Autor: Jacqueline Ahnert
Fach: Soziologie - Klassiker, Grundlagen und Theorierichtungen
Details
Institution/Hochschule: Universität
Jahr: 2001
Seiten: 18
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 17 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 208 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-31929-4
Textauszug (computergeneriert)
Max Weber: Soziologische Grundbegriffe, Protestantische
Ethik und der Geist des Kapitalismus
von: Jacqueline Ahnert
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Biographie
3. Soziologische Grundbegriffe
4. Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus
5. Fazit
6. Quellenverzeichnis
7. Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Max Weber ist einer der bedeutendsten bürgerlichen Soziologen gewesen. Seine Werke dienen heute noch vielen Wissenschaftler, sei es, um sie umzuinterpretieren oder sich auf sie zu stützen, auch Talcott Parsons setzte sich mit ihm auseinander. Webers Schaffen ist sehr vielseitig und umfaßt: Soziologie, Ökonomie, Rechtswissenschaft, Geschichte- und Religionswissenschaft, Wissenschaftstheorie, Methodologie, Philosophie und Politikwissenschaft. Webers soziologisches Hauptwerk ist „Wirtschaft und Gesellschaft“, es umfaßte mit den Grundthemen Rechts-, Herrschafts-, Religions- und Wirtschaftssoziologie, Methodenlehre, Agrarfragen und einigen weiteren Schriften ungefähr 4000 Seiten.
Seine Werke entstanden vor dem Hintergrund einer sich verändernden Gesellschaft, der Übergang vom Kapitalismus der freien Konkurrenz zum monopolisierten Kapitalismus, beeinflußt wurde er außerdem maßgeblich durch seine nationale Erziehung. Weber ist auch außerhalb Deutschlands bekannt und auch dort beschäftigt man sich mit ihm. Bis 1977 gab es bereits über 2000 Schriften über ihn, ohne die zahlreichen japanischen dazuzurechnen. In meiner Ausarbeitung befasse ich mich mit der Methodenlehre und seiner Religionssoziologie. Seine Methodologie ist sehr umfangreich, deshalb werde ich nur auf einige Punkte näher eingehen. Er wollte den Ursachen und den Auswirkungen des Kapitalismus auf den Grund gehen. Die bekannteste Arbeit darüber ist jene über die „protestantische Ethik“. Seine Forschungen bieten Erkenntnisse zur Rolle von Religion im Alltagsleben, Innovationen gesellschaftlicher Verhältnisse, herrschenden Ideen und Wirtschaftsverhalten der Menschen und den Folgen der Rationalisierung durch den Kapitalismus. Die „Rationalisierung“ ist eine Leitlinie seiner Interpretationen, die er oft anwandte. Dabei definierte er diesen Begriff nie. In seiner Methodendiskussion versucht er, allerdings nur in verschiedenen Bedeutungszusammenhängen, zu klären, was er unter „rational“ versteht. 1904/05 veröffentlichte er seine Artikel dazu im „Archiv für Sozialwissenschaften und Sozialpolitik“ 1919/20 erschien seine endgültige Bearbeitung „Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie“
2. Biographie
Max Weber wurde am 21. April 1864 Erfurt geboren. Sein Vater war ein nationalliberaler Politiker, so dass Weber von dieser politischen Haltung schon im Kindesalter geprägt wurde. 1882 bis 1885 studierte er in Heidelberg und Berlin Jura, promovierte 1889 mit magna cum laude und habilitiert 1891. 1893 heiratete er eine der Hauptfiguren der Frauenbewegung Deutschlands, Marianne Schnitger. Max Weber trat im Laufe seines Lebens einigen Vereinen bei, 1888 dem Verein für Socialpolitik, 1896 dem national-sozialen Verein Friedrich Naumanns. In diesem Verein versuchte Weber in Zusammenkünften der „bürgerlichen Linken“ nationale und soziale Ideen zu verankern, er gehört somit zu den Wissenschaftlern, die damals Einfluß auf anationale Schichten ausüben konnten. 1893 gehörte er dem Alldeutschen Verband an, dieser betrieb, zumindest äußerlich, nationale bis nationalistische Politik. Weber trat 1899 wieder aus, als sich herausstellte, dass der Verband anationale und reaktionäre Gedanken vertrat.
Weber, mit seiner juristischen Ausbildung sah sich erst als Soziologe, als er 1909 die Deutsche Gesellschaft für Soziologie gründete. Er bekämpfte er im Ersten Weltkrieg Teile der deutschen Kriegspolitik und wendete sich gegen Annexionen. Eduard Baumgarten schrieb über Weber und faßte seine Einstellung und dessen Furcht um die politische Stellung Deutschlands zusammen: “Seine Machtstellung Europas zu erhalten, sei gerade Deutschlands Verantwortung vor der Geschichte. Verlöre Deutschland diesen oder den nächsten Krieg, so würde sich im Zentrum Europas ein machtpolitisches Vakuum bilden mit der Folge, daß dann in Bälde die Vereinigten Staaten und Rußland sich zu zweit in die Weltherrschaft teilen werden. Dann werde ein Zeitalter heraufdämmern, in dem die Spielräume der freien und mannigfaltigen europäischen Kulturen ohnmächtig kollabieren werden unter dem kollossalen Ausdruck von Kulturkämpfen oder Religionskriegen unvorstellbarer Dimension zwischen den Idealen amerikanisch – angelsächsischer Society und den Zielen russischer Polizeistaatsbürokratie als den dann allein noch maßgebenden beiden Weltmächten.“1
[...]
1 Krauß, Winfried: Max Weber: Sein Leben. Letzte Überarbeitung: Januar 1998. URL: http://home.t-online.de/home/Winfried.Krauss/wleben.htm.
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