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Scholary Paper (Seminar), 2002, 16 Pages
Author: Melanie Matuszyk
Subject: Economics / Business: Supply, Production, Logistics
Details
Tags: Beschreibung, Ketten, Messung, Performance, SCOR-Modell
Year: 2002
Pages: 16
Grade: 1,9
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-31410-7
File size: 979 KB
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Excerpt (computer-generated)
Beschreibung logistischer Ketten und Messung ihrer
Performance mit dem SCOR-Modell
von: Melanie Matuszyk
Inhaltsverzeichnis
1. Gründe für die Entwicklung des SCOR-Modells 5
2. Das SCOR-Modell 5
2.1 Bedeutung und Umfang des SCOR-Modells 5
2.2 Die vier grundlegenden Prozesstypen 6
2.3 Der Aufbau 7
2.3.1 Ebene 1 7
2.3.2 Ebene 2 8
2.3.3 Ebene 3 9
2.3.4 Ebene 4 9
3. SCOR-Messgrößen 10
4. Anwendung in der Praxis 13
5. Kritik und Fazit 15
Literaturverzeichnis 16
Kurzfassung
Das Supply Chain Operations Reference Modell ist ein Prozessmodell, mit dessen Hilfe man Supply Chains firmen- und sogar branchenübergreifend beschreiben, analysieren, messen und letztendlich verbessern kann. Es wurde vom Supply Chain Council entwickelt, einem Zusammenschluss von 600 Firmen, die es sich zum Ziel setzten, mit dem SCOR Modell branchenübergreifend auf pragmatischer Ebene eine einheitliche Sprache zu erstellen. Das SCOR-Modell ist als eine Art Gerüst beliebig konfigurierbar, so dass es individuell auf die Bedürfnisse einzelner Firmen angepasst werden kann. Die vier grundlegenden Kernmanagementprozesse Plan (P), Source (S), Make (M), Deliver (D) spielen die zentrale Rolle in der Abbildung des SCOR-Modells. Das Modell, das hierarchisch in 4 Ebenen unterteilt ist, befasst sich auf jeder Ebene mit diesen vier Kernprozessen. In der ersten Ebene, der höchsten Ebene wird ein grobes Raster des Gesamtumfanges erstellt, in dem die vier Kernprozesse als solches genauer beschrieben werden. In jeder nachfolgenden Ebene werden die Prozesse der vorhergehenden Ebene nochmals aufgegriffen, detaillierter beschrieben und vertieft. Die zweite Ebene, genannt Konfigurationsebene, teilt jeden Prozess der Ebene 1 in einzelne Prozesskategorien auf. Diese werden durch die Anfangsbuchstaben ihrer zugehörigen Prozesse gekennzeichnet und entsprechend durchnummeriert. In der Ebene 3, der Gestaltungsebene, wird jede Prozesskategorie nochmals in mehrere Prozesselemente unterteilt. Die Implementierungsebene 4 ist pragmatisch orientiert und beschreibt für jedes Prozesselement bestimmte Aufgaben und Arbeitsanweisungen, die die Mitarbeiter ausführen sollen. Für das SCOR-Modell wurden einheitliche Messgrößen (KPI’s = Key Performance Indicators) definiert, die zum Vergleich verschiedener Supply Chains dienen. Die Messgrößen ,die analog der Modellhierarchie den verschiedenen Ebenen angepasst werden, kann man in 4 Hauptbereiche einteilen: Lieferservice, Flexibilität, Kosten und Kapitalmanagement. Wichtig ist, dass die KPI’s vor Anwendung genau definiert sein müssen. Dann kann man feststellen, zu wie viel Prozent die jeweiligen Kennzahlen erfüllt sind und wie leistungsstark und verbesserungsbedürftig die Supply Chain ist.
1. Gründe für die Entwicklung des SCOR-Modells
Im betrieblichen Supply Chain Management hat sich in den letzten Jahren ein Paradigmenwechsel vollzogen. Während das konventionelle SCM eher funktionsorientiert operierte und die einzelnen Kettenmitglieder ein Nullsummenspiel betrieben, bei dem jeder auf seine eigenen Ziele und nicht auf das Gesamtziel des Unternehmens bedacht war, ist unter dem heutigen SCM eine ganzheitliche, systemische, integierte und koordinierte Sichtweise des Warenflussproblems zu verstehen, bei dem die ganze Supp ly Chain zum Wohle des Finalkunden fokussiert wird.1) Da in Zukunft nicht mehr einzelne Abteilungen oder Unternehmen sondern ganze Supply Chains miteinander konkurrieren werden, müssen die einzelnen Supply Chain Prozesse unternehmensübergreifend gestaltet werden. Auf Grund dieser neu entstandenen Komplexität mussten Hilfsmittel für die Darstellung und Messung erstellt werden. Aus diesen Gründen entwickelte der Supply Chain Council das Supply Chain Operations Reference Modell (SCOR Modell).2) Dieser Zusammenschluss von 600 Firmen machte es sich zum Ziel, branchenübergreifend auf pragmatischer Ebene eine einheitliche Sprache, nämlich das SCOR Modell zu entwickeln, mit dem es möglich ist, Supply Chains zu beschreiben, zu analysieren, zu messen und letztendlich zu verbessern.
2. Das SCOR-Modell
2.1 Bedeutung und Umfang des SCOR-Modells
Auf Grund seiner Eigenschaft als standardisiertes Prozess-Referenzmodell bietet das SCOR-Modell die Möglichkeit, verschiedene Supply Chains firmen- und sogar branchenübergreifend zu beschreiben und zu messen.3) Die Prozessbeschreibungsmethode, die im SCOR-Modell zur Anwendung kommt, dient der Darstellung komplexer Supply Chains und erleichtert es, einzelne Prozesse und Beschreibung logistischer Ketten und Messung ihrer Performance mit dem SCOR-Modell Materialflüsse zu beschreiben und zu analysieren. Der hierarchische Aufbau des SCOR-Modells in vier verschiedene Ebenen ist wesentlich für das Verständnis komplexer Supply Chains. In jeder Ebene werden die Prozesse der vorhergehenden Ebene nochmals aufgegriffen, detaillierter beschrieben und vertieft. Das SCORModell als ein Gerüst ist beliebig konfigurierbar, so dass es individuell den Bedürfnissen des entsprechenden Unternehmens angepasst werden kann. Viele Firmen haben daher das SCOR-Modell für ihre Zwecke bearbeitet und weiterentwickelt.
[...]
1) Affeld, D., S.13
2) Lawrenz, Oliver/Hildebrand, Knut/Nenninger, Michael/ Hillek, Thomas S.115
3) Corsten, Daniel/Gabriel, Christopher, S.236
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