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Redaktionsmanagement mit integrierter Personalführung

Studienarbeit, 2004, 22 Seiten
Autor: Florian Funk
Fach: Medien / Kommunikation - Medienökonomie, -management

Details

Kategorie: Studienarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 22
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 12  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V30552
ISBN (E-Book): 978-3-638-31792-4

Dateigröße: 900 KB
Anmerkungen :
Diese Arbeit ist eine Ausführung der verschiedenen Arten von Redaktionsmanagement und der daraus resultierenden besonderen Formen der Personalführung und des Managements.



Textauszug (computergeneriert)

Redaktionsmanagement mit integrierter Personalführung

von: Florian Funk

 


INHALTSVERZEICHNIS

1. ZIEL DER ARBEIT 1

2. FORMEN VON REDAKTIONSMANAGEMENT 2

2.1 ZUSAMMENLEGEN VON RESSORTS ZU GRÖßEREN EINHEITEN 4
2.2 AUFHEBUNG DER TRENNUNG ZWISCHEN LOKAL- UND MANTELRESSORTS 4
2.3 TEMPORÄRE BILDUNG VON TEAMS ÜBER RESSORTGRENZEN HINWEG 5
2.4 ROTATIONSMODELL 5
2.5 STAB-LINIEN-, BZW. DIE MEHRLINIENORGANISATION 6
2.6 REDAKTIONELLE KOMPETENZKREUZUNGEN 7
2.7 REDAKTIONSMANAGER KOORDINIERT THEMEN UND TEAMS 8

3. ARBEITSBEDINGUNGEN UND ARBEITSUMFELD 8

3.1 ARBEITSBEDINGUNGEN 9
3.2 ARBEITSUMFELD 10

4. PERSONALFÜHRUNG IN REDAKTIONEN 12

4.1 MANAGEMENT BY EXCEPTION (FÜHRUNG IN AUSNAHMEFÄLLEN) 13
4.2 MANAGEMENT BY OBJECTIVES (FÜHRUNG DURCH ZIELVEREINBARUNG) 13
4.3 KOOPERATIVER FÜHRUNGSSTIL 14

5. FAZIT / AUSBLICK 17

LITERATURVERZEICHNIS II

VERSICHERUNG III
 


 

1. Ziel der Arbeit

„Beim Redaktionsmanagement geht es darum, wie man Redaktionen effizient zum optimalen Ergebnis führt.“1 Dabei ist es auf zwei Ebenen angesiedelt: Zum Ersten der journalistische Teil, der darauf aufbaut ein publizistisches Endprodukt zu planen und zu erstellen. Und zum Zweiten der betriebswirtschaftliche Bereich, der dafür sorgt, dass genug Ressourcen für die Erstellung vorhanden sind, diese optimal verteilt werden und das Ergebnis einer Prüfung unterzogen wird. Management und Personalführung (klassische Disziplinen aus der BWL) erhalten somit Eintritt in die Redaktionen; Bereiche, in denen man sich bis vor kurzem mit Händen und Füßen gegen Veränderungen gewehrt hat und es teilweise immer noch versucht. An Chefredakteure werden bestimmte Anforderungen gestellt, die durch eine fundierte journalistische Ausbildung nicht automatisch gegeben sind. Journalisten fordern in der tagesaktuellen Berichterstattung gerne Reformen, bzw. Veränderungen, sind aber selbst oft nicht bereit Redaktionsabläufe zu verändern. Um neue Strukturen implementieren zu können brauchen Chefredakteure gute kommunikative Fähigkeiten, sowie Erfahrung und ein ausgeprägtes Grundrepertoire an Führungsinstrumenten. Genau an diesem Punkt setzt die folgende Ausarbeitung an; sie wird sich zuerst mit den Strukturen des Redaktionsmanagements befassen (siehe Kapitel 2: „Formen von Redaktionsmanagement“). Danach wird in Kapitel 3: „Arbeitsbedingungen und Arbeitsumfeld“ auf die Merkmale produktiver Arbeitsplätze eingegangen und abschließend wird in Kapitel 4 die Personalführung im journalistischen Bereich beschrieben. Dies alles sind Maßnahmen, bzw. Teilbereiche, die heutige Chefredakteure anwenden und durchsetzen müssen, um in einem rasant wechselnden Medienumfeld erfolgreich zu sein. Die vorliegende Ausarbeitung soll einen aktuellen Überblick vermitteln, was derzeit in der Fachliteratur diskutiert wird, sowie nach jetzigem wissenschaftlichem Stand möglich ist, bzw. bei einer Anwendung möglich wäre.

