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Besonderheiten des internationalen Branding

Scholarly Research Paper, 2004, 26 Pages
Author: Dipl. Betriebswirt Florian Henle
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research

Details

Event: Internationales Marketing
Institution/College: University of Applied Sciences Landshut
Tags: Besonderheiten, Branding, Internationales, Marketing
Category: Scholarly Research Paper
Year: 2004
Pages: 26
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 20  Entries
Language: German
Archive No.: V30452
ISBN (E-book): 978-3-638-31709-2
ISBN (Book): 978-3-638-65078-6
File size: 492 KB

Abstract

Das Konzept des Branding ist wahrscheinlich so alt, wie die Menschheit selbst. Branding betrifft so gut wie alles, das irgendwie einen Namen trägt: Produkte, Unternehmen, Staaten, Nationen, Stars, Politiker und Familien, um nur einige Beispiele zu nennen. Verstärkt wird die Bedeutung des internationalen Brandings heutzutage durch die weltweit zunehmende Homogenisierung der Produkte. Im Zuge der Globalisierung können Wettbewerber, egal welchen Ursprungs, gleiche Technologien zu angemessenen Preisen erwerben. Indem sich Produkte in ihren spezifischen Eigenschaften immer mehr angleichen, verschiebt sich der Wettbewerb zunehmend in Richtung immaterieller Eigenschaften wie Service oder Markierung. Eine Differenzierung auf Grund von funktionellen Faktoren wie Bildschirmauflösung, Arbeitsspeicher oder Anzahl der Zylinder wird schon bald der Vergangenheit angehören. Die Macht der Emotionen hingegen lässt Apple mit „always think different“ und Harley Davidson mit „keep turning heads“ für ihre Produkte werben. Der Ausgestaltung der internationalen Markierung kommt somit eine zunehmend wichtigere Rolle im weltweiten Wettbewerb der Unternehmen zu. Diese Studienarbeit erläutert im ersten Teil wichtige Begriffe und Grundlagen des Branding und deren Zusammenhänge. Anschließend wird näher auf Besonderheiten des internationalen Brandings eingegangen um schließlich zu der Erkenntnis zu gelangen, dass erfolgreiches Branding nicht auf ein generell gültiges Erfolgsrezept zurückzuführen ist, sondern einer andauernden Koordination vielfältiger strategischer und operativer Faktoren bedarf.


Excerpt (computer-generated)

Besonderheiten des internationalen Branding

von: Florian Henle

 


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung  1

II Grundlagen des Branding 2

2.1. Historie und Definition 2
2.2. Ziele 3
2.3. Grundlegende Markenstrategien 3

2.3.1. Geographische Aspekte der internationalen Markenpolitik 4
2.3.2. Horizontale Markenstrategien 5

III Das Branding Dreieck  7

3.1. Branding als ganzheitliche Aufgabe 7
3.2. Markenname 9
3.3. Markenlogo 10
3.4. Produkt- und Verpackungsdesign 11

IV Branding im internationalen Aspekt  12

4.1. Differenzierung vs. Standardisierung  12

4.1.1. Einfluss der Produktelemente auf die Standardisierbarkeit 13
4.1.2. Einfluss der Produktart auf die Standardisierbarkeit 14

4.2. Möglichkeiten der Internationalisierung von Produkt- und Markenpolitik 15

4.2.1. Vereinheitlichung des Produktkerns  16
4.2.2. Internationale Markennamen 16
4.2.3. Internationale Logos 17
4.2.4. Internationales Produkt- und Verpackungsdesign  18

4.3. Brand Migration 19

V Fazit  20

Literaturverzeichnis  22
 


 

I Einleitung

Das Konzept des Branding ist wahrscheinlich so alt, wie die Menschheit selbst. Branding betrifft so gut wie alles, das irgendwie einen Namen trägt: Produkte, Unternehmen, Staaten, Nationen, Stars, Politiker und Familien, um nur einige Beispiele zu nennen. Verstärkt wird die Bedeutung des internationalen Brandings heutzutage durch die weltweit zunehmende Homogenisierung der Produkte. Im Zuge der Globalisierung können Wettbewerber, egal welchen Ursprungs, gleiche Technologien zu angemessenen Preisen erwerben. Indem sich Produkte in ihren spezifischen Eigenschaften immer mehr angleichen, verschiebt sich der Wettbewerb zunehmend in Richtung immaterieller Eigenschaften wie Service oder Markierung.

