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Hausarbeit, 2004, 12 Seiten
Autor: Diplom-Religionspädagoge (FH) Andreas Bloch
Fach: Ethik
Details
Institution/Hochschule: Evangelische Fachhochschule Berlin - Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (Lehrstuhl für Heilpädagogik)
Tags: Bioethik, Eine, Darstellung, Diskussion, Seminar, Einführung, Sonderpädagogik, Sterbehilfe, Abtreibung, Stammzellforschung, Tod, Leben, aktive Sterbehilfe, Organtransplantation, Religionen, Ethik, Moral, Medizin, Embryo, Eizelle, künstliche Befruchtung, Behinderung, Eugenik, Euthanasie, Hirntod, Infertilisation
Jahr: 2004
Seiten: 12
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 9 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-31702-3
ISBN (Buch): 978-3-638-74856-8
Dateigröße: 145 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Diese Arbeit stellt eine schriftliche Prüfungsleistung im Fach „Einführung in die Sonderpädagogik I“ dar. Ursprünglich war angedacht, eine Wiedergabe der zentralen Aussagen des „EFB - Hochschultages vom 27. November 2003“ und eine Weiterbearbeitung (thematische Vertiefung) schriftlich abzufassen. Aufgrund einer länger andauernden Erkrankung des Verfassers wurde das Thema der Hausarbeit geändert zu: „Bioethik. Eine exemplarische Darstellung der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion“. 1) Warum die Beschäftigung mit dem Thema Bioethik in dem Fach „Sonderpädagogik“ im sozialarbeiterischen / sozialpädagogischen Studium? 2) Weshalb erfolgt eine exemplarische Darstellung ausgerechnet der gesellschaftlichen Diskussion und nicht der Expertendebatten? Zur ersten Frage: Die Sonderpädagogik stellt ein komplexes Arbeitsfeld nicht nur für Heil- und Sonderpädagogen dar, sondern auch für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, beziehungsweise für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen. Jegliches Handeln am Mitmenschen bedarf, ob in der Praxis oder bereits in der dieser zugrundeliegenden theoretischen Betrachtung, eine Legitimation. Legitimationen erfolgen über Verordnungen, die aus Ausführungsvorschriften von Gesetzen hervorgehen. In Deutschland liegt allen Gesetzen das Grundgesetz zu Grunde. Im ersten Artikel im ersten Absatz des Grundgesetzes heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“ Hier stellt sich als erstes die Frage nach der Schutzwürdigkeit des Menschen und somit die philosophische Grundfrage: „Was ist der Mensch?“ Ab welcher Anzahl von Zellen ist die Schutzwürdigkeit gegeben? Zur zweiten Frage: Expertendebatten sind von äußerster Wichtigkeit, um rechtliche, medizinische und moralisch-ethische Aspekte der bioethischen Diskussion – auch im Vergleich mit anderen Ländern - im Detail zu betrachten. Noch wichtiger jedoch scheint mir, ob und wie Bürgerinnen und Bürger aller sozialen Schichten die Diskussion vorantreiben und welche Perspektiven sie einnehmen. Es geht um so elementare Entscheidungen, wie wir mit Leben, insbesondere mit „imperfekten“ Leben, Krankheit und dem Sterbeprozess in unserer Gesellschaft zukünftig umgehen wollen. Dies braucht eine breite öffentliche Diskussion und Standpunktbildung. Deshalb stelle ich in dieser Arbeit exemplarisch einige Felder der gesellschaftlichen Diskussion dar.
Textauszug (computergeneriert)
Hausarbeit
Bioethik
Eine exemplarische Darstellung der aktuellen
gesellschaftlichen Diskussion
Evangelische Fachhochschule Berlin
Studiengang Sozialarbeit / Sozialpädagogik
Sommersemester 2004
Fachgebiet: Sonderpädagogik
Seminar S 312: Einführung in die Sonderpädagogik I
Lehrstuhl für Heilpädagogik
vorgelegt von:
Andreas Bloch
4. Semester Evangelische Religionspädagogik
Schwerpunkt Gemeindepädagogik
Berlin, 22. Juni 2004
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkungen 3
1.1 Was sind Fragen, die die Bioethik betreffen? 4
2 Die Initiative „1000 Fragen“ der Aktion Mensch 5
3 Zur Abtreibungsdebatte 6
4 Bürgervotum zur Stammzellenforschung 7
5 Fallbeispiel: Volkskrankheit Diabetes 9
6 Schlussbemerkungen 10
7 Quellenverzeichnis 11
7.1 Literatur 11
7.2 Internetrecherche 11
Vorbemerkungen
1 Vorbemerkungen
Diese Arbeit stellt eine schriftliche Prüfungsleistung im Fach „Einführung in die Sonderpädagogik I“ dar. Ursprünglich war angedacht, eine Wiedergabe der zentralen Aussagen des „EFB1- Hochschultages vom 27. November 2003“ und eine Weiterbearbeitung (thematische Vertiefung) schriftlich abzufassen. Aufgrund einer länger andauernden Erkrankung des Verfassers wurde das Thema der Hausarbeit geändert zu: „Bioethik. Eine exemplarische Darstellung der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion“.