2. Formen von Redaktionsmanagement

Lange war der Ausspruch: „mein Ressort, mein Thema – dein Ressort, dein Thema“ in Redaktionen weit verbreitet.2 Das ist, bzw. sollte Vergangenheit sein. Heutzutage vermischen sich verschiedenste Organisationstheorien in den Redaktionsräumen, die neuerdings „news rooms“ oder „news desks“ genannt werden. Ziel ist es, sich durch neue Methoden qualitativ zu verbessern oder zumindest den Qualitätsstandard zu halten - und das Zeit und Kosten sparend. So finden sich z. B. in den Redaktionsräumen des Handelsblattes (Verlagsgruppe Handelsblatt, Düsseldorf) neuerdings Großraumbüros und Mehrpersonenarbeitsplätze. Lange Wege und geschlossene Türen werden so auf ein Minimum reduziert. „Die vielen kleinteiligen Büroräume mussten einem großen Newsroom mit 900 Quadratmetern weichen, in dem jetzt 70 Redakteurinnen und Redakteure in flexiblen Teams crossmedial zusammenarbeiten: Nicht nur die Zeitung wird dort produziert, sondern auch der Internet-Auftritt des Handelsblatts und eine Fernseh-Sendung.“3 Man sieht sehr deutlich, dass sich langsam ein Umdenken sogar in der Architektur der Arbeitsplätze etabliert, ganz zur Optimierung der Kommunikationswege und schlussendlich zur qualitativen Verbesserung des Outputs (Zeitung, Zeitschrift, etc.). Für den Alltag in den Redaktionen sind zusätzlich eine Vielzahl verschiedener Managementfunktionen und Organisationstheorien von Vorteil, welche bei der Optimierung helfen4:

• die Entwicklung eines redaktionellen Konzeptes, das dem publizistischen Produkt ein unverwechselbares „Gesicht“ gibt;
• die ständige Kontrolle der redaktionellen Qualitätsstandards und die Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs zur Qualitätssicherung;
• die Entwicklung und Implementierung redaktioneller Strukturen, die Arbeitsabläufe in hinreichendem, aber nicht mehr als notwendigem Maße komplex halten, um das gemeinsame Endprodukt zu gewährleisten;
• die Einstellung und Fortbildung von angemessen qualifiziertem Personal;
• die Entwicklung, Einhaltung und Überprüfung finanzieller Rahmenbedingungen (Redaktionsetat).

Besonders mit dem dritten Punkt, der obigen Aufzählung beschäftigen sich amerikanische Forscher schon seit ca. 10 Jahren (Stand 07/2004). Währenddessen sind nun auch in Deutschland die ersten Ansätze, um Änderungen in der Organisation von Redaktionen vorzunehmen, umgesetzt worden, bzw. befinden sich noch in der Durchführung. Abb. 1 zeigt eine Untersuchung, die den Einsatz der verschiedenen Möglichkeiten von Umstrukturierung in den Redaktionen aufzeigt.5

[...]


1 Weichler (2003), S.17

2 Vgl. Meier (2002), S. 100

3 http://www.flexible-unternehmen.de/kl0311.htm am 7.7.2004

4 Vgl. Meckel (1999), S. 21 f.

5 Die Ergebnisse gehen auf eine Studie zurück, die zwischen 1997 und 2001 als Dissertation am Lehrstuhl für Journalistik I der Katholischen Universität Eichstätt, durchgeführt wurde.


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