Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Scholarly Research Paper, 2001, 17 Pages
Author: Christina Moergen
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Tags: Aggressionstheorien, Warum, Menschen
Year: 2001
Pages: 17
Grade: 1
Bibliography: ~ 20 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-31552-4
File size: 203 KB
Other users also were interested in the following titles:
Excerpt (computer-generated)
Aggressionstheorien. Warum Menschen gewalttätig sind
von: Christina Moergen
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung: Aggressionstheorien-Warum sind Menschen gewalttätig? Seite 3
2. Aggressionstheorien Seite 5
2.1 Die angeborene Aggression Seite 5
2.1.1 Freuds Theorie von Thanatos und Katharsis Seite 5
2.1.2 Der Aggressionstrieb nach Konrad Lorenz Seite 6
2.1.3 Genetische Veranlagung Seite 6
2.2 Physiologische Ursachen der Aggression Seite 7
2.3 Die Frustrations-Aggressions-Hypothese Seite 8
2.4 Aggression als provozierte Bereitschaft Seite 8
2.5 Sozial gelernte Aggression Seite 10
3. Beobachtungen zu den Phänomenen Gewalttätigkeit und Friedfertigkeit Seite 12
3.1 Die Yanomamö-Indianer Seite 12
3.2 Die Hopi-Indianer Seite 13
3.3 Industrienationen Seite 13
4. Resümee und Schlussfolgerungen aus den geschilderten Theorien und Untersuchungen Seite 14
Literaturverzeichnis Seite 16
1. Aggressionstheorien-Erklärungsversuche, warum Menschen gewalttätig sind
Aggression-der Begriff (lat. „adgredere“-herangehen, hinzuschreiten)
Aggression beim Menschen wird definiert als körperliches oder verbales Handeln, das mit der Absicht ausgeführt wird, zu verletzen oder zu zerstören. Gewalt ist Aggression in ihrer extremen und sozial nicht akzeptablen Form (Zimbardo, 1995). Eigentümlicherweise sind es aber genau diese Formen des Handelns, die eine faszinierende Anziehung auf uns alle ausüben. Tagtäglich werden wir in den Zeitungen, den TV-Nachrichten und auch vom allgemeinen Dorftratsch über die neuesten Katastrophen und Greueltaten unterrichtet. Sehr großes Interesse bekunden die Menschen vor allem an den Berichten, die besonders reißerisch und detailgenau das Ausmaß der Tragödien präsentieren. Aber nicht genung mit den realen Grausamkeiten, die in unserer Welt alltäglich sind. Die Menschen stellen sich selbst künstliche Welten her, in denen nicht nur Gewalt und Tod im realen Kontext dargestellt werden, sondern es werden übernatürliche Phänomene, Gestalten und Lebewesen erfunden, die zwar die Menschen an Grausamkeit kaum überbieten können, dennoch aber einen ganz neuen Nervenkitzel in die Geschichten mit einbringen. Andererseits werden Aggression und Gewalt auch in einer Form dargestellt, die sie zunächst harmlos und eher belustigend erscheinen lassen. In vielen Comics, ob als Film oder als Buch, wird die Gewalt auf sehr überzogene Weise dargestellt, die uns schmunzeln lässt, zumindest solange wir uns nicht vorstellen, wir wären gerade das römische Gegenüber von Obelix. Was aber gefällt uns Menschen an diesen täglichen „Horrortrips“, dass wir nicht umhinkommen, uns ständig mit ihnen zu konfrontieren und sie zu konsumieren? Kann man davon ausgehen, dass gerade diese brutalen Modellgeschichten manchmal sogar zur Nachahmung verleiten? Warum sind manche Menschen gewalttätig und aggressiv, und warum sind bestimmte Formen der Gewalt für bestimmte Völker oder Gruppen typisch, für andere aber nicht?
