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Examination Thesis, 2001, 107 Pages
Author: Susanne Steffens
Subject: Pedagogy - Media Pedagogy
Details
Tags: Computer, Internet, Grundschule, Primarstufe, Konstruktivismus, Informationsgewinnung, Lernsoftware, Jugendgefährdung, Lehrerrolle, Kommunikation, KIM, schule, Neue Medien, Medien
Year: 2001
Pages: 107
Grade: 1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-11822-4
ISBN (Book): 978-3-638-73024-2
File size: 3566 KB
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Abstract
Obwohl die Einsatzmöglichkeiten des Computers in der Grundschule vielfältig sind, haben sie aus unterschiedlichen Gründen noch nicht den Weg in die alltäglichen Praxis jedes Klassenzimmers gefunden. Die Sorge wegen jugendgefährdender Inhalte im Internet, schlichte Unkenntnis gegenüber Technik und didaktischen Möglichkeiten, ebenso wie die Frage, ob es sinnvoll ist, die stetig anwachsende Mediennutzung der Kinder auch noch in der Grundschule zu fördern, sind nur einige der in diesem Zusammenhang bestehenden Konflikte. Mit welcher Begründung der Computer auch in den Grundschulen zum Einsatz kommen sollte, welche verschiedenartigen Möglichkeiten sich hier bieten und welche Anwendungsmöglichkeiten für Grundschüler kaum nutzbar sind, wird in dieser Arbeit aufgezeigt. Auch wie sich die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer im computerunterstützten Unterricht ändern könnte, und welche Erfahrungen Lehrkräfte gerade mit dem Einsatzbereich Internet schon gemacht haben, wird thematisiert. Aus dem Inhalt: 4. Zur Diskussion um den Computer in der Grundschule 5. Einsatzmöglichkeiten des Computers in der Grundschule 5.1 Der Computer offline 5.1.1 Der Computer als Informationsquelle 5.1.2 Der Computer als Werkzeug 5.1.3 Der Einsatz von Lernsoftware 5.1.3.1 Kriterien für Lern- und Edutainment-Programme 5.1.3.2 Lernsoftware im Mathematikunterricht 5.1.3.3 Ein Beispiel für Lernsoftware im Deutschunterricht 5.2 Das Internet 5.2.1 Jugendgefährdung durch das Internet 5.2.2 Selbstdarstellung und Kommunikation 5.2.3 Informationsgewinnung durch das Internet 5.3 Ziele des Computereinsatzes im Unterricht 6. Die Lehrerrolle im computerunterstützten Unterricht 7. Praktische Umsetzungsmöglichkeiten in der Grundschule 7.1 Computer als Werkzeug am Beispiel der Textverarbeitung 7.2 Die Arbeit mit Lernsoftware 7.3 Kommunikation über e-mail 7.4 Der Computer als Lerngegenstand 8. Erfahrungen von Lehrerinnen und Lehrern mit Grundschulkindern und dem Internet
Excerpt (computer-generated)
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik
Sommersemester 2001
Zulassungsarbeit
Thema:
Möglichkeiten und Grenzen des Computereinsatzes in der Grundschule
Vorgelegt von: Dozent:
Susanne Steffens Dr. phil. G. Weiss
Anschrift:
Abgabetermin: 20. September 2001
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S. 4
2. Begriffsklärungen S. 5
3. Begründungen für den Computereinsatz in der Grundschule S. 7
3.1 Anthropologische Begründung S. 8
3.2 Pädagogisch- psychologische Begründung S. 8
3.3 Soziologische Begründung S. 12
4. Zur Diskussion um den Computer in der Grundschule S. 15
5. Einsatzmöglichkeiten des Computers in der Grundschule S. 20
5.1 Der Computer offline S. 20
5.1.1 Der Computer als Informationsquelle S. 21
5.1.2 Der Computer als Werkzeug S. 21
5.1.3 Der Einsatz von Lernsoftware S. 26
5.1.3.1 Kriterien für Lern- und Edutainment-Programme S. 27
5.1.3.2 Lernsoftware im Mathematikunterricht S. 29
