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Compliance in der optometrischen Praxis - Sind hier Kontaktlinsenträger und Kontaktlinsenspezialisten gefragt?

Scholarly Essay, 2000, 10 Pages
Author: Sibylle Scholtz
Subject: Health Science

Details

Category: Scholarly Essay
Year: 2000
Pages: 10
Bibliography: ~ 20  Entries
Language: German
Archive No.: V30665
ISBN (E-book): 978-3-638-31869-3

File size: 216 KB


Excerpt (computer-generated)

Sibylle Scholtz, Ettlingen

Compliance in der optometrischen Praxis
Sind hier Kontaktlinsenträger und Kontaktlinsenspezialisten gefragt?

 

Der Begriff „Compliance“ ist in aller Munde - man begegnet ihm bei nahezu jeder medizinischen Lektüre. Jedoch benutzen viele diesen Begriff oft auf unterschiedliche Art und Weise.

Definitionen

In verschiedenen medizinischen Wörterbüchern findet man für diesen Begriff genaue Beschreibungen:
Im Pschyrembel1 wird das englische Wort Compliance als „Einwilligung, Bereitschaft“ verstanden. Es stellt u.a. die „Bereitschaft eines Patienten zur Mitarbeit bei diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen“ dar, „z.B. Zuverlässigkeit, mit der therapeutische Anweisungen befolgt werden (sogenannte Verordnungstreue). Die Compliance ist u.a. abhängig von Persönlichkeit, Krankheitsverständnis und Leidensdruck des Patienten, Arzt-Patienten-Verhältnis, Anzahl und Schwierigkeit der Anweisungen, Art der Therapie und evtl. erforderlichen Verhaltensänderungen“.

Pschyrembel1


„Einwilligung, Bereitschaft, Bereitschaft eines Patienten zur Mitarbeit bei diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen, z.B. Zuverlässigkeit, mit der therapeutische Anweisungen befolgt werden (sogenannte Verordnungstreue). Die Compliance ist u.a. abhängig von Persönlichkeit, Krankheitsverständnis und Leidensdruck des Patienten, Arzt-Patienten-Verhältnis, Anzahl und Schwierigkeit der Anweisungen, Art der Therapie und evtl. erforderlichen Verhaltensänderungen“

Und im Duden Wörterbuch medizinischer Fachausdrücke2 findet man hierzu die Aussage: „Bereitschaft des Patienten, Hinweise und Verordnungen des Arztes zu befolgen.“. Darüber hinaus ist in dieser Quelle ein weiterer Aspekt der Bedeutung des Begriffs „Compliance“ angesprochen, der gerade im Zusammenhang mit der Kontaktlinsenhygiene besonders bedeutungsvoll erscheint: „Bereitschaft des behandelnden Arztes, sich individuell auf den Patienten einzustellen“. Dieser Aspekt der Definition macht deutlich, dass Compliance keine „Einbahnstraße“ in der Unterweisung der korrekten Durchführung der Kontaktlinsenhygiene darstellt, sondern durchaus als eine Kommunikation in beide Richtungen der Teilnehmer zu verstehen ist.

Der Begriff der „Compliance“ hat in der medizinischen Fachsprache seinen festen Platz gefunden. Die Bedeutung „gegenseitiges Vertrauen“ könnte als treffend gesehen werden: sowohl der Klient muss vom Wissen und Können seines Gegenübers überzeugt sein (und ihm vertrauen) als auch der Fachmann davon, dass sein Klient seine Ratschläge und Empfehlungen befolgt. Das gegenseitige Vertrauen ist also ein äußerst wichtiger Faktor für ein erfolgreiches Zusammenspiel der beiden „Parteien“.


Duden Wörterbuch medizinischer Fachausdrücke2
„2a) Bereitschaft des Patienten, Hinweise und Verordnungen des Arztes zu befolgen,
b) Bereitschaft des behandelnden Arztes, sich individuell auf den Patienten einzustellen“.

Compliance und die „Welt“

Beispielsweise stellen Gesetzestexte Regeln für unser soziales Leben miteinander dar, und nur bei stattfindender Compliance mit diesen „Spielregeln“ wird dieses reibungslose, harmonische Miteinander auch gesichert.
Compliance - z.B. in Bezug auf die Straßen-Verkehrsregeln - bedeutet Schutz für alle Verkehrsteilnehmer, keinen Ärger mit dem Gesetz und keine unnötigen Ausgaben für Bußgelder.

Der Begriff der Compliance ist in allen Teilbereichen der Medizin von besonderer Bedeutung und stellt die Grundvoraussetzung für eine effektive Durchführung jeder Therapie dar. Keine medizinische Anwendung – egal welcher Art – kann wirksam sein, wenn der Patient nicht „mitspielt“.

Bedeutung für die Kontaktlinsenhygiene, den Kontaktlinsenanpasser

[...]


1 Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, Walter de Gryter Verlag, 257. Auflage, 1994

2 DUDEN, Das Wörterbuch medizinischer Fachausdrücke, Duden-Verlag, 5. Auflage, 1992


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