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Nahrungsergänzungsmittel

Hauptseminararbeit, 2004, 19 Seiten
Autor: Sabrina Hetjans
Fach: Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie

Details

Veranstaltung: Grundlagen der Ernährungswissenschaft
Institution/Hochschule: Universität Osnabrück (Pflegewissenschaft)
Tags: Nahrungsergänzungsmittel, Grundlagen, Ernährungswissenschaft
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 19
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 12  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V30500
ISBN (E-Book): 978-3-638-31751-1

Dateigröße: 504 KB
Anmerkungen :
Diese Arbeit gibt einen guten Einblick in dieses aktuelle Thema!



Textauszug (computergeneriert)

UNIVERSITÄT OSNABRÜCK
- Fachbereich 8: Gesundheitswissenschaften -
Lehrveranstaltung: Grundlagen der Ernährungswissenschaft
2. Semester

Nahrungsergänzungsmittel

von: Sabrina Hetjans

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Begriffsdefinition Nahrungsergänzungsmittel  2

3. Rechtliche Situation und Abgrenzungsprobleme in Deutschland  2

4. Vitamine als Nahrungsergänzungsmittel

4.1 Definition Vitamine 3
4.2 Wirkung von synthetische und natürliche Vitamine 4
4.3 Überdosierung bei Vitaminen und ihre Risiken  5

5. Nahrungsergänzungsmittel für Risikogruppe

5.1 Schwangere und Stillende 9
5.2 Personen mit eingeschränkten Ernährungsformen – Vegetarismus – 10
5.3 Raucher 11

6. Das Probleme der „Pseudoprodukte“  12

7. Fazit  14



1. Einleitung

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit natürlichen Lebensmitteln enthält in der Regel alle Nährstoffe, die der Körper braucht, um „einwandfrei“ funktionieren zu können. Doch wer sich heutzutage müde, schlapp und antriebsschwach fühlt, sucht häufig nach Nahrungsergänzungsmitteln ohne die Ursachen für die Symptome genau zu kennen. Das Interesse an der Gesundheit ist heute stärker den je geworden. Ein Plus an Mineralien oder Vitaminen, soll auch ein Plus an Wohlbefinden und Leistungssteigerung bringen. Immer größer wird die Bereitschaft der Bevölkerung deshalb, genau diese Produktgruppe zu konsumieren. Kaum eine Produktgruppe im Gesundheitsmarkt hat in letzter Zeit soviel Aufsehen erregt und ist gleichzeitig so stark kritisiert worden. Auch das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) beobachtet mit großer Sorge die Entwicklung auf den Markt. Durch unklare Einordnung, Abgrenzung und Vielzahl der angebotenen Produkte sind genaue Zahlen nicht verfügbar und auch kaum festzumachen. So ist es fraglich, ob mache Produkte das Halten, was sie dem Verbraucher versprechen. Neben sinnvollen Produkten füllen auch viele Nutzlose die Regale der Reformhäuser, Super- und Drogeriemärkte. Dieses wiederum verunsichert die Konsumenten, ruft den Protest von Verbraucherschützern hervor. Gegner sprechen in diesem Zusammenhang sogar von einem erhöhten Gesundheitsrisiko für den Verbraucher. Auf Grund dieser genannten Tatsachen, scheint eine sachliche Bewertung dringend notwendig. Es erhebt sich daher die Frage: Was versteht man unter Nahrungsergänzungsmittel? Welche Vorteile und Risiken können mit der Einnahme verbunden sein? In diesem Sinne erläutere ich in meiner Hausarbeit als erstes den Begriff „Nahrungsergänzungsmittel“ und beschäftige mich weiter mit der derzeitigen rechtlichen Situation in Deutschland. Im Anschluss daran gehe ich näher auf die Gruppe der Vitamine ein, wobei ihre begriffliche Definition, die Wirkung von synthetischen und natürlichen Vitaminen, aber auch Risiken bei einer Überdosierung eine zentrales Thema sind. Weiter setzte ich mich intensiv mit dem Bereich „ Nahrungsergänzungsmittel für Risikogruppen“, wie Schwangere, Vegetarier und Raucher auseinander. Am Ende meiner Arbeit zeige ich die Probleme der „Pseudoprodukte“ auf, bevor ich mit meinem Fazit diese Arbeit abschließe.

2. Begriffsdefinition

Am 22.02.00 versuchte die EU-Kommision erstmals eine einheitliche Definition auf europäischer Ebene und am 19. März 2001 einen geänderten Vorschlag zu treffen. Bis zu diesem Datum gab es gesetzlich keine einheitliche Definition des Begriffes, da in den EU-Staaten diese Produkte sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Der Entwurf von 2000 sagt aus, dass Nahrungsergänzungsmittel Lebensmittel sind, die einen oder mehrere Nährstoffe in konzentrierter Form enthalten und eine dosierte, lebensmitteluntypisch Form (Tabletten, Kapseln, Pulver etc.) enthalten. Sie sollen die tägliche Nahrung in den Fällen ergänzen, in denen eine Versorgung durch die Nahrung unzureichend ist bzw. eine Ergänzung gewünscht wird (s.a. Hahn, 2001, S. 1). Bei den verwendeten Produkten handelt es sich meistens um Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, Fettsäuren, Aminosäuren, Antioxidantien, Hormone und vielen mehr (vgl. BgVV, 2002, S. 4). Nahrungsergänzungsmittel sind in der Regel Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs im Sinne von § 1 LMBG. Sie unterliegen den Bestimmungen des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes (LMDG). In bestimmten Fällen können sie einem diätetischen Zweck dienen, sie unterliegen dann zusätzlich der Diätverordnung und einer Anzeigepflicht beim BgVV (s.a. Hahn, 2001, S. 2).

3. Rechtliche Situation in Deutschland

Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, die einen oder mehrere Nährstoffe in konzentrierter, lebensmitteluntypischer Form (z.B. Tabletten, Kapseln, Pulver, Cremes etc.) aufweisen. In Deutschland sind Nahrungsergänzungsmittel dem allgemeinen Lebensmittel zugeordnet, erfüllen also Funktion im Sinne des §1 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes (LMBG). Die Definition des LMBG sagt aus: „Lebensmittel [...] sind Stoffe, die dazu bestimmt sind, [...] von Menschen verzehrt zu werden; ausgenommen sind Stoffe, die überwiegend dazu bestimmt sind, zu anderen Zwecken als zur Ernährung oder zum Genuss verzehrt zu werden (Hahn, 2001, S. 2).“ Nach Aussage des LMBG, dienen Nahrungsergänzungsmittel hauptsächlich der Ernährung und/ oder dem Genuss, d.h. der Ernährungs- oder Genusswert muss grundsätzlich gegeben sein. Aufgrund einer lebensmitteluntypischen Form ist ein Genusswert oft nicht zu verzeichnen, so dass der Ernährungswert dringend erkennbar sein sollte. Die Bezeichnung „Ernährungswert“ ist in diesem Zusammenhang sehr weit zu fassen, da der Nährwert danach bestimmt wird, welche Bedeutung er für den menschlichen Organismus erfüllt, z.B.

[...]


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