5.1.3.3 Ein Beispiel für Lernsoftware im Deutschunterricht S. 31
5.2 Das Internet S. 33
5.2.1 Jugendgefährdung durch das Internet S. 34
5.2.2 Selbstdarstellung und Kommunikation S. 35
5.2.3 Informationsgewinnung durch das Internet S. 38
5.3 Ziele des Computereinsatzes im Unterricht S. 44
6. Die Lehrerrolle im computerunterstützten Unterricht S. 44
7. Praktische Umsetzungsmöglichkeiten in der Grundschule S. 49
7.1 Computer als Werkzeug am Beispiel der Textverarbeitung S. 49
7.2 Die Arbeit mit Lernsoftware S. 53
7.3 Kommunikation über E-mail S. 58
7.4 Der Computer als Lerngegenstand S. 60
8. Erfahrungen von Lehrerinnen und Lehrern mit Grundschulkindern
und dem Internet S. 61
8.1 Vorstellung des Fragebogens und Erklärungen zu Bedingungen
und zur Vorgehensweise S. 62
8.2 Auswertung S. 63
9. Fazit S. 67
10. Literatur S. 69
Anhang
A Antworten auf Anfragen zur Computernutzung in der Grundschule S. 74
B Antworten der Kultusministerien auf die Anfrage, ob der Einsatz des
Computers in der Grundschule im jeweiligen Bundesland erlaubt ist S. 107
1. Einleitung
Computer sind im Alltag mittlerweile überall anzutreffen. Ob in der Autowerkstatt, im Büro oder im Krankenhaus - die Vorteile dieser Technologie werden fast überall genutzt. Nach einer hitzigen Diskussion vor allem in den 70er und 80er Jahren ist der Computer seit Jahren auch in den Schulen anzutreffen, insbesondere an Gymnasien und den Oberstufen der Gesamtschulen. Anfangs war der Computer vor allem im Informatikunterricht Gegenstand der Betrachtung. Inzwischen hat man durch verschiedene Modellversuche und Einzelinitiativen bestätigen können, dass der Computer auch als Instrument im Unterricht wertvolle Unterstützung leisten kann und so werden nach und nach alle Schularten bis hin zur Grundschule mit Computern ausgerüstet.
Obwohl die Einsatzmöglichkeiten des Computers in der Grundschule vielfältig sind, haben sie aus unterschiedlichen Gründen noch nicht den Weg in die alltäglichen Praxis jedes Klassenzimmers gefunden. Die Sorge wegen jugendgefährdender Inhalte im Internet, schlichte Unkenntnis gegenüber Technik und didaktischen Möglichkeiten, ebenso wie die Frage, ob es sinnvoll ist, die stetig anwachsende Mediennutzung der Kinder auch noch in der Grundschule zu fördern, sind nur einige der in diesem Zusammenhang bestehenden Konflikte. Die Ausbildung bereitet Lehrerinnen und Lehrer kaum auf den Einsatz der Neuen Medien vor und die ältere Lehrergeneration ist häufig mit dem Computer nicht hinreichend vertraut. Per Fortbildung versucht man, die Lehrerinnen und Lehrer aller Schulstufen für die Arbeit mit den Neuen weiterzubilden, damit sie den Aufgaben der Medienpädagogik und -didaktik gewachsen sind.
Mit welcher Begründung der Computer auch in den Grundschulen zum Einsatz kommen soll und welche Möglichkeiten sich hier bieten, soll in dieser Arbeit aufgezeigt werden. In diesem Zusammenhang müssen auch die vielzitierten Begriffe Neue Medien, Medienpädagogik und Medienkompetenz geklärt werden.
Inwieweit sich die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer im computerunterstützten Unterricht ändert, und welche Erfahrungen Lehrkräfte gerade mit dem Einsatzbereich Internet schon gemacht haben, wird im Folgenden thematisiert. Weiter werden Angaben über die Praxiserfahrungen von Lehrerinnen und Lehrern mit dem Computer und vor allem dem Internet, der neusten Nutzungsvariante des Mediums Computers, zusammengefasst und ausgewertet.
