Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Die Verhandlungen zum Augsburger Religionsfrieden von 1555 close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Die Verhandlungen zum Augsburger Religionsfrieden von 1555

Scholary Paper (Seminar), 1999, 16 Pages
Author: Benjamin Kristek
Subject: History - Middle Ages, Early Modern

Details

Event: Proseminar: Vorgeschichte und Anfänge des Dreißigjährigen Krieges
Institution/College: University of Heidelberg (Institut für Geschichte)
Tags: 30jähriger Krieg Vorgeschichte Kriegsursachen Wallenstein Tilly
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 1999
Pages: 16
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V3067
ISBN (E-book): 978-3-638-11845-3
ISBN (Book): 978-3-638-80597-1
File size: 183 KB

Abstract

Der Religionsfriede von 1555 gehört mit zu den richtungsweisenden und folgenreichsten Ereignissen des Übergangs vom Mittelalter zur frühen Neuzeit. Mit der reichsrechtlichen Anerkennung der durch die Reformation entstandenen beiden großen Konfessionen erfolgte zwar kein Ausgleich im Glaubensstreit, dafür aber eine rein weltlich-juristische Friedensordnung. Die traditionelle Bindung von Kaiser und Reich an die katholische Kirche zerfiel zusehends. Die ,,religiöse Neutralität des neuzeitlichen Staates"1 hat hier seinen Anfang genommen. Der erste Teil dieser Arbeit hat die Aufgabe die Reichtagspolitik skizzenhaft zu umreißen, um zu zeigen, daß das Phänomen der Konfessionalisierung eine neue Dimension der Parteienbildung in die Verhandlungen des Reichstages gebracht hat. Desweiteren soll im zweiten Teil ersichtlich werden, daß die Kurfürsten die Hauptinitiative besaßen, und daß König Ferdinand gegen Ende der Verhandlungen gezielt zugunsten der katholischen Seite eingriff. Im letzten Teil schließlich zeigt sich, daß die intensiven Friedensverhandlungen als Ergebnis vorsichtigen Abwägens der Interessenlage beider Konfessionsparteien in den folgenschweren vagen Unbestimmtheiten der Artikel des Religionsfriedens enden mußten. Nicht näher behandelt werden die Reichsexekutionsordnung und die Reichskammergerichtsordnung, obwohl beide Punkte zwar auch in Augsburg verhandelt wurden, dort aber nur von nebensächlicher Bedeutung für den Religionsfrieden waren. Die Quellenlage ist gut, dank der kritischen Ausgabe des Textes mit den Entwürfen und der königlichen Deklaration von Karl Brandi, sowie den Beiträgen zur Reichsgeschichte 1553-1555 von August von Druffel.


Excerpt (computer-generated)

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Historisches Seminar

Proseminar: Vorgeschichte und Anfänge des Dreißigjährigen Krieges

SoSe 99

Die Verhandlungen zum Augsburger
Religionsfrieden von 1555

Benjamin Kristek

Germanistik, Geschichte L.A.
2.Fachsemester

I EINLEITUNG 2

II REICHTAGSPOLITIK IM 16. JAHRHUNDERT 3


II.1 Die Reichstagskonstellation vor der Konfessionalisierung 3

II.2 Die Reichstagskonstellation nach der Konfessionalisierung 4

III DER VERLAUF DES AUGSBURGER REICHSTAGES 1555 5


III.1 Vorverhandlungen 5

III.2 Der Entwurf des Kurfürstenrates 7

III.3 Der Entwurf des Fürstenrates 9

III.4 Die Zusammenarbeitung beider Entwürfe 10

III.5 Die Prorogationstaktik des Königs 12

IV DER RELIGIONSFRIEDE IM ABSCHIED DES REICHSTAGS 12

V SCHLUßBETRACHTUNG 13

VI LITERATURVERZEICHNIS 14

 

I Einleitung

Der Religionsfriede von 1555 gehört mit zu den richtungsweisenden und folgenreichsten Ereignissen des Übergangs vom Mittelalter zur frühen Neuzeit. Mit der reichsrechtlichen Anerkennung der durch die Reformation entstandenen beiden großen Konfessionen erfolgte zwar kein Ausgleich im Glaubensstreit, dafür aber eine rein weltlich-juristische Friedensordnung. Die traditionelle Bindung von Kaiser und Reich an die katholische Kirche zerfiel zusehends. Die ,,religiöse Neutralität des neuzeitlichen Staates"1 hat hier seinen Anfang genommen.
Der erste Teil dieser Arbeit hat die Aufgabe die Reichtagspolitik skizzenhaft zu umreißen, um zu zeigen, daß das Phänomen der Konfessionalisierung eine neue Dimension der Parteienbildung in die Verhandlungen des Reichstages gebracht hat. Desweiteren soll im zweiten Teil ersichtlich werden, daß die Kurfürsten die Hauptinitiative besaßen, und daß König Ferdinand gegen Ende der Verhandlungen gezielt zugunsten der katholischen Seite eingriff. Im letzten Teil schließlich zeigt sich, daß die intensiven Friedensverhandlungen als Ergebnis vorsichtigen Abwägens der Interessenlage beider Konfessionsparteien in den folgenschweren vagen Unbestimmtheiten der Artikel des Religionsfriedens enden mußten. Nicht näher behandelt werden die Reichsexekutionsordnung und die Reichskammergerichtsordnung, obwohl beide Punkte zwar auch in Augsburg verhandelt wurden, dort aber nur von nebensächlicher Bedeutung für den Religionsfrieden waren. Die Quellenlage ist gut, dank der kritischen Ausgabe des Textes mit den Entwürfen und der königlichen Deklaration von Karl Brandi, sowie den Beiträgen zur Reichsgeschichte 1553-1555 von August von Druffel.

[...]

1 Rabe, Horst, Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600, München 1989, S. 299.


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Europäische Identität

Author: Wolfgang Müller
Sociology - Culture, Technology, Peoples / Nations, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR

Was ist Wissenschaft und Erkenntnistheorie

Author: Heidi Christina Kohlstock
Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language), 2008 Download as PDF-file for 3,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/3067/die-verhandlungen-zum-augsburger-religionsfrieden-von-1555
please wait Please wait