Aggression als Begriff zur freien Assoziation in den Raum gestellt, zieht Schlagwörter wie Gewalt, Angst, Neonazis, Männer, Ärger, kontrollieren, unkontrolliert, Anstau von Niederlagen und Verletzungen, Disziplin, aufgestauter Frust, umlenken, Revolution, Umsturz, Staatssturz, kanalisieren, verändern, verhindern auf sich. Emotionen, Verhalten und Kontrolle scheinen die Wörter zu sein, zu denen die meisten dieser Assoziationen irgendwie zugeordnet werden können. Welche Beziehungen bestehen zwischen diesen Begriffen, die alle dem Wort Aggression zugeschrieben werden können? Bedingt das eine das andere? Sind Aggressionen nun Emotionen oder Verhalten? Folgt das eine aus dem anderen? Was beinhaltet Aggression, wenn es so viele Begriffe gibt, die man damit in Verbindung bringen kann? Können wir Aggressionen kontrollieren, oder nur das Verhalten, das die Aggression deutlich macht? Sind Emotionen kontrollierbar, oder nur das Verhalten, in dem sie sich äußern? Sind Emotionen ein Teil der Aggression, oder ist Aggression eine von vielen Emotionen? Viele Fragen sind bis jetzt noch nicht beantwortbar. In den folgenden Ausarbeitungen stelle ich mehrere Theorien vor, die sich mit dem Aggressionsphänomen befassen. Mit Hilfe der zu Rate gezogenen Fachliteratur möchte ich versuchen, dieses Thema kompakt darzustellen. Ich habe mich beim Zusammenfassen der theoretischen Grundlagen v.a. auf Zimbardos Abhandlung über menschliche Aggression und Gewalt, 1995, S. 425-433, gestützt. Seine neutrale Darstellung der verschiedensten psychologischen Schulrichtungen und ihrer Theorien zu diesem Thema machen ihn zur hervorragenden Grundlage für meine Ausarbeitungen. Diese beginnen thematisch aufeinanderfolgend mit der Theorie Freuds und führen über die verschiedensten psychologischen und auch physiologischen Erklärungsversuche bis zu den heutigen Erkenntnissen des sozial erlernten Verhaltens. Dabei wurden sowohl Beobachtungen und Untersuchungen aggressiver Interaktionen im Labor als auch in der realen Welt zu Rate gezogen.
Der Bezug des Themas Aggression zum Beruf des Sozialpädagogen ist ein sehr offensichtlicher, da oftmals das zu betreuende Klientel gerade in diesem Verhaltensbereich große Probleme hat. Sozialpädagogen sollten sich über die Zusammenhänge aggressiven Verhaltens zu seiner Ausprägung und seinem Ursprung informieren, um auf die Geschichte des jeweiligen Klienten individuell Bezug nehmen zu können. So kann dann eventuell mit dem Klienten zusammen an neuen Lösungsstrategien gearbeitet werden.
2. Die Aggressionstheorien
2.1 Aggression als angeborener Trieb
2.1.1. Freuds Theorie von Thanatos und Katharsis
[...]
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Alice Salomon Leben und Lebenswerk Leitideen und Konzepte Sozialer Arbeit Klassikerdiskussion
Author: Dipl.-Sozialpäd. Stefan DannheiserSocial Pedagogy / Social Work, 2005 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Workshop Rechtsextremismus
Author: Erich GamsjägerPolitics - Didactics, Political Education, 2001 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Alkohol vs. Cannabis
Author: Sandra WeberSocial Pedagogy / Social Work, 2001 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Alice Salomon - Begründerin des sozialen Frauenberufes in Deutschland?
Author: Christine HaindlSocial Pedagogy / Social Work, 2004 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Abschiebung und Zurückschiebung im Ausländerrecht
Author: Tanja Manthey-GutenbergerSocial Pedagogy / Social Work, 2006 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Alkoholismus
Author: Sell HeyseSocial Pedagogy / Social Work, 2005 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Alltag, Subjekt und Pragmatik - Mit Heidegger auf der Suche nach dem Subjekt des Alltags
Author: Rouven MeierSocial Pedagogy / Social Work, 2000 Download as PDF-file for 7,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: