Autor: Teresa Wanczura
Fach: Russistik / Slavistik
Details
Institution/Hochschule: Universität zu Köln (Slavisches institut)
Jahr: 1998
Seiten: 22
Note: 2,7
Literaturverzeichnis: ~ 30 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 191 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-31566-1
ISBN (Buch): 978-3-638-65070-0
Zusammenfassung / Abstract
„Chozdene Igumena Daniila“ gehört zu den bekanntesten und ältesten Dokumenten der Wallfahrts- und Reiseliteratur der Slavia Orthodoxa. Die zahlreiche Abschriften dieses mittelalterlichen Textes, die in unterschiedlichen Redaktionen zu finden sind, weisen auf seine Popularität. Der zu bearbeitende Text ist ein Reisebericht des Abtes Daniil, der in den Jahren 1106 -1108 eine Reise nach Palästina unternahm. Das Werk erinnert an Ausführungen eines Reiseführers, ist darüber hinaus aber noch durch zahlreiche narratorische Elemente und lyrische Einspielungen des Autors bereichert. In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung gilt „Chozdene“ als fundierte Quelle zur Untersuchung der russischen Literaurgeschichte, sei es literarischer, sei es sprachwissenschaftlicher Qualität. Der Schwerpunkt der vorliegenden Untersuchung liegt in der sprachwissenschaftlichen Analyse, die in Bezug auf ausgewählte sprachwissenschaftliche Aspekte durchgeführt werden soll. Dies sind im Einzelnen einige Aspekte des Lautwandels, die Pronomen und die Längenmaße. Die ausgewählten Beispiele vermitteln einen Einblick in die dieser Arbeit zugrunde liegenden Abschrift des Reiseberichts Daniils. Zu einem besseren Verständnis werden ergänzend grundlegende Angaben zur altrussischen Literatur und zum Genre des Textes geliefert.
Textauszug (computergeneriert)
Universität zu Köln
Slavisches Institut
Referat zum Thema:
Chozdene Igumena Daniila
Hauptseminar: Sprachwissenschaftliche Analyse von Texten des altrussischen Schrifttums
(unter fachdidaktischem Aspekt)
WS 1997/98
vorgelegt von: Teresa Wanczura
Gliederung [in der Online-Vorschau gekürzt]
1. Einleitung S. 3
2. Chozdene Igumena Daniila als literaturgeschichtliches Denkmal des Abtes Daniil in der Gattung Reiseliteratur S. 4
3. Die russische Literatursprache des 11. und 13. Jahrhunderts S. 8
4. Chozdene Igumena Daniila unter ausgewählten Aspekten des Lautwandels S. 10
5. Zur Semantik in Chozdene Igumena Daniila S. 14
6. Die Pronomen S. 14
7. Die Längenmaße in Chozdene Igumena Daniila S. 16
8. Ergebnisse S. 20
9. Literaturhinweise S. 21
1. Einleitung
Chozdene Igumena Daniila gehört zu den bekanntesten und ältesten Dokumenten der Wallfahrtsund Reiseliteratur der Slavia Orthodoxa. Auf die Popularität dieses mittelalterlichen Textes weisen allein die ca. 1501 noch vorhandenen Abschriften hin, die in unterschiedlichen Redaktionen verankert sind.2 Die Fassung, die dieser Arbeit zugrunde liegt, ist Chozdene Igumena Daniila das in der Sammlung [Sonderzeichen werden in der Online-Vorschau nicht dargestellt] von 1980 veröffentlicht wurde.
Der zu bearbeitende Text ist ein Reisebericht des Abtes Daniil, der in den Jahren 1106 -1108 eine Reise nach Palästina unternahm. Das Werk erinnert an Ausführungen eines allgemeingehaltenen Reiseführers, ist darüber hinaus aber noch durch zahlreiche narratorische Elemente und lyrische Einspielungen des Autors bereichert. In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung gilt Chozdene Igumena Daniila als fundierte Quelle zur Untersuchung der russischen Literaurgeschichte, sei es literarischer, sei es sprachwissenschaftlicher Qualität.
Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit liegt in der sprachwissenschaftlichen Analyse, die in bezug auf ausgewählte sprachwissenschaftliche Aspekte durchgeführt werden soll. Dies sind im einzelnen einige Aspekte des Lautwandels, die Pronomen und die Längenmaße. Die ausgewählten Beispiele vermitteln einen Einblick in die dieser Arbeit zugrunde liegenden Abschrift des Reiseberichts Daniils. Zu einem besseren Verständnis werden ergänzend grundlegende Angaben zur altrussischen Literatur und zum Genre des Textes geliefert.
2. Chozdene Igumena Daniila als literaturgeschichtliches Denkmal des Abtes Daniil in der Gattung Reiseliteratur
[...]
1 In der Sekundärliteratur wird die Anzahl der Abschriften unterschiedlich hoch angegeben: Nach Trubetzkoy gibt es 90 Abschriften, vgl. Trubetzkoy, N. S.: Vorlesungen über die Altrussische Literatur, in: Studia historica et philologia. Secti slavica, 1973, S. 83. Tschiqewskij hingegen zählt über 100 Abschriften, vgl. Tschiqewskij, Dmitrij: Geschichte der altrussischen Literatur im 11., 12. und 13.Jahrhundert, 1948, S.167. Schließlich gibt Klaus- Dieter Seeman, 150 Abschriften dieses Textes an. Vgl. Die altrussische Wallfahrtsliteratur, 1976, S.173.
2 Literatura rosyjska, Bd.1, 1970, S. 49
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