue Testament der christlichen Bibel spricht von der Art und Weise, wie sich Gott durch Jesus Christus den Menschen offenbarte. Ferner enthält es Geschichten und Briefe von Jesus, dessen Jüngern und weiteren Anhängerinnen des Christentums aus dem 1. Jhd. nach Christus (Scherer 2003:12f.). Daraus läßt sich ersehen, daß nicht nur die beiden größten Konfessionen Deutschlands, römisch-katholisch und evangelisch, sondern auch das Judentum, gemeinsame Wurzeln haben. Beispielsweise haben die Christen vom Judentum den Wochenrhythmus übernommen, mit dem heiligen Sonntag, an dem Christus auferstand von den Toten (Metzger 1998:32).

Ein Blick auf die geschichtlichen Zusammenhänge, insbesondere deren Chronologie, unterstreicht die Gemeinsamkeiten. So zeigt die folgende Tabelle 1 auf, daß sich im Jahr 1054 die römisch-katholische Kirche als „Kirche des Westens“ etablierte und erst etwa 500 Jahre später durch Martin Luther die protestantische Konfession herausbildete. Tabelle 1: Geschichte Christentum (Scherer 2003:0) [Tabelle in der Downloaddatei vorhanden] Die Adjektive „evangelisch“ und „protestantisch“ werden synonym verwandt. Im Wortsinn meint protestantisch, „eine Behauptung, Forderung, einen Vorschlag, o.ä. als unzutreffend, unpassend zurückweisen, widersprechen“ (Drosdowski 1997:666). Beginnend mit den lutherischen Thesen und über Veröffentlichungen wie „Von der Freiheit des Christenmenschen“ widersprach Luther dem totalitären und papstzentrierten katholischen Weltbild. Zur Entwicklung einer protestantischen Konfession trug auch die Übersetzung des Neuen Testaments bei, welche Luther im Jahr 1522 veröffentlichte. Dadurch ist die ehemals wenigen zugängliche Literatur in die Öffentlichkeit vorgedrungen. Luthers Weltsicht wird als „in scharfem Gegensatz zur katholischen Kirche“ beschrieben. Dies zeigt sich auch in seiner letzen Schrift „Wider das Papsttum zu Rom, vom Teufel gestiftet“, welche 1545 erschien. (o.V. 1995B:6197). In Deutschland herrschen im Wesentlichen zwei Glaubensrichtungen vor. Zum Einen ist dies laut REMID für November 2001 die rhömisch-katholische Kirche mit 27 Millionen, oder 32,9% der Bevölkerung. Zum Anderen die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) mit 26,8 Millionen , oder 32,6%. (o.v. 2004). Diese Zahlen können dahingehend interpretiert werden, daß es im Grunde gleichberechtigte Konfessionen sind, die in friedlicher Koexistenz in Deutschland zusammenleben. Der wesentliche Unterschied beider kulminiert sich in zwei folgenden Aussagen: Michael Schmaus, katholisch, faßt seine Sicht des Christentums zusammen als „Vom Wesen des Christentums reden, heißt vom Wesen der Kirche sprechen“. Gerhard Ebeling, evangelisch, kommentiert: „Fragt man nach dem Wesen des Christentums, so muß man nach dem Wesen des christlichen Glaubens fragen“ (Frieling. 1991:12f.) Die zentralistischen Tendenzen der katholischen Kirche und die auf den Glauben des einzelnen fokussierte protestantische Glaubensrichtung spiegeln sich auch in den Meßfeiern beziehungsweise dem Gottesdienst wider, die im Folgenden behandelt werden.

3 Die Meßfeier

[...]


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