- Warum die Beschäftigung mit dem Thema Bioethik in dem Fach „Sonderpädagogik“ im sozialarbeiterischen / sozialpädagogischen Studium?
- Weshalb erfolgt eine exemplarische Darstellung ausgerechnet der gesellschaftlichen Diskussion und nicht der Expertendebatten?
Zur ersten Frage: Die Sonderpädagogik stellt ein komplexes Arbeitsfeld nicht nur für Heil- und Sonderpädagogen dar, sondern auch für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, beziehungsweise für Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen.
Jegliches Handeln am Mitmenschen bedarf, ob in der Praxis oder bereits in der dieser zugrundeliegenden theoretischen Betrachtung, eine Legitimation.
Legitimationen erfolgen über Verordnungen, die aus Ausführungsvorschriften von Gesetzen hervorgehen. In Deutschland liegt allen Gesetzen das Grundgesetz zu Grunde. Im ersten Artikel im ersten Absatz des Grundgesetzes heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“2 Hier stellt sich als erstes die Frage nach der Schutzwürdigkeit des Menschen und somit die philosophische Grundfrage: „Was ist der Mensch?“
Ab welcher Anzahl von Zellen ist die Schutzwürdigkeit gegeben?
Zur zweiten Frage: Expertendebatten sind von äußerster Wichtigkeit, um rechtliche, medizinische und moralisch-ethische Aspekte der bioethischen Diskussion – auch im Vergleich mit anderen Ländern - im Detail zu betrachten. Noch wichtiger jedoch scheint mir, ob und wie Bürgerinnen und Bürger aller sozialen Schichten die Diskussion vorantreiben und welche Perspektiven sie einnehmen.
Es geht um so elementare Entscheidungen, wie wir mit Leben, insbesondere mit „imperfekten“ Leben, Krankheit und dem Sterbeprozess in unserer Gesellschaft zukünftig umgehen wollen. Dies braucht eine breite öffentliche Diskussion und Standpunktbildung. Deshalb stelle ich in dieser Arbeit exemplarisch einige Felder der gesellschaftlichen Diskussion dar.
1.1 Was sind Fragen, die die Bioethik betreffen?
Bioethik setzen sich kritisch mit ethischen Fragen im Umgang mit menschlichem Leben auseinander. Dies sind z.B. Fragen zur Embryonenforschung, Präimplantationsdiagnostik (PID), (Spät-) Abtreibung, Humangenetik / Gentests, embryonale / adulte Stammzellen, "therapeutisches" / reproduktives Klonen, Patente auf Leben, Organspende / Organtransplantation, Behinderung, Pflege / Betreuung, Sterbebegleitung / Sterbehilfe ...
Der Begriff der Bioethik erstreckt sich jedoch nicht nur auf den Umgang mit menschlichem Leben, sondern umschließt auch den Umgang des Menschen mit der Natur. Darunter zu verstehen ist der gesamte Bereich der grünen Gentechnik (genetische Veränderung von Nutztieren – und pflanzen). In diesem Zusammenhang wird der Begriff Bioethik jedoch selten in der öffentlichen Diskussion verwandt.3
Streitpunkte in bioethischen Debatten sind u.a.: Darf alles technisch Machbare auch getan werden? Wo liegen die Grenzen für die Forschungsfreiheit? Welche Folgen entstehen für unsere Gesellschaft und für künftige Generationen durch die angewandten Medizintechniken und fehlende Gesetzgebungen?
Durch die anscheinend unaufhaltbaren Entwicklungen werden daher neue Antworten auf ethische, soziale, ökologische und menschliche Fragen immer dringender.
[....]
1 EFB = Evangelische Fachhochschule Berlin
2 Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Seite 13.
3 Vergleiche: Das Fremdwörterbuch, Seite 134, Begriff „Bioethik“.
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