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Anfangsunterricht und Veränderte Kindheit in der Grundschulpädagogik

Termpaper, 2004, 18 Pages
Author: Christina Kühnle
Subject: Pedagogy - School Pedagogics

Details

Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 18
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V30678
ISBN (E-book): 978-3-638-31882-2

File size: 221 KB
Notes :
Diese Arbeit diente zur Vorbereitung auf die schriftliche Grundschulpädagogikprüfung zum 1.Staatsexamen für das Lehramt an Grundschulen. Wer dazu noch die angegebene Literatur liest und sich ein wenig im Lehrplan auskennt, ist für die Grundschulpädagogik bestens gerüstet!



Excerpt (computer-generated)

Anfangsunterricht und Veränderte Kindheit
in der Grundschulpädagogik

von: Christina Werner

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 03

2. Die Grundschule und ihre Aufgabe 03

3. Kindheit und Kindsein 04

3.1 Philippe Ariès 06
3.2 Lloyd de Mause 07

4. Veränderte Kindheit 08

4.1 Veränderungen in familiärer Lebenswelt 08
4.2 Spiel- und Freizeitverhalten 09
4.3 Kinder und Medien 10
4.4 Erziehungsnormen 11
4.5 Multikulturelle Gesellschaft 11
4.6 veränderte räumliche und zeitliche Bedingungen 11
4.7 Vergesellschaftung der Kindheit 12
4.8 Aufhebung der Kindheit 12

5. Einschulung und Anfangsunterricht 13

5.1 Integrative Grundschule 13
5.2 vorschulische Einrichtungen 14
5.3 Die Zeit vor Schuleintritt 14
5.4 Bedeutung für die Gestaltung des Schulanfangs 14
5.5 veränderte (integrierte) Schuleingangsphase 15
5.6 Schulreife und Schulfähigkeit 15
5.7 Aufgaben des Anfangsunterrichts 16

6. Förderklassen 17

6.1 Förderung durch Team-Teaching 17

7. Literaturverzeichnis 18

 

 

1. Einleitung

„Was ist mit unseren Kindern los?“, solche oder ähnliche Fragen hört man sehr oft in letzter Zeit, von Eltern, Lehrkräften, Erziehern, Politiker und Polizisten. Sind unsere Kinder anders geworden? Ja! Man spricht auch von der „veränderten Kindheit“! Um es genau zu sagen, haben sich die Verhältnisse geändert unter denen die Kinder aufwachsen, was sie anders werden lässt. Und genau darum soll es in dieser Abhandlung gehen, die als Vorbereitung für die erste Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen stehen soll.

2. Die Grundschule und ihre Aufgabe

Die Grundschule hat die Aufgabe alle Kinder des Volkes (heute: aller Völker) sozial zu integrieren, eine eigenwertige grundlegende Allgemeinbildung zu vermitteln, die auf das Alter und das Umfeld des Kindes abgestimmt sein muss. 1919 wurde die vier-jährige Grundschulpflicht eingeführt, was auch in der Weimarer Verfassung zu finden ist. Im Allgemeinen besteht die Schulpflicht für alle Kinder, die bis zum 30.6. eines Kalenderjahres das 6.Lebensjahr vollendet haben. Dann müssen sie eingeschult werden. Die Umwelt des Kindes ist in Zonen eingeteilt, worauf die Grundschule Rücksicht nehmen muss. So gibt es:

- das ökologisches Zentrum, was die Familie und das zu Hause darstellt
- den ökologischen Nahraum, womit die Nachbarschaft gemeint ist
- die ökologischen Ausschnitte, was Orte sind an denen der Umgang geregelt ist, wie zum Beispiel die Schule, der Sportverein etc.
- die ökologische Peripherie, womit gelegentliche Kontakte, Urlaub, Freizeit etc. gemeint sind
Somit ist die Grundschule der einzige Ort, an dem sich Kinder aus verschiedenen sozialen Herkunftsfamilien, aus verschiedenen sozialen Milieus, Kinder mit sehr unterschiedlichen Begabungen sowie Interessen und unterschiedlichen Geschlechts über einen längeren Zeitraum täglich begegnen.

Des Weiteren müssen noch einige Aspekte genannt werden, die die Schule erfüllen muss. Zum einen der Aktivitätsaspekt, das heißt, es muss zu Selbständigkeit und Selbstverantwortung beim Lernen geführt werden. Der Differenzierungsaspekt, es muss also individuelles Lernen auf unterschiedlichem Niveau, mit unterschiedlichen Zielen und Mitteln ermöglicht werden. Und schließlich der Freiheitsaspekt, es muss also die Freiheit in Entscheidungen beim Lernen gegeben sein. Die beiden ersten Aspekte müssen im Anfangsunterricht verknüpft werden, der letztere Aspekt ist nicht so wichtig für den Anfangsunterricht.

3. Kindheit und Kindsein

Die Kindheit ist die Altersspanne zwischen Embryo und Eintritt der Geschlechtsreife (rechtlich: bis 14.Lebensjahr). Es ist der entscheidendste Abschnitt der körperlichen, seelischen und geistigen Entwicklung. Laut dem französischen Historiker Philippe Ariès wird die Kindheit als „Entdeckung der Neuzeit bezeichnet“ und für den Psychoanalytiker Lloyd de Mause als „evolutionäres Entwicklungsprodukt“. Später werde ich noch genauer auf die beiden eingehen, da sie als Koryphäen in dem Gebiet „veränderte Kindheit“ gelten. Kindsein ist die gegenwärtige, lebensweltlich verortete Daseinsform von Heranwachsenden zwischen Geburt und Pubertätseintritt, die durch Freude an der Bewegung gekennzeichnet ist. Unter Kindern versteht man Personen, die sich gerade zwischen früher Kindheit und dem Alter eines Jugendlichen befinden. Sie sind einerseits abhängig und andererseits streben sie nach Selbständigkeit. Sie nehmen sich meistens so hin, wie sie sind und die Kinderjahre erscheinen im Nachhinein als die problemlosesten Jahre die man hatte. Zumindest sollte es so sein und uns allen ist bewusst, dass es leider auch Ausnahmen gibt.

[...]


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