Die Arbeit basiert auf der neuen Rechtschreibung.
2. Begriffsklärungen
Im Zusammenhang mit der Diskussion über den Computer in der Schule sind die Begriffe Neue Medien, Medienpädagogik und Medienkompetenz zu Schlagworten geworden, deren explizite Bedeutung vorab geklärt werden soll.
Im Internet- Lexikon wissen.de findet sich zum Begriff Neue Medien folgende Definition:
"Sammelbezeichnung für verschiedene Techniken im Bereich der Unterhaltungselektronik, der Datenverarbeitung und der Nachrichtentechnik sowie für Neuentwicklung bei der Informationsspeicherung und -übertragung, im weiteren Sinne auch die neuen Formen der Massenkommunikation, insbesondere das Internet."
Der Brockhaus bezeichnet die Neuen Medien als Sammelbegriff für durch die Entwicklung neuer Technologien entstandenen Kommunikationsmittel zur Individual- und Massenkommunikation.
Häufig findet sich in diesem Sinne die synonyme Verwendung der Begriffe "Neue Medien" und "Informations- und Kommunikationstechnologien".
Die Kultusministerkonferenz bezeichnet mit dem Begriff Neue Medien präziser diejenigen Medien , Informations- und Kommunikationstechniken, "die durch die Nutzung von Digitalisierung, Speicherung und algorithmischer Verarbeitung die Verknüpfung und Übermittlung beliebig großer Datenmengen in kürzester Zeit erlauben."
Konkret sind damit also digitale und computertechnische Medien wie Fax, Bildtelefon, Handy, digitale Photoapparate etc. gemeint.
Für den Einsatz im schulischen Bereich sind mit dem Begriff Neue Medien vor allem der multimediale Computer und das Internet gemeint. Im Prinzip wird im Klassenraum wohl eher kein Fax eingesetzt, das Versenden von Faxen über das Internet scheint dagegen denkbar und im Sinne einer zu erwerbenden Medienkompetenz sinnvoll. Ebenso kann im Zuge einer Klassenpartnerschaft (vgl. Punkt 7.3) eine Bildtelefonverbindung über den Computer geschaffen werden, obwohl Bildtelefone selber im Unterricht wohl nicht genutzt werden.
Daraus ergibt sich die Frage, was eine Pädagogik, die sich mit Medien beschäftigt, leisten will und welche Ziele dabei verfolgt werden.
Issing unterscheidet dazu die Begriffe Medienpädagogik, Mediendidaktik, Medienerziehung, Medienkunde und Medienforschung.
Medienpädagogik ist dabei die übergeordnete Bezeichnung für alle pädagogisch orientierten Beschäftigungen mit Medien in Theorie und Praxis. Näher zu spezifizierende Aspekte sind die Medienerziehung, Mediendidaktik, Medienkunde und Medienforschung.
Medienerziehung ist der erste Aspekt der Medienpädagogik, und befasst sich mit Medien mit dem Ziel, Lernende zu einem reflektierten, kritischen und bewussten Umgang mit Medien zu befähigen. Grundlagen sind dafür die Theorien, Forschungsergebnisse, Arbeitsinstrumente und Verfahren der Medienkunde und -forschung.
Mediendidaktik ist der zweite Hauptaspekt der Medienpädagogik und befasst sich mit den Funktionen und Wirkungen von Medien in Lehr- und Lernprozessen. Ihr Ziel ist dabei die Förderung von Lernvorgängen durch didaktisch geeignete Gestaltung und methodisch wirksame Verwendung von Medien. Auch die Mediendidaktik bezieht sich dabei auf Medienkunde und Medienforschung.
In der Medienkunde geht es um die Vermittlung von Kenntnissen über Medien, Medieninstitutionen und ihre Organisation, Mediengesetzgebung, Produktionsprozesse, Technik und Gestaltung von Medien und das Erfahrbarmachen von Bedienung und praktischer Handhabung. Die Medienforschung befasst sich zum Beispiel mit der gesellschaftlichen Funktion der Medien und deren Auswirkungen auf das Individuum.
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