Eine Differenzierung auf Grund von funktionellen Faktoren wie Bildschirmauflösung, Arbeitsspeicher oder Anzahl der Zylinder wird schon bald der Vergangenheit angehören. Die Macht der Emotionen hingegen lässt Apple mit „always think different“ und Harley Davidson mit „keep turning heads“ für ihre Produkte werben. Der Ausgestaltung der internationalen Markierung kommt somit eine zunehmend wichtigere Rolle im weltweiten Wettbewerb der Unternehmen zu. Diese Studienarbeit erläutert im ersten Teil wichtige Begriffe und Grundlagen des Branding und deren Zusammenhänge. Anschließend wird näher auf Besonderheiten des internationalen Brandings eingegangen um schließlich zu der Erkenntnis zu gelangen, dass erfolgreiches Branding nicht auf ein generell gültiges Erfolgsrezept zurückzuführen ist, sondern einer andauernden Koordination vielfältiger strategischer und operativer Faktoren bedarf.

II Grundlagen des Branding

2.1. Historie und Definition

Der Begriff der Marke oder Markierung kommt von kennzeichnen (germanisch: markian = kennzeichnen).1 Als Marke werden auch Prägungen auf Metallbarren bezeichnet. Im Französischen meint der Begriff marqué schlicht ein Warenzeichen. Gerne wird inzwischen auch in Deutschland das englische Wort brand genutzt, also das Brandzeichen, mit welchem Rinderzüchter ihr Eigentum brandmarken. Im weiteren Sinne bedeutet Marke aber auch eine Grenze. Grenzsteine markieren Hoheitsgebiete. Zusammenfassend bedeutet Marke also ein (Waren)Zeichen, das man sich merken, einprägen oder gar eingebrannt bekommen kann. Eine Marke unterscheidet von Mitbewerbern und beschreibt ein Angebot. Sie bietet den Kunden Orientierung bei Kaufentscheidungen indem der Widererkennungswert gesteigert und die damit verbundenen Emotionen und Werte angesprochen werden. Esch versteht unter Branding: „…alle konkreten Maßnahmen zum Aufbau einer Marke, die dazu geeignet sind, ein Angebot aus der Masse gleichartiger Angebote herauszuheben und die eine eindeutige Zuordnung von Angeboten zu einer bestimmten Marke ermöglichen.“ 2

2.2. Ziele

Grundlegendes Ziel des Branding ist die Generierung eines Mehrwerts für das Produkt durch Verleihung eines einzigartigen, kaufrelevanten Images. Denn dieser Mehrwert

- Rechtfertigt Preiszuschläge
- Steigert die Attraktivität des Produkts sowie die Kundenzufriedenheit und –treue und
- Sorgt für eine lohnende Gewinnspanne aufgrund von Größe und Führungsposition auf dem Markt und
- Schützt vor Wettbewerbern, da Übernahmen teurer werden.

Das wiederum führt zu einem Mehrwert für das Unternehmen in Form von Kapital. Im internationalen Aspekt ist es deshalb erstrebenswert, durch Branding einen weltweiten Image-Transfer zu erreichen um so über Ländergrenzen hinweg das Kapital der Marke voll auszuschöpfen. Deutlich wird der Wert einer Marke oft bei Firmenübernahmen. Hier werden häufig Beträge gezahlt, die zu den bilanzierten Vermögenswerten in keinem Verhältnis mehr stehen. Dieser Marken-Goodwill ist nichts anderes als der Wert, welcher einer Marke zugemessen wird. So zahlte Vodafone für Mannesmann einen Goodwill in Milliardenhöhe. Die weltweit bekannteste und wertvollste ist Marke ist Coca-Cola, welche von Interbrand mit 68,9 Milliarden Dollar bewertet wird.3

2.3. Grundlegende Markenstrategien

[...]


1 Vgl.: Wahrig-Burfeind, R. (1999), Fremdwörterlexikon, S.570

2 Vgl.: Esch, F.-R. (2001), Moderne Markenführung, S.441

3Vgl: Grimaldi, V, What makes a Brand